So findest du die passende SD-Karte für Kamera, Smartphone und weitere Geräte
Du hast bei der Griechenland-Rundreise Hunderte Fotos und kurze Videos gemacht und ausgerechnet auf der Akropolis meldet deine Digitalkamera: Speicher voll! Kein Grund zur Panik. Du hast eine zusätzliche microSD-Karte dabei, die du nun gegen die volle Karte austauschst. Schon stehen dir wieder viele Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung.
Was ist eine SD-Karte?
SD-Karten sind kleine Flashspeicher, auf denen große Datenmengen abgespeichert werden können. Sie ähneln damit den beliebten USB-Sticks, werden aber in Form einer Plastikkarte direkt in das Gerät eingelegt, dessen interner Speicherplatz ergänzt werden soll, zum Beispiel:
Smartphones
Tablets
Digitalkameras
Spielekonsolen
Navigationsgeräte
Drohnen
Hobbyfotografen haben unterwegs fast immer zusätzliche Exemplare dabei, damit sie volle SD-Karten nach langen Bildstrecken oder Videos schnell auswechseln können.
Welche verschiedenen SD-Speicherkarten gibt es?
Mittlerweile gibt es vier Generationen SD-Speicherkarten, deren Kapazität sukzessive zugenommen hat:
SD (Secure Digital): bis 2 GB
SDHC (Secure Digital High Capacity): bis 32 GB
SDXC (Secure Digital eXtended Capacity): bis 2 TB
SDUC (Secure Digital Ultra Capacity): bis 128 TB
Während die originale SD-Speicherkarte heute selten geworden ist, sind insbesondere SDHC und SDXC weitverbreitet. Die jüngste Generation der SDUC-Karten steht jedoch schon in den Startlöchern.
Neben der originalen Bauform gibt es eine kleinere Ausführung, die platzsparende microSD-Karte. Auch sie ist in mehreren Varianten mit entsprechenden Bezeichnungen erhältlich:
microSD
microSDHC
microSDXC
microSDUC
In der Bedienungsanleitung deines Endgerätes findest du Hinweise darauf, welche Bauform du benötigst.
Was bedeuten Geschwindigkeitsklassen wie Class 10, UHS und V60 bei SD-Karten?
Geschwindigkeitsklassen geben bei SD-Karten an, wie schnell sie die Daten dauerhaft schreiben können. Dies ist zum Beispiel bei Fotoserien wichtig: Die Kamera erzeugt mit jedem Bild sehr große RAW-Dateien, die die SD-Speicherkarte schnell verarbeiten und speichern muss. Die Klassen im Überblick:
Ältere C-Klassen sind mit Ausnahme von Class 6 mit 6 MB/s und Class 10 mit 10 MB/s kaum noch im Einsatz.
Neuere U-Klassen haben sie ersetzt. Aktuell gibt es U1 (10 MB/s) und U3 (30 MB/s).
Die leistungsstarken V-Klassen V30 (30 MB/s), V60 (60 MB/s) und V90 (90 MB/s) wurden speziell für Videos entwickelt.
Eine weitere Geschwindigkeit, die du beachten solltest, ist UHS (Ultra High Speed). Sie beschreibt die Schnelligkeit der Schnittstelle. Hier gibt es drei Generationen:
UHS-I: bis 104 MB/s
UHS-II: bis 312 MB/s
UHS-III: bis 624 MB/s
Für die meisten Nutzer ist UHS-I ausreichend. Nur wenn du mit einer hochwertigen Systemkamera Serienaufnahmen oder hochauflösende Videos in 4K oder 8K anfertigst, solltest du UHS-II wählen, damit die Schnittstelle nicht zum Flaschenhals der Datenübertragung wird.
Welche SD-Karte passt zu meinem Smartphone oder meiner Kamera?
Die Auswahl der richtigen SD-Speicherkarte hängt vom vorhandenen Kartenslot (SD oder microSD) und von deinen Bedürfnissen ab. Einige Beispiele, die ebenso für Geräte wie Tablets und Spielkonsolen gelten:
Smartphone bei normaler Nutzung: microSDHC mit bis zu 32 GB Speicherplatz und Class-10- oder U1-Geschwindigkeit
Smartphone bei intensiver Nutzung wie längere Videos: microSDXC mit bis zu 1 TB Speicherplatz und U3- oder V30-Geschwindigkeit
Digitalkamera bei einfacher Nutzung (Familienfotos etc.): SDHC oder SDXC mit bis zu 1 TB Speicherplatz, Class-10/U1-Geschwindigkeit
Digitalkamera bei professioneller Nutzung (Fotoshootings, Filme): SDXC mit bis zu 2 TB Speicherplatz, U3-/V30-Geschwindigkeit
Wichtig: Prüfe stets vorab, welche Karten dein Endgerät unterstützt. Eine sehr schnelle SD-Karte der U6-/V60-Geschwindigkeit erfordert ein Zusammenspiel mit der schnellen UHS-II-Schnittstelle, doch für diese sind viele ältere Kameras, Smartphones und Tablets gar nicht gerüstet.
Wozu dient ein Kartenleser für SD-Karten?
Mit einem Kartenleser überträgst du den Inhalt deiner SD-Karte auf ein anderes Medium. Hast du beim Ausflug in die Berge 500 Fotos mit deiner Digitalkamera gemacht, nimmst du die SD-Speicherkarte zu Hause heraus und legst sie in das Lesegerät. Dieses macht sie in der Datenverwaltung deines Computers sichtbar. Nun kopierst du sie auf den Rechner, damit du sie nachbearbeiten und anderen Teilnehmern des Ausflugs schicken kannst.
Ein Tipp: Lesegeräte, die sowohl SD-Karten als auch microSD-Karten auslesen, sind besonders flexibel. Ein modernes USB-C-Kabel erlaubt eine schnellere Übertragung als ältere USB-A-Anschlüsse.
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