Gehirnjogging-Software

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Gehirnjogging-Software
Zusammenfassung
Wie auch die körperliche Leistungsfähigkeit, lässt auch die geistige ab einem Alter von etwa 30 Jahren langsam nach. Gehirnjogging-Software soll diesem Effekt entgegenwirken. Die Theorie dahinter: Wie Muskeln muss auch das Gehirn regelmäßig trainiert werden. Zu den bekanntesten Programmen und dem Namensgeber des Software-Genres gehört Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Ob Gehirnjogging-Software die Leistungsfähigkeit des Gehirns tatsächlich steigern oder gar Demenz verlangsamen kann, ist noch nicht eindeutig geklärt.

Gehirnjogging-Software



Viele Menschen werden im Alter vergesslicher, da sich die Leistungsfähigkeit des Gehirns wie auch des übrigen Körpers ab dem 30. Lebensjahr verringert. Um dem geistigen Abbau entgegenzuwirken, empfehlen manche Wissenschaftler geistige Ertüchtigungsübungen analog zum körperlichen Sport. Das Gehirn, so die Meinung, lässt sich wie ein Muskel trainieren und schon wenige Minuten täglich sollen ausreichen, um es fit zu halten.

 

Trend Lernspiele

 

Spiele, die eine geistige Herausforderung darstellen, sind nicht neu. Schach, das auch als das Spiel der Könige bezeichnet wird, gibt es schon seit über 500 Jahren und erfordert im hohen Maß Konzentration und Aufmerksamkeit. Als Pendant im asiatischen Raum gilt das Spiel Go. Dr kawashima pack

Mit dem Aufkommen von Computern, drängten auch Computerspiele, die die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern sollen auf den Markt. Zu den bekannteren gehört Dr. Kawashimas Gehirnjogging, das für die mobile Spielekonsole Nintendo DS entwickelt wurde. Es beruht auf den Theorien des japanischen Gehirn-Forschers Dr. Ryūta Kawashima, wonach das Gehirn genau wie der Körper altert, vor allem wenn es nicht gefordert wird, sondern nur die tägliche Routine erledigen muss. Bereits Dr. Kawashimas Buch Train Your Brain: 60 Days To A Better Brain (Trainiere dein Gehirn: In 60 Tagen zu einem besseren Gehirn) enthielt bereits viele der Übungen des späteren Spiels und verkaufte sich weltweit millionenfach. Das Computerspiel erwies sich ebenfalls als verkaufsstark und führte wochenlang die Verkaufsranglisten an. Dadurch gab es nicht nur dem Genre den Namen Gehirnjogging-Software, sondern animierte viele Entwickler zu ähnlichen Titeln.

 

Dr. Kawashimas Versprechen

 

Gehirnjogging-Software basiert auf den Erkenntnissen Dr. Kawashimas, wonach das Gehirn bei einfachen Aufgaben eine hohe Aktivität zeigt, während diese bei schwierigen Aufgaben sehr gering ist. Gedächtnistests zeigten einen Zuwachs von 20 bis 30 Prozent beim Vergleich des Gedächtnisses vor schnellem Rechnen oder lautem Vorlesen mit dem danach. Auch bei Demenzpatienten soll nach regelmäßigem Rechnen und Lesen die Aktivität der Stirnlappen gesteigert werden. Zwar verspricht Hersteller Nintendo keinen direkten gesundheitlichen Effekt, aber die Software bringe die Gehirne ihrer Nutzer "auf Hochtouren". Dem Unternehmen zufolge wird vor allem jener Teil des Gehirns stimuliert, mit dessen Hilfe gespeichertes Wissen im Alltag abgerufen wird. Die Aufgaben sind breit gestreut, reichen vom klassischen Gedächtnistraining bis hin zu Mathematik, Lesen und sogar Musik.

 

Wirkung bei älteren Menschen

 

Die Wirkung von Gehirntrainings-Aufgaben wird unter Wissenschaftlern allerdings kontrovers diskutiert. Es gilt als Gehirnjogging 4ungesichert, wie sehr sich kognitive Leistungssteigerungen auf reale Alltagssituationen übertragen lassen, oder ob nicht vielmehr ein starker Lerneffekt bezogen auf das Medium, in denen die Aufgaben bearbeitet werden, stattfindet. Unbestritten ist jedoch der Nutzen von speziellen Übungen für die Generation über 50. Wissenschaftliche Untersuchungen scheinen zu belegen, dass Menschen, die geistige Übungen am Bildschirm durchführen, länger gesund, selbstständig und frei von Demenzen bleiben. Mit Gehirnjogging-Software allein ist es aber nicht getan. Wichtig sind auch körperliche Übungen und damit eine Mischung aus Psychomotorik- und Gedächtnistraining.

 
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