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Mobiles InternetZusammenfassung
Übertragungstechnologien wie WLAN und UMTS ermöglichen die Darstellung von Internetinhalten auf mobilen Geräten wie Handys, Smartphones, Tablet-PCs, Note- und Netbooks. Die Rede ist hierbei von mobilem Internet. User können jederzeit mittels mobilen Geräts auf das World Wide Web zugreifen.
Inhalt
Mobiles Internet ermöglicht das Surfen im Internet auf einem mobilen Endgerät.
Mobiles Internet ist...
Als mobiles Internet wird die Möglichkeit bezeichnet, Inhalte aus dem World Wide Web von unterwegs auf einem Mobilgerät anzeigen zu lassen. Dazu benötigt man ein mobiles Endgerät, wie Handy, Smartphone, Tablet PC oder Notebook, das mit einer oder mehreren Zugangstechnologien wie WLAN, UMTS oder HSDPA ausgestattet ist.
Geschichte und Entwicklung
Bereits seit den 1990er Jahren ist es möglich, mit einem Handy über das GSM-Netz im Internet zu surfen. Dies war aber bis nach der Jahrtausendwende mit hohen Kosten und geringen Übertragungsgeschwindigkeiten verbunden.
Die Einführung der GSM-Erweiterungen GPRS und EDGE brachten einen ersten Geschwindigkeitszuwachs. GPRS bedeutet General Packet Radio Service und ist ein paketorientierter Übertragungsdienst. Diese Technik erreicht in der Praxis eine Datenübertragungsrate bis zu 55,6 kbit/s.
Deutlich schneller ist Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE). Diese Technik erhöht die Datenrate von GPRS und schafft bei der Übertragung von Daten bis zu 236,8 kbit/s.
Verbreitung
Seit der Einführung von UMTS im Jahr 2002 ist das mobile Internet erschwinglicher und deutlich schneller geworden. Die Mobilfunkanbieter stellen seither ihre Netze auf UMTS beziehungsweise auf die darauf aufbauende Technologie HSDPA um.
In Deutschland besaßen laut einer Studie des Unternehmens Accenture 69 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2010 ein Mobiltelefon mit Internetzugang, 18 Prozent verwendeten diesen effektiv.
Die Netzabdeckung mit UMTS lag in Österreich im Sommer 2008 bei 94 Prozent, 28 Prozent aller Breitbandanschlüsse sind mobil. In der Schweiz decken drei Netzbetreiber 95 Prozent der Bevölkerung mit UMTS ab, nämlich Orange, Swisscom und Sunrise. 27 Prozent der Schweizer und 31 Prozent der Österreicher surfen laut Studie im mobilen Web.
Die Ursache für die Zurückhaltung in Deutschland sieht Accenture in den hohen Verbindungskosten und der Komplexität der Bedienung. Die Zahl der mobilen Internetnutzer wird aber trotzdem steigen. Laut dem statistischen Bundesamt stieg die mobile Internetnutzung in Deutschland allein zwischen 2009 und 2010 von neun auf 17 Prozent.
UMTS, HSDPA und HSUPA
Die heute am weitesten verbreitete Zugangstechnologie bei Handys, Smartphones und Tablet-PCs ist UMTS. Mit diesem Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G) und der Erweiterung HSDPA sind Downloadraten von 7,2 Mbit/s möglich. Dies stellt einen großen Qualitätssprung gegenüber EDGE dar, dem Mobilfunkstandard der zweiten Generation (2G). HSUPA erhöht noch zusätzlich die Upload-Rate auf bis zu 1,45 Mbit/s.
Seit 2010 bieten verschiedene Provider auch HSPA+ oder "HSPA Evolution" an. Wenn diese Erweiterung vollständig ausgebaut ist, sind theoretisch Übertragungsraten von 28 Mbit/s im Download und 11 Mbit/s im Upload möglich.
Die Zukunft LTE
Der Mobilfunkstandard Long Term Evolution (LTE) wird als UMTS-Nachfolger gehandelt. Theoretisch können damit Übertragungsraten von 100 Mbit/s erreicht werden. Das Netz soll auch weniger anfällig für Störungen und Ausfälle sein. Erste Tests und der Aufbau dieses Netzwerks sind in Deutschland und Österreich bereits im Gange.
WLAN
Eine andere Möglichkeit, um an beliebigen Orten im Internet zu surfen, ist WLAN (Wireless Local Area Network). Die Signale werden per Funk übertragen. Über so genannte Hotspots kann man sich dann von unterwegs mit dem Notebook, Handy oder Tablet-PC ins World Wide Web einwählen.
Da WLAN aber ein lokales Netzwerk darstellt, ist die Reichweite der Signale begrenzt. Ob diese Variante mit Kosten verbunden ist, hängt vom Betreiber ab. In vielen Bahnhöfen, Lokalen und Hotels werden kostenfreie Hotspots angeboten, aber auch kostenpflichtige Zugänge sind durchaus üblich. Private Netze sind meist mit einem Passwort geschützt.
Zugangsgeräte
Bei den meisten modernen Handys ist mobiles Internet Standard. Ein spezieller Browser ist großteils ab Werk installiert. Bei Smartphones ist UMTS und HSDPA gängig, Handys verfügen mindestens über EDGE. Auch WLAN ist immer öfter integriert.
Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs verfügen fast immer über ein integriertes WLAN-Modul. Auch UMTS-Module werden hier immer häufiger. Als Benutzer benötigt man eine UMTS-fähige SIM-Karte eines Mobilfunkbetreibers, um diesen Übertragungsweg nutzen zu können.
Mit externen Funkmodems (UMTS-Datenkarten, UMTS-Sticks und ähnlichem) können Notebooks, Netbooks und Tablet-PCs auch dahingehend nachgerüstet werden. Weitere Artikel zum Thema
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