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CES 2026: Die wichtigsten Technik-Trends für das Jahr

MediaMagazin-Redaktion8. JÄNNER 2026
Alt-Text-Vorschlag:  „Weißer Service-Roboter von LG mit schwarzem Display-Gesicht und leuchtenden Augen trägt einen Teller mit Gebäck durch ein modernes Wohnzimmer; im Hintergrund sitzen verschwommen eine Frau und ein Kind vor einem eingeschalteten Fernseher.“

Foto: LG

Entdecke hier die größten Technik-Trends der CES 2026: Edge AI, Wearables und Longevity-Tech, Roboter, die neuesten Smart Glasses und vieles mehr.

🕑 Lesedauer: 6 Minuten

CES 2026: Die Trends

Unser Leben wäre ganz ohne Technik nicht mehr vorstellbar. Und so zeigt die CES 2026 (Consumer Electronics Show) in Las Vegas in eindrucksvoller Weise, wohin sich unser technischer Alltag in den kommenden Jahren entwickeln könnte. Künstliche Intelligenz ist schon längst nicht mehr optional und bleibt das zentrale Innovationsthema. Im Zentrum des Interesses bleiben aber auch Smart Glasses, die einen großen Entwicklungssprung absolviert haben, sowie Roboter und Technik für die Gesundheit. Hier ist eine Übersicht über die aus unserer Sicht relevantesten Technik-Trends des Jahres 2026.

Suchst du die spannendsten Produkthighlights der Messe? Diese findest du in unserem Artikel „CES 2026: Diese Highlights solltest du nicht verpassen“.

Hologramm-Assistent in zylindrischem Gerät auf RGB-beleuchtetem Gaming-Schreibtisch in futuristischem Zimmer.

Foto: Lepro

1. KI-Evolution

Wenn wir von künstlicher Intelligenz sprechen, meinen wir aber nicht eine einzige, große Intelligenz, sondern eine Vielzahl kleiner und großer Systeme, wie beispielsweise Large Language Models (LLMs). Darüber hinaus gibt es auch darauf aufbauende Sprach- und persönliche Assistenten sowie eine Vielzahl an intelligenten Funktionen in Haushalts- und Unterhaltungselektronik. Dieser Trend zur Spezialisierung dürfte sich auch 2026 fortsetzen.

KI am Gerät statt in der Cloud

Viele Geräte, wie etwa Smartphones, Kameras oder Haushaltshelfer, verfügen schon heute über intelligente Funktionen, die den Alltag bequemer und einfacher machen. Solche KI-Modelle gelten als Teil von „Edge AI“. Sie laufen direkt auf den Endgeräten (also am Rand des Netzwerks) und nicht in der Cloud. Man findet sie sowohl auf Alltagsgeräten als auch in Maschinen oder autonomen Fahrzeugen, denn dort müssen die von den Sensoren erfassten Daten – oft ohne Umweg über die Cloud – in Sekundenbruchteilen analysiert werden. Für die Benutzer bringt Edge AI entscheidende Vorteile, weil es eine schnellere Reaktionszeit, tiefergehende Personalisierung und einen besseren Schutz der Privatsphäre bedeutet. Diese Technologie zählt derzeit zu den Top-Technik-Trends, erfordert allerdings auch leistungsstärkere Prozessoren. Auf der CES 2026 haben unter anderem AMD und Nordic Semiconductor solche Systeme vorgestellt.

AMD Ryzen AI 400 Series Chip, freigestellt vor schwarzem Hintergrund als Produktdarstellung.

Foto: AMD

KI wird menschenzentrierter

Künstliche Intelligenz ist schon längst in unserem Leben angekommen. Sie findet sich bereits in Smartphones, Fernsehern und vielen anderen Alltagsgeräten. Nun soll sie menschenzentrierter werden. Das bedeutet, dass nicht länger der Wettlauf um Automation oder Daten zählt, sondern, wie sie unseren Alltag verbessern kann. Wie etwa beim Kühlschrank „Bespoke AI Refrigerator Family Hub“ von Samsung, der nicht nur frisch eingelegte Lebensmittel erkennt, sondern auch die Vorlieben der Benutzer und daraufhin intelligent eine „Einkaufsliste“ vorschlägt. LG spricht hier sogar von der Vision eines „Zero Labor Homes“, also einem Zuhause, das fast ganz ohne menschliches Zutun funktioniert. Einige der Arbeiten werden von „CLOiD“ erledigt, einem humanoiden Roboter. Um die Haustiere kümmert sich die Futterstation von Cheerble, die nicht nur bis zu sechs Fellnasen unterscheiden, sondern auch deren spezielle Diäten verwalten kann.

