The Rolling Stones

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The Rolling Stones
Zusammenfassung
"The Rolling Stones" ist eine 1962 gegründete britische Rockband, die mit Hits wie "Satisfaction", "Paint It Black" und "Street Fighting Man" die Musik einer ganzen Generation geprägt hat. Nach dem Duo John Lennon / Paul McCartney von den Beatles gehören Mick Jagger und Keith Richards zu den erfolgreichsten Songwritern in der Geschichte der Rock-Musik, sowohl was die Platzierungen in Charts angeht, als auch vom kommerziellen Erfolg her. In den Jahren und Jahrzehnten nach der Gründung sind die Rolling Stones mit Alben wie "Aftermath", "Sticky Fingers", "Exile On Main Street" und "Some Girls" weltweit erfolgreich und eine der gefragtesten Tour-Bands.

Gründung der Rolling Stones

 

Obwohl Mick Jagger und Keith Richards in den 1950er Jahren gemeinsam die Dartford Maypole County Primary School besuchen, haben sie bis 1961 keinen engen Kontakt miteinander.

Erst Ende Oktober 1961 treffen sich Richards und Jagger zufällig auf einem Bahnhof wieder und kommen ins Gespräch. Sie entdecken ihre gemeinsame Vorliebe für Blues und gründen die Band "Little Boy Blue And The Blue Boys".

 

Über den Bluesmusiker Alexis Korner lernen sie 1962 den Gitarristen Brian Jones und den Pianisten Ian Stewart kennen. Der Bassist Bill Wyman stößt ebenfalls 1962 zur Band. Als Anfang 1963 schließlich der Schlagzeuger Charlie Watts einsteigt, sind die Rolling Stones in ihrer ersten Zusammensetzung komplett.

 

Den ersten Auftritt in dieser Formation hat die Band 1963 im Flamingo Jazz Club in Soho. Dabei nennen sie sich bereits "The Rolling Stones".

 

Aufstieg der Rolling Stones

 

1963 haben die Rolling Stones für acht Monate eine feste Anstellung im Crawdaddy Club. Dort wird der ehemaligethe rolling stones_1 Pressesprecher der Beatles, Andrew Loog Oldham, auf die Band aufmerksam. Er verschafft ihnen einen Schallplattenvertrag bei Decca und wird außerdem ihr neuer Manager.

Oldham promotet die Stones als "böse" Version der Beatles und sorgt außerdem dafür, dass Ian Stewart die Band verlässt. Stewart bleibt jedoch bis zu seinem Tod 1985 als Hauptroadie bei der Band und wirkt als Gastmusiker auf einigen Alben mit.

 

Die erste Single der Rolling Stones ist ein Cover von Chuck Berry’s "Come On". Der Song landet auf Platz 21 der UK-Charts. Daraufhin folgen noch einige mehr oder weniger erfolgreiche Coverversionen.

 

Der Durchbruch

 

Im Juni 1964 erscheint schließlich das erste in Großbritannien veröffentlichte Studioalbum "The Rolling Stones". Das Album beinhaltet unter anderem die von Jagger und Richards selbst komponierte Single "Tell Me (You’re Coming Back)". Der Song wird der erste Top 40-Hit in den USA.

 

Von nun an hält Oldman Jagger und Richards an, vermehrt eigene Songs zu schreiben bis sie 1965 mit "(I Can‘t Get No) Satisfaction" aus dem Album "Out Of Our Heads" Platz eins der Charts in den USA und Großbritannien erreichen und somit auch ihren weltweiten Durchbruch.

 

Die Superstars des Rock’n‘Roll

 

december's childrenNoch im selben Jahr erscheint das Album "December’s Children". Der Song "Get Off Of My Cloud", erklimmt ebenfalls die Spitze der US-amerikanischen und britischen Charts.

Die Stones avancieren zu Superstars des Rock’n’Roll.

