So findest du den passenden Gimbal für ruhige und professionelle Aufnahmen
Du hast einen YouTube-Kanal, auf dem du deinen Alltag in Form von kurzen Videos teilst? Doch deine Clips werden kaum beachtet, weil das Bild so stark wackelt, wenn du unterwegs bist? Ein Gimbal löst das Problem. Schon wirken deine Videos viel professioneller.
Was ist ein Gimbal?
Ein Gimbal ist ein kleines Gerät zur Bildstabilisierung für Kameras und Smartphones. Es verfügt in der Regel über drei Achsen:
Neigen (Tilt): Gleicht Bewegungen nach oben und unten aus.
Schwenken (Pan): Gleicht Bewegungen nach links und rechts aus.
Drehen (Roll): Vermeidet seitliches Kippen.
Filmst du dich mit deinem Smartphone, während du die Straße entlang gehst und von deinem Tag erzählst, wackelt normalerweise das Bild, weil sich das Smartphone bei jedem Schritt leicht auf und ab bewegt. Die Aufhängung des Gimbals gleicht diese und andere Bewegungen aus. Schon wirkt es, als würde dich eine professionelle, auf Schienen rollende Kamera begleiten. Auch andere ausgedehnte Bewegungen wie ein Schwenk über die Landschaft oder eine 360°-Drehung in der ausverkauften Konzerthalle wirken durch die Stabilisierung mit dem Gimbal viel ruhiger.
Wie funktioniert der Gimbal?
Im Gimbal sind Bewegungssensoren und Gyroskope verbaut, die jede kleinste Kamerabewegung registrieren und sie an einen Motor weiterleiten. Dieser steuert gegen, damit die Schwankungen ausgeglichen werden. Software und zunehmend auch KI bearbeiten das Bild zusätzlich.
Um hektische Bewegungen zu vermeiden, während du ein aktives Objekt filmst, verwendest du die Tracking-Funktion. Du sagst dem Gerät, worauf es sich konzentrieren soll, und es folgt diesem Motiv automatisch. Dies kann dein über die Bühne tobender Lieblingssänger sein, der Löwe, der auf der Pirsch durch die Savanne streift, oder das Flugzeug, das bei einer Airshow Kunststücke in der Luft vorführt.
Welche verschiedenen Gimbal-Arten gibt es?
Gimbals sind auf Endgeräte wie Smartphones abgestimmt, sodass du dich bei deiner Auswahl an deinen zukünftigen Plänen orientieren solltest. Folgende Arten sind vertreten:
kompakte Gimbals für Smartphones, die du in der Hand trägst oder auf ein kleines, ausklappbares Stativ stellst
stärkere Gimbals für Kameras, die das Gewicht einer hochwertigen Kamera aushalten und ein echtes Stativ mitbringen
besonders flexible Gimbals für Actioncams, mit denen du sportliche Abenteuer dokumentierst
Nähere Angaben zu den Einsatzmöglichkeiten findest du in der jeweiligen Produktbeschreibung. Achte auch auf das angegebene Maximalgewicht, das der Gimbal aushält, und auf die Kompatibilität mit bestimmten Marken oder Betriebssystemen.
Welche Aufnahme-Modi sind sinnvoll?
Mit unterschiedlichen Aufnahme-Modi wie Pan-Follow oder Zeitraffer gelingen dir abwechslungsreiche und kreative Aufnahmen:
Follow-Modus: Die Kamera folgt dem Gimbal auf mehreren Achsen. So entstehen unverwackelte Aufnahmen beim Gehen oder in einem Fahrzeug.
Pan-Follow: Die Kamera folgt dem Gimbal auf der horizontalen Achse (Pan) für ruhige, stimmungsvolle Schwenke.
Lock-Modus: Die Kamera konzentriert sich auf einen von dir festgelegten Bildausschnitt. Richte sie auf eine weiter entfernte Sehenswürdigkeit, die stets zentral im Bild bleibt, wenn du darauf zugehst.
POV-Modus: In diesem Modus gibt die Kamera deinen Blickwinkel (Point of View) wieder, sodass deine Follower das Video durch deine Augen sehen. Dies wirkt gerade bei Interviews sehr persönlich.
Timelapse: In diesem Modus erstellst du Zeitrafferaufnahmen über einen längeren Zeitraum, z. B. bei Bauarbeiten oder beim Sonnenuntergang.
Eine Ergänzung zu den Aufnahme-Modi ist das Tracking: Dabei fixiert der Gimbal ein bestimmtes Motiv und verfolgt es.
Worauf solltest du beim Kauf eines Gimbals noch achten?
Beim Kauf deines neuen Gimbals sind folgende Aspekte entscheidend:
Die Nutzlast: Das maximal mögliche Gewicht, das der Gimbal aushält. Dies ist gerade bei Kamera-Gimbals wichtig, wenn zum Eigengewicht einer hochwertigen Systemkamera vielleicht noch ein Objektiv und ein Mikrofon hinzukommen.
Der Bewegungsbereich: Wird dieser mit 360 Grad angegeben, kann sich die Kamera komplett um die eigene Achse drehen. So gelingen dir Rundblicke bei Reisevideos oder auf Events.
Die Akkulaufzeit: Drehst du gerne Videos unterwegs in der Stadt oder auf Reisen, brauchst du einen starken Akku, damit du entsprechend lange Aufnahmen machen kannst.
USB-C-Anschluss: Dieser ermöglicht es dir, eine Powerbank anzuschließen und den Gimbal weiter mit Strom zu versorgen.
Stelle zuletzt sicher, dass Gimbal und Endgerät miteinander kommunizieren können. Bei Smartphones erfolgt dies in der Regel über eine App. Sie erlaubt es dir, mit dem Gimbal aus größerer Höhe zu filmen, während du die Kamera per App steuerst. Auch Kameras lassen sich oft über den Gimbal bedienen, wenn beide miteinander kompatibel sind.
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