Energieverbrauch

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Energieverbrauch
Zusammenfassung
Als Energieverbrauch bezeichnet man im Allgemeinen den Strombedarf eines elektrischen Geräts. Während aus physikalischer Sicht Energie nicht verbraucht, sondern nur umgewandelt werden kann, bedeutet der Energieverbrauch für den Konsumenten durchaus einen Verbrauch – an Geld in Form von Stromkosten und auf lange Sicht an Ressourcen für die Stromerzeugung. Seit 1998 müssen in der EU bestimmte elektrische Haushaltsgroßgeräte im Handel mit einem Energieverbrauchsetikett ausgezeichnet werden.

Energieverbrauch gibt den Energiebedarf eines Haushaltsgerätes in einer bestimmten Zeit an.

 

Energieverbrauch ist…

 

Wenn bei Haushalts- und Elektrogeräten vom Energieverbrauch die Rede ist, denken die meisten Konsumenten vor allem ans Geld - schließlich schlägt sich der in Kilowattstunden (kWh) angegebene Stromverbrauch beispielsweise eines Kühlschranks schnell auf die eigene Stromrechnung nieder. So kann Energie in einem geschlossenen System rein physikalisch betrachtet zwar nicht verbraucht werden - trotzdem braucht man für die Energieerzeugung Brennstoffe und damit Ressourcen, wodurch zu bezahlende Stromkosten entstehen. Damit ist der Energieverbrauch sowohl ein ökologischer als auch ein ökonomischer Faktor.

 

Energieverbrauch im Haushalt

 

Der Energieverbrauch von Haushaltsgeräten wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Bei Geräten, die im Dauerbetrieb stehen - wie etwa Kühlschränke - wird der Energieverbrauch in kWh pro Jahr beschrieben. Die Kilowattstunde ist die gebräuchlichste Maßeinheit der elektrischen Arbeit und lässt sich auch aus der Leistung (Einheit: Watt) errechnen: Eine Glühbirne mit 60 Watt (0,06 kW) verbraucht in zehn Stunden 0,6 kWh.

 

Kennzeichnungspflicht für elektrische Haushaltsgroßgeräte

 

Seit 1998 müssen in der EU bestimmte elektrische Haushaltsgroßgeräte im Handel mit einem Energieverbrauchsetikett, auch EU-Label oder Energiesparlabel genannt, gekennzeichnet werden. Damit kann der Verbraucher den Energieverbrauch des Geräts schon im Geschäft in seine Kaufentscheidung mit einbeziehen.

 

Der Wert auf dem deutlich sichtbar anzubringenden Aufkleber wird in Prozent angegeben. Der sogenannte Energieeffizienzindex ist ein Relationswert und bezieht den gemessenen Verbrauch des jeweiligen Geräts auf einen festgelegten europäischen Durchschnittswert.

 

Energieverbrauchs-Klassen und zu kennzeichnende Gerätetypen

 

Mit dem Energieverbrauchsetikett müssen in der EU folgende Geräte gekennzeichnet sein:

 

  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Waschmaschinen
  • Wäschetrockner
  • Geschirrspüler
  • Lampen
  • Raumklimageräte
  • Elektrobacköfen

 

Die angegebene Energieeffizienzklasse orientiert sich am englischen und amerikanischen Schulnotensystem mit den Noten A bis G, wobei A die beste Klasse (niedriger Verbrauch) darstellt und G die schlechteste (hoher Verbrauch).

 

Wichtig ist dabei zu beachten, dass diese Einteilung von A bis G aus dem Jahre 1994 stammt und entsprechend nicht den Energieverbrauchs-Stand der modernen Elektrogeräte wiedergibt.

 

Daher wurden im Jahr 2003 für besonders stromsparende Kühl- und Gefriergeräte die Erweiterungen A+ und A++ eingeführt, die für einen sehr niedrigen Energieverbrauch stehen. So verbrauchen beispielsweise Kühlschränke der Klasse A++ 45 Prozent weniger Energie als ein mit A bewertetes Vergleichsgerät.

 

Längst wird auch die Kennzeichnung von Fernsehern mit einem Energieverbrauchsetikett diskutiert.

 

Das neue Energielabel

 

Aufgrund des technischen Fortschrittes sind die meisten Geräte inzwischen in der besten Energieklasse A gelistet. Dadurch spielt das Energieeffizienzlabel bei der Kaufentscheidung kaum mehr eine Rolle.

 

Aus diesem Grund hat die EU am 20.12.2010 ein neues Energielabel eingeführt, das ab Ende 2011 verpflichtend ist. Anfangs wird es für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler umgesetzt.

 

Grafisch werden die Effizienzklassen weiterhin in farbigen Balken dargestellt. Es existieren nun drei zusätzliche Klassen: A+, A++ und A+++.

 

Darüber hinaus gibt es je nach Geräteklasse Zusatzinformationen, beispielsweise die Reinigungs- und Trockenwirkung. Das neue Energielabel zeigt den Strom- und Wasserverbrauch für alle Produktkategorien als Jahresverbrauchswerte an. Das erleichtert das Vergleichen von Produkten und Preisen. Viel technisches Hintergrundwissen von Seiten der Verbraucher ist nicht notwendig.

 

Das neue Energielabel soll es Käufern ermöglichen, sich ganz bewusst für sparsame Haushaltsgeräte zu entscheiden und zur Schonung der Umwelt beizutragen. Die detaillierte Kennzeichnungspflicht zwingt auch Hersteller zur vermehrten Entwicklung von energieeffizienten Geräten.

 

Bei den Waschmaschinen sind künftig der Jahresenergieverbrauch (in kWh) und der Wasserverbrauch (Liter/Jahr) basierend auf 220 Standard-Waschvorgängen, sowie die maximale Füllmenge, die Schleuderleistung und die Geräuschemission angeführt.

 

Das neue Energielabel der Kühl- und Gefrierschränke informiert den Käufer über den Energieverbrauch (kWh/Jahr), den Gesamtnutzinhalt und die niedrigsten Temperaturen aller Kühl- und Gefrierfächer, sowie die Geräuschemission.

 

Geschirrspüler sind künftig mit dem Jahresenergieverbrauch (in kWh) und Wasserverbrauch (in Litern) basierend auf 280 Standard-Spülgängen, der Trocknungswirkung, der maximalen Belandungsmenge und der Geräuschemission ausgezeichnet.

 

Neue Einteilung

 

Aus der Einführung der drei neuen Effizienzklassen "A+" bis "A+++" resultieren künftig vier Varianten für das Energielabel:

 

Einteilung des effizientesten Produkts     Schlechteste angegebene Effizienzklasse
A G
A+ F
A++ E
A+++ D

 

 

 
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