 

Zwischen 1963 und 1967 befindet sich die Band durchgehend auf Konzertreisen und verbringt ihre Tage und Nächte in Tonstudios. Bis Ende 1966 sind die Mitglieder der Band ziemlich ausgebrannt. Besonders Brian Jones fällt es immer schwerer den anstrengenden Bandalltag ohne Drogenkonsum zu überstehen. Das macht sich vor allem auch auf der LP "Aftermath" und "Paint It Black" bemerkbar, deren "exotische" Einflüsse vor allem Brian Jones zugeschrieben werden.

 

Zudem werden die Texte der Stones anrüchiger und verstärken so das von Oldham forcierte Bad-Boy-Image. So muss die Band unter anderem bei einem Auftritt in der Ed Sullivan Show den Text der Single "Let’s Spend A Night Together" in "Let’s Spend Some Time Together" ändern.

 

1967 erscheint das Album "Between The Buttons". Es erreicht Platz drei der britischen Charts und Platz zwei der US-amerikanischen Charts.

 

Obwohl Drogen und Alkohol eine immer größere Rolle für die Band spielen und Jagger und Richards 1967 sogar wegen Drogenbesitzes verhaftet werden, gehen die Stones auf eine weitere Europa-Tournee.

 

their satanic majesties requestZudem erscheinen die Alben "Flowers" und "Their Satanic Majesties Request", gefolgt von den Alben "Jumpin' Jack Flash" (1968) und "Beggars Banquet" (1968).

 

1969 verlässt der wegen Drogenkonsums stark gesundheitlich angeschlagene Brian Jones die Band. Einen Monat später wird Jones tot in seinem Pool aufgefunden. Er wird alsbald durch den Gitarristen Mick Taylor ersetzt.

 

Noch im selben Jahr erscheint das Album "Let It Bleed". Außerdem begeben sich die Stones nach zweijähriger Bühnenabstinenz wieder auf US-Tournee. Die Band heuert für eines der Konzerte Mitglieder des Motorrad Clubs Hells Angels als Ordner an, um den Publikumsansturm unter Kontrolle zu halten. Dabei wird ein 18-jähriger Konzertbesucher von einem der Ordner erstochen. Der Vorfall ist im Live-Film "Gimme Shelter" deutlich zu sehen.

 

Die Siebziger

 

1970 endet der Plattenvertrag mit Decca. Aufgrund der hohen Steuerbelastung in England und den Rechtsstreitigkeiten mit ihrer alten Plattenfirma gehen die Stones nach Südfrankreich. Dort gründen sie ihr eigenes Label "Rolling Stones Records" als Teil von Atlantic Records.

 

Sticky Fingers1971 veröffentlicht die Band das Album "Sticky Fingers". Es ist das erste Album, auf dessen Innenhülle die bekannte rote Zunge abgebildet ist - das Markenzeichen der Rolling Stones.

 

Ein Jahr später erscheint das Doppelalbum "Exile On Main Street". Das Album gilt heute als eine der besten Veröffentlichungen der Band.

 

1974 löst Ron Wood Mick Taylor als Gitarrist ab. "Black And Blue" ist das erste Album auf dem auch Ron Wood dabei ist.

 

Neben zahlreicher Tourneen und mehreren Alben fallen die Stones in den Siebzigern aber auch durch ihre Skandale auf. So wird unter anderem Keith Richards 1977 in Kanada wegen Heroinbesitzes verhaftet. Ihm drohen sieben Jahre Gefängnis. Doch er wird schlussendlich nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt und sagt sich anschließend vom Heroin los.

 

Nach Richards Entzug folgt das Album "Some Girls" (1978). Das Album wird der größte Erfolg seit "Exile On Main Street". In den USA erreicht "Some Girls" Platz eins und hält sich insgesamt 32 Wochen in den Charts.

 

Die Achtziger

 

1980 erscheint das Album "Emotional Rescue" und 1981 das Album "Tattoo You".

Außerdem startet die Band noch im selben Jahr die bis dato größte und erfolgreichste Tournee der Musikgeschichte.Tattoo You

 

Dennoch sind die Achtziger für die Band von massiven Spannungen innerhalb der Gruppe geprägt. Vor allem die Unstimmigkeiten zwischen Richards und Jagger machen der Band schwer zu schaffen. So beginnt Jagger sich seiner Solokarriere zu widmen und auch Richards bringt mit "Talk Is Cheap" ein Soloalbum heraus.

