PS Vita folgt auf PSP
Vom Elektronikhersteller Sony ist die mobile Spielkonsole PS Vita seit Ende 2011 in Japan und ab dem 22. Februar 2012 in den USA und Europa erhältlich. Sie ist die Nachfolgerin der Playstation Portable (PSP) - Sonys erster Handheld-Konsole, von der seit 2004 über 70 Millionen Stück abgesetzt wurden. Die PS Vita erinnert in Form und Design an die
PSP, ist aber höher und breiter. Außerdem besitzt sie neben leistungsfähigeren Komponenten zahlreiche neue Funktionen. Zum Start ist das Handheld in zwei unterschiedlichen Varianten erhältlich: Das günstigere Wi-Fi-Modell kann nur über WLAN mit dem Internet verbunden werden. Die teurere Variante der PS Vita ist das 3G/Wi-Fi-Modell, mit dem Datenübertragung per Mobilfunknetz sowie GPS-Ortung möglich ist.
Die Hardware der PS Vita
In der PS Vita arbeitet ein vierkerniger ARM Cortex-A9 MPCore sowie die ebenfalls vierkernige Grafikeinheit PowerVR SGX543MP4+. Der Arbeitsspeicher beträgt 512 MB RAM, dazu kommen 128 MB Video-RAM(zum Vergleich: die PS3 verfügt über je 256 MB RAM sowie VRAM). Das Gewicht der PS Vita beträgt 260 (Wi-Fi) bzw. 279 (3G) Gramm, was knapp dem Gewicht des ersten PSP-Modells (der PSP-1000) entspricht. Dafür ist das Gerät mit den Dimensionen 182 x 83,5 x 18,6 mm (Breite x Höhe x Tiefe) etwas größer als die Vorgängerin. Der Bildschirm hat ein 16:9-Format und eine Diagonale von 5 Zoll (12,7 cm). Er besitzt eine Auflösung von 960 x 544 Pixeln und kann 16 Millionen Farben darstellen.
Da es sich um einen OLED Multi-Touch-Screen handelt, dient das berührungsempfindliche Display auch als
Eingabegerät. Auf der Rückseite der PS Vita befindet sich zudem ein Multi-Touch-Pad, über das bestimmte Spielaspekte gesteuert werden können. An klassischen Bedienelementen bietet die PS Vita ein sogenanntes D-Pad mit vier Richtungstasten, zwei Analog-Sticks, vier Aktions- und zwei Schulter-Buttons sowie Start- und Select-Taste. Ein Bewegungssensoren-System aus Gyroskop und Beschleunigungssensor, zudem einen elektronischen 3-Wege-Kompass, Front- und Rückseitenkamera und ein integriertes Mikrofon. So ergeben sich reichhaltige Möglichkeiten zur Interaktion des Spielers mit dem Handheld.
Die Software der PS Vita
Im Gegensatz zur PSP nutzt die PS Vita keine optischen Medien, Spiele werden entweder auf speziellen Flash Memory-Karten verkauft oder lassen sich aus dem Playstation Online-Store herunterladen und auf SD-Card-ähnlichen Speicherkarten ablegen. Zum Start des Geräts sind rund zwei Dutzend PS Vita-Spiele verfügbar, etwa die Hälfte davon von Sony Computer Entertainment selbst, die mit dem Action-Adventure "Uncharted: Golden Abyss" und den Rennspielen "Wipeout 2048" sowie "Motorstorm RC" einige ihrer populärsten Marken ins Feld schicken.
Auch zahlreiche Dritthersteller unterstützen die PS Vita von Beginn an mit hochwertigen Titeln: Von Ubisoft kommen zum Beispiel "Rayman Origins" und "
Lumines Electronic Symphony", von Sega "Virtua Tennis 4" und "Super Monkey Ball", von NamcoBandai "Ridge Racer" und "Touch My Katamari". Zudem ist die PS Vita abwärtskompatibel zur PSP, entsprechende Titel können online erworben werden.
Die PS Vita lässt sich nicht nur zum Spielen nutzen: Via 'Remote Play' kann von unterwegs auf Musik, Fotos und Filme zugegriffen werden, die auf der heimischen PS3 gespeichert sind. Und Apps für Facebook, Foursquare, Skype, Flickr oder Twitter sorgen für eine umfangreiche soziale Vernetzung des neuen Sony-Handhelds.