Schlichte, schlanke Wearables Armbänder in Silber, Gold und Schwarz, als elegantes Schmuckaccessoire dargestellt.

Foto: Nirva

2. Wearables: Neue Funktionen

Wearables erfassen heute schon sehr viele Körperdaten. Künftig könnte daraus ein ganzheitliches Gesundheits-Ökosystem werden, das Stress sowie ungesunde Lebensmuster erkennt und auf Gesundheitsrisiken hinweist. Auch hier ist eine Abkehr von der Cloud geplant. Die sensiblen Daten sollen auf dem Gerät selbst ausgewertet werden. Zudem könnten Wearables in Zukunft als Schmuck „getarnt“ sein, wie es Nirva mit seinen „AI-Jewels“ vorzeigt. Die stylischen Halsketten und Armbänder beherrschen Journaling, können die Stimmung erfassen und sogar Wellness-Tipps geben. Der Ring „Vocci“ von Gyges Labs kann hingegen Gespräche oder andere wichtige Momente im Leben seines Benutzers als Audioaufzeichnung festhalten. Generell zählen Wearables zu den angesagten Technik-Trends.

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3. Longevity-Tech: Länger leben durch KI?

Der globale Longevity-Trend, also das Streben nach einem langen und gesunden Leben, ist ebenfalls auf der CES 2026 angekommen. Dabei verschiebt sich das Ziel der Technik, wie oben bereits angedeutet, vom reinen Fitnesstracking hin zu präventiver Gesundheitsoptimierung.

Intelligente Wearables für Früherkennung

Neue Sensoren erfassen immer tiefergehende Körperdaten, die von Stressmustern bis hin zur Erholungsfähigkeit reichen. Die KI erkennt dabei Trends und macht Vorschläge zur Verbesserung der Gesundheit, wie etwa bei der intelligenten Waage „Body Scan 2“ von Withings. Sie kann laut Hersteller ihren Benutzer auf ein Bluthochdruckrisiko hinweisen und eine Bewertung von Zellgesundheit, Stoffwechsel und Blutzuckerregulation erstellen. Ungleichgewichte im Körper können so frühzeitig erkannt werden.

KI als persönlicher Coach

Die Haut ist der Spiegel der Seele und des Lebensstils. Amorepacific zeigt auf der Messe daher den „AI Beauty Mirror“, der auf Wunsch eine KI-Hautanalyse durchführt. Dieser prüft unter anderem auf Signale der Hautalterung und Hautveränderungen. Anschließend schlägt der schlaue Spiegel passende Pflegeprodukte vor, um die Haut elastisch und gesund zu erhalten.

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4. Haushaltsroboter entwickeln sich weiter

In Las Vegas gibt es auf der CES nun die erste Welle wirklich brauchbarer Alltagsroboter zu sehen. Diese werden, den aktuellen Technik-Trends entsprechend, künftig nicht nur zur Reinigung von Boden und Fenstern eingesetzt, sondern übernehmen auch andere Haushaltstätigkeiten. Das wohl plakativste Beispiel dafür ist der bereits erwähnte „CLOiD“ von LG. Der Trend liegt hier bei Technologien, die den Menschen ergänzen, aber nicht ersetzen. Saug- und Mähroboter diverser Hersteller sind mit praktischen Zusatzfunktionen ausgestattet, wie etwa der „R2 Pro“ von Robotin. Er kann Teppiche waschen und anschließend wieder trocknen. Der „Saros Rover“ von Roborock kann hingegen zwei Beine ausklappen und damit Hindernisse wie Treppen ganz ohne menschliche Hilfe überwinden. Der „Dreame X60 Max Ultra Complete“ ist nicht einmal acht Zentimeter hoch und kommt damit unter so gut wie jede Couch.

Features wie KI-Mapping, Wischsysteme mit automatischem Mopp-Wechsel und automatische Staubentleerung gelten hingegen bereits als Grundausstattung eines Saugroboters.

Innovativ

Der unterhaltungsfreudige Roboter „Nylo“ betreut dieses Jahr, allein und ganz ohne Zutun eines Menschen, den CES-Stand seines Herstellers.

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5. Smart Glasses: Der Durchbruch

Zahlreiche Unternehmen haben gemäß den angesagten Technik-Trends bereits Erfolg versprechende Prototypen vorgestellt. Nun könnten 2026 alltagstaugliche Modelle in Sicht rücken. Bei jenen Modellen, die KI