Geschichte
Schöne bekannte Fantasy-Welt: Wie schon der Vorgänger wird „Guild Wars 2“ in den abwechslu
ngsreichen Weiten Tyrias spielen. Dabei sind aber Kenntnisse des Vorgängers nicht von Nöten, denn„Guild Wars 2“ erzählt eine eigenständige Geschichte. Diese handelt zum einen vom Wiedererwachen der alten Drachen, die Tyria durch ihr Wüten bedrohen, zum anderen von Aufstieg und Fall der Gilde „Destinys Edge“. Außerdem wollen die Macher den Spielern je nach Klasse eine persönliche Geschichte bieten, basierend auf der fiktiven Biographie des Charakters.
Spielcharakter
Bei der Charaktererstellung kann der Spieler aus fünf Rassen und acht Klassen wählen. Veteranen freuen sich über ein Wiedersehen mit dem Mesmer, der als letzte Klasse von ArenaNet angekündigt wurde. Ansonsten kann als Elementarmagier, Krieger, Waldläufer, Nekromant, Wächter, Dieb und Ingenieur den Gegnern die Stirn geboten werden. Je nach Herkunftswahl unterscheidet sich das Erscheinungsbild des eigenen Heroen, eine haarige Angelegenheit ist beispielsweise die Rasse der Charr, die im ersten „Guild Wars“ noch die erklärten Feinde waren.
Dynamische Story und Spielwelt
Wurde das Erzählen einer spannenden Story bis zum Erscheinen von „Star Wars: The Old Republic“ von Genre-Vertretern oft sträflich vernachlässigt, will ArenaNet mit „Guild Wars 2“ beweisen, dass auch Online-Ro
llenspiele packende Geschichten vermitteln können. Dies wollen die Entwickler sowohl mit der persönlichen Story und spannenden Missionen, als auch mit technischer Finesse bewerkstelligen: Zum einen sind alle Dialoge komplett vertont und bieten Multiple-Choice-Antworten, zum anderen verändert sich die Spielwelt dynamisch durch Ereignisse, wie es beispielsweise bei „World of Warcraft“ durch die Phasing-Technologie bereits möglich ist. So kann der Held entweder dafür sorgen, dass eine Brücke durch anrückende Gegner zerstört wird, oder aber er kümmert sich um deren Erhalt. Apropos Spielwelt: Waren im Vorgänger die Gebiete außerhalb der Städte instanziiert, ist die Spielwelt nun größtenteils offen gestaltet – was bedeutet, dass jeder Spieler und seine Gruppe nicht mehr eine eigene Kopie der Areale rund um die Städte bereisen, sondern auch außerhalb der Siedlungen auf Mitspieler treffen, sie zu Gefechten herausfordern oder aber sie in eine Gruppe einladen können, um gemeinsam Abenteuer erleben zu können.
Wer lieber ohne menschliche Mitspieler in den Kampf zieht, kann erneut computergesteuerte Kameraden anheuern. Diese sollen jedoch wesentlich cleverer als noch in den Vorgängern agieren und wesentlich mehr als nur beliebig austauschbare Figuren ohne Persönlichkeit sein.
Keine monatlichen Gebühren
Eine Besonderheit behält „Guild Wars 2“ jedoch bei: Es ist nach wie vor komplett kostenlos spielbar. Das Spiel finanziert sich über den Kaufpreis und den Verkauf von optionalen Gegenständen. Ein bislang erfolgreiches Modell für NCSoft, von „Guild Wars“ und den eigenständigen Erweiterungen „Eye of the North“, „Nightfall“ und „Factions“ verkaufte der Publisher insgesamt an die sieben Millionen Einheiten.