|
Weiterlesen |
||
Peter JacksonZusammenfassung
Sir Peter Jackson KNZM (KNZM: neuseeländische Ritterorden: Knight Companion New Zealand Order of Merit) (*1961, Pukerua Bay, Neuseeland) gehört spätestens seit seiner Der Herr der Ringe-Trilogie (unter anderem mit Viggo Mortensen, Elijah Wood, Liv Tyler), für die er drei Oscars überreicht bekam, zu den erfolgreichsten Regisseuren und Produzenten in Hollywood. Doch auch Filme wie die Neuverfilmung von King Kong oder das Drama In meinem Himmel erregten große Aufmerksamkeit und wurden oscarprämiert. Unter Filmfans hatte sich Jackson schon zuvor einen Namen mit Funsplatter-Filmen (Filme mit extrem übertriebenen und daher eher lustigen Kampf- und Blutszenen) wie Bad Taste und Braindead oder abgedrehten Filmen wie dem nicht jugendfreien Puppenfilm Meet the Feebles oder dem Psychodrama Heavenly Creatures erarbeitet. Doch erst nachdem er die als unverfilmbar geltende Der Herr der Ringe-Trilogie erfolgreich auf die Leinwand brachte (pro Jahr ein Film: 2001, 2002, 2003) verschaffte Jackson sich weltweite Berühmtheit.
Inhalt
Die Basis: frühes filmisches Talent, Super-8, King Kong, Funsplatter
Jackson machte seine ersten filmischen Schritte schon in jungen Jahren mit einer geschenkten Super-8-Kamera. Nachdem er den Klassiker King Kong und die weiße Frau (1933) gesehen hatte, steigerte sich sein Faible für bewegte Bilder noch mehr und er setzte sich zum Ziel, als Erwachsener Spezialeffekte zu machen. Mit seinem besten Freund Pete O'Herne drehte Jackson die Filme Ponty Mython (eine Parodie auf Monty Python's Flying Circus) und Planet of the Peters (inspiriert von Planet of the Apes).
Zudem produzierte er für einen Wettbewerb den Kurzfilm The Valley, der Film ging aber ohne Auszeichnung aus
Jacksons erster Spielfilm Bad Taste (1987) entwickelte sich aus seinem vorherigen Kurzfilm Roast of the Day, den er 1983 begonnen hatte. Er spannte Freunde und Bekannte als Darsteller ein und spielte selbst zwei der Charaktere. Die Handlung veränderte sich innerhalb von vier Jahren mehrfach bis der Film schließlich, mit Unterstützung der New Zealand Film Commission, fertig wurde.
Bad Taste erhielt auf Festivals insgesamt sechzehn Fantasy- und Science-Fiction-Preise, darunter auch eine Auszeichnung beim Film Festival von Cannes. Durch diesen Erfolg wurde auch die heimische Filmbranche auf Peter Jackson aufmerksam. Jim Booth, Gründer der New Zealand Film Commission, verließ die Firma, um stattdessen als Produzent mit Jackson zusammenzuarbeiten – eine Zusammenarbeit, die bis zum Tod Booths 1994 andauerte.
Jackson gilt als Begründer des Genres der Funsplatter-Filme: Bad Taste war sein erster dieser Art, mit dem Horrorfilm Braindead fol
Erste internationale Aufmerksamkeit erregte Jackson mit dem Psychodrama Heavenly Creatures, das 1995 mit dem Silbernen Löwen bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet wurde. Für das Drehbuch erhielt Jackson seine erste Oscarnominierung. Der endgültige Durchbruch gelang ihm schließlich mit der Verfilmung von Tolkien’s Fantasy-Trilogie Herr der Ringe.
Filmografie
Spielfilme 2012 Der Hobbit – Eine unerwartete Reise (Produzent, Regie) 2011 Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn (Produzent) 2009 In meinem Himmel (Produzent, Regie) 2009 District 9 (Produzent) 2007 Crossing the Line (Regie) 2005 King Kong (Produzent, Regie) 2003 Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Produzent, Regie) 2002 Der Herr der Ringe: Die zwei Türme (Produzent, Regie) 2001 Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Produzent, Regie) 1996 The Frighteners (Produzent, Regie) 1995 Forgotten Silver (Regie) 1994 Heavenly Creatures (Drehbuch, Regie) 1992 Braindead (Produzent, Regie) 1989 Meet the Feebles (Produzent, Regie) 1987 Bad Taste (Produzent, Regie)
Kurzfilme
1976 The Valley (Regie, Produzent, Darsteller)
Zudem war Peter Jackson in seinen frühen Filmen oft als Statist oder Nebendarsteller zu sehen.