 

1986 erhalten die Stones einen Grammy für ihr Lebenswerk und veröffentlichen das Album "Dirty Work".

 

Ende der Achtziger raufen sich Mick Jagger und Keith Richards wieder zusammen und schreiben zusammen Songs für ein neues Album.

Zudem werden die Rolling Stones 1989 in der Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.

 

Die Neunziger bis heute

 

bridges to babylonNach Erscheinen ihres 1989er-Albums "Steel Wheels" kehren die Stones nach sieben Jahren Live-Auszeit wieder auf die Bühne zurück. Flankiert von ihren neuen Studioalben "Voodoo Lounge" (1994) und "Bridges To Babylon" (1997). Die Alben werden zusammen mit dem Miles Davis-Bassisten Darryl Jones aufgenommen, da Bill Wyman nach dem Release des Live-Albums "Flashback" 1991 die Truppe verlassen hat.

"Vodoo Lounge" avanciert zu einem der bestverkauften Alben der Stones.

Auch der Longplayer "Bridges To Babylon" mit dem Hit "Anybody Seen My Baby" lässt die Erfolgswoge des Quartetts nicht abreißen.

 

2002 starten die Stones ihre Forty-Licks-Tournee. Im selben Jahr erscheint die Doppel-CD "Forty Licks". Auf dem Album sind erstmals Songs aus der gesamten Musikkarriere der Band enthalten. Das Album bietet so einen umfassenden Greatest-Hits-Überblick. Außerdem beinhaltet es vier neue Songs.

 

2005, acht Jahre nach dem letzten Studioalbum, wird "A Bigger Bang" veröffentlicht. Es ist das 22. Studioalbum der Rolling Stones und beinhaltet insgesamt 16 neue Songs. "A Bigger Bang" erreicht in Deutschland und Österreich jeweils den ersten Platz der Charts.

Die Stones begeben sich erneut auf Tournee.a bigger bang

 

Weihnachten 2007 erscheint mit "Rolled Gold +" eine Wiederauflage des bereits 1975 veröffentlichten Best Of-Albums. Auf zwei CDs finden sich 40 Songs der Stones-Frühphase von "Come On" (1963) bis zu "Wild Horses" (1971).

 

2010 kommt eine Neuauflage des 1972 veröffentlichten Albums "Exile on Main St." auf den Markt. Das Album beinhaltet zehn bis dahin offiziell unveröffentlichte Songs.

 

50 Jahre Rolling Stones

 

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Rolling Stones erscheint im Juli 2012 der Bildband "The Rolling Stones: 50". Außerdem ist die Veröffentlichung eines Dokumentarfilms im September 2012 geplant.

 

Diskografie

 

Studioalben

 

1964      The Rolling Stones / England's Newest Hit Makers (US)

1965      The Rolling Stones No. 2

              The Rolling Stones, Now!

              Out of Our Heads

              December’s Children (And Everybody’s)

1966      Aftermath

1967      Between the Buttons

              Their Satanic Majesties Request

1968      Beggars Banquet

1969      Let It Bleed

1971      Sticky Fingers

1972      Exile on Main St.

1973      Goats Head Soup

1974      It’s Only Rock ’n’ Roll

1976      Black and Blue

1978      Some Girls

1980      Emotional Rescue

1981      Tattoo You

1983      Undercover

1986      Dirty Work

1989      Steel Wheels

1994      Voodoo Lounge

1997      Bridges to Babylon

2005      A Bigger Bang

 

Live-Alben

 

1966      Got Live If You Want It!

1970      Get Yer Ya-Ya’s Out!

1977      Love You Live

1982      Still Life (American Concert 1981)

1991      Flashpoint

1995      Stripped

1996      Rock and Roll Circus

1998      No Security

2004      Live Licks

2008      Shine a Light (Original Soundtrack)

2011      The Brussels Affair ’73

2011      Some Girls – Live In Texas ’78

2012      Hampton Coliseum (Live 1981)

2012      L.A. Friday (Live 1975)

 

 
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