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Universal-LadegerätZusammenfassung
Das Universal-Ladegerät soll mit Smartphones von 14 verschiedenen Herstellern kompatibel sein. Ein Ladegerät für viele Geräte schont die Umwelt und den Geldbeutel. Die Stromversorgung der Lithium-Ionen-Batterie eines Smartphones mittels Universal-Laders erfolgt über einen Micro-USB-Anschluss am Handy. Der Strom kommt entweder direkt aus der Steckdose oder von einem Computer. Die Standards für das Universal-Ladegerät regte die EU an.
Inhalt
Der Standard für Universal-Ladegeräte
Die EU-Kommission schuf bereits im Jahr 2009 die Voraussetzungen für eine gemeinsame Ladegerät-Norm. Mit Hilfe
In einer Kampagne macht die EU-Kommission auf die neuen Universal-Ladegeräte aufmerksam: http://onechargerforall.eu/de/index.html. Dort werden Fragen zum MoU geklärt, technische Details vorgestellt sowie der jeweilige Entwicklungsstand dokumentiert.
Die Hersteller einigten sich darauf, dass die Kapazität eines Universal-Ladegeräts zwischen 500 und 1.500 mA (Milli-Ampere) betragen muss, während die Akku-Kapazität zwischen 400 und 2.400 mAh (Milli-Ampere-Stunden) liegen sollte. Der Nachteil dieser Spezifikation besteht darin, dass ein Ladevorgang dadurch bis zu sechs Stunden dauern kann. Das Ladekabel kann das Handy auch über einen Computer mit Strom versorgen.
Umwelt- und finanzieller Aspekt
Künftig sollen Smartphones ohne Ladegerät ausgeliefert werden. Das Universal-Ladegerät ist als Zubehör extra erhältlich. Einerseits verringert das die Anschaffungs-Kosten für ein Handy, andererseits fällt durch eine derartige Praxis weniger Elektronikschrott an, da nun in einem Haushalt ein einziges Ladegerät für alle vorhandenen Smartphones ausreicht. In einem YouTube-Video verweist die EU-Kommission auf die Kompatibilität des Universal-Ladegeräts mit unterschiedlichen Smartphone-Typen: http://www.youtube.com/watch?v=jIyo29pjgDI&feature=player_profilepage
Weniger Elektroabfälle
Rund 500 Millionen Handys sollen in den 27 EU-Ländern in Gebrauch sein (Stand: März 2011). Bisher schließt der Lieferumfang eines Mobiltelefons in der Regel ein Ladegerät mit ein. Für die unterschiedlichen Handy-Modelle existieren etwa 30 verschiedene Ladegerät-Typen. Bei der Anschaffung eines neuen Handys kauft der Verbraucher meist automatisch ein neues Ladegerät mit, obwohl das alte zwar noch voll funktionsfähig, jedoch mit dem neuen Gerät nicht kompatibel ist. Die alten Ladegeräte machen rund 51.000 Tonnen Elektroschrott pro Jahr in der EU aus.
Die Einführung des Universal-Ladegeräts verringert die Umweltbelastung. Erstens benötigt nicht jedes neue Smartphone ein neues Ladegerät, zweitens können sich mehrere Nutzer ein Universal-Ladegerät teilen und drittens arbeiten Universal-Ladegeräte laut Spezifikation stromsparender als die herkömmlichen Geräte.
Ausnahme: Apple
Zwar gehört auch die Firma Apple zu den Unterzeichnern der EU-Absichtserklärung, nutzt jedoch eine Ausnahmeregelung, um ihren eigenen Dock Connector zum Aufladen der Handys verbreiten zu können. Die Ausnahmeregelung sieht vor, dass Universal-Ladegeräte auch über einen Adapter, anstatt direkt mit dem Smartphone verbunden werden dürfen.
Die Ausnahmeregelung bei Universal-Ladegeräten
Generell gilt die zwischen EU und Herstellern vereinbarte Regelung in Sachen Univeral-Ladegeräte nur für Smartphones. Andere Geräte – wie etwa Tablet-PCs oder MP4-Player - müssen noch keine einheitliche Anschlussmöglichkeit für Universal-Ladegeräte aufweisen. Doch selbst bei Smartphones besteht eine Ausnahmeregelung: Laut Punkt 4.2.1 in der Absichtserklärung müssen nicht alle Geräte über eine Micro-USB-Schnittstelle verfügen. Es reicht, wenn sie über einen Adapter mit einem Universal-Ladegerät verbunden werden können. Einen entsprechenden Adapter müssen die Hersteller anbieten. Neben Apple sind bisher keine weiteren Hersteller bekannt, die von der Klausel Gebrauch machen würden.
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