Der rote Faden: morbid-schrill, Mainstream mit großen Effekten, Tabubruch
Peter Jacksons filmisches Schaffen scheint von einem Wechsel zwischen filmischer Experimentierfreude und Mainstream geprägt zu sein: Während in seinen frühen Werken schräger Humor, schrille oder skurrile Charaktere, übertriebene Effekte bei Kampf-, Blut- und Horrorszenen, kurz: Lust am Experimentieren und brechen von Regeln und Tabus vorherrschten, lehnen sich die Werke nach seinem Erfolg mit Heavenly Creatures (1994) eher an den Mainstream an.
Die Der Herr der Ringe-Trilogie galt zuvor zudem als unverfilmbar unter den Tolkien Anhängern. Freude am Risiko haftet also auch den für ein breiteres Publikum gemachten Filmen von Peter Jackson an. Eine Art Zwischenstellung nimmt die Mysterykomödie The Frighteners ein – stofflich ein Mainstream-Film, ist die Umsetzung zu komplex und skurril, um bloße leichtverdauliche Abendunterhaltung zu sein. Dass Der Herr der Ringe ein Erfolg wurde, liegt mit darin begründet, dass Jackson sich schon früh für Spezialeffekte interessierte und neben den Regieprojekten jahrelang in diesem Bereich tätig war – diese Erfahrungen flossen in seine Filme mit ein und brachten ihm, vor allem nach dem Erfolg der Der Herr der Ringe-Trilogie, den Ruf ein, Spezialeffekte in Filmen besonders gut umsetzen zu können.
Jackson selbst sagte einmal in einem Interview mit der Internetseite „aintitcoolnews.com“, dass die Vermengung von historischen Stoffen und Fantastik ein prägendes Element seines filmischen Schaffens sei. So hat sich Jackson zum Beispiel auch die Option für eine Verfilmung von Naomi Noviks Temeraire-Romanzyklus gesichert, der historische und fantastische Elemente miteinander verbindet.
Karriere: Der Herr der Ringe-Trilogie
Nach seinem ersten größeren Erfolg mit Heavenly Creatures (1994) gründete Jackson zusammen mit seiner Frau Fran Walsh die Produktionsfirma WingNut Films und beteiligte sich mit an der Special Effects-Firma Weta Digital. Nach der schrillen, dennoch eher an Mainstream-Verhältnisse angepassten Horrorkomödie The Frighteners (1996, mit Michael J. Fox) begann er mit der Arbeit am ersten Teil der Der Herr der Ringe-Trilogie (Der Herr der Ringe: Die Gefährten).
Weniger hoch bejubelt wurde Jacksons King Kong (2005), eine Neuverfilmung von King Kong und die weiße Frau (1933), jedoch war der Film mit weltweit über 550 Millionen US-Dollar Einnahmen finanziell sehr erfolgreich. Dass Jackson weiterhin auch Filme nicht nur für die breite Masse produziert, bewies er mit dem Drama In meinem Himmel (2009, mit Saoirse Ronan).
Nach der Der Herr der Ringe-Trilogie wird unter Filmfans Peter Jacksons derzeitige Arbeit an einer Verfilmung von Tolkiens Der Kleine Hobbit, der in zwei Teilen auf die Leinwände kommen soll: Der Hobbit – Eine unerwartete Reise, 2012 und Der Hobbit – Hin und wieder zurück, 2013, als eines der erfolgversprechendsten Filmproj
Zudem arbeitet Jackson seit Herbst 2007 zusammen mit Steven Spielberg (Regie) an drei Tim-und-Struppi-Filmen. Der erste Teil, Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn, kam im Oktober 2011 in die deutschen Kinos und spielte weltweit bisher knapp 240 Millionen US-Dollar ein. Ob Jackson wie angedacht die Regie beim zweiten der drei Filme übernehmen wird, ist bisher unklar. (Stand: Dezember 2011)
Jackson – Privatleben & Anekdoten
Jackson heiratete 1987 Fran Walsh, die selbst ein großer Filmfan ist. Sie arbeitet seitdem an fast all seinen Projekten als Co-Songwriterin, Drehbuchautorin oder Co-Produzentin mit. Sie gewann drei Oscars für den dritten Teil der Der Herr der Ringe-Trilogie. Mit ihr hat Jackson zwei Kinder namens Billy und Katie.
TAGS:
TV (145),
Heimkino (82),
Drama (3),
Fantasyfilm (2),
Peter Jackson (1),
Kate Winslet (1),
King Kong (1),
Tim und Struppi (1),
The Frighteners (1),
J.R.R. Tolkien (1),
Heavenly Creatures (1),
Saoirse Ronan (1),
Der Hobbit (1),
Horrofilm (1),
Der Herr der Ringe (1),
Michael J. Fox (1),
Stephen Spielberg (1)
Weitere Artikel zum Thema
|
|
|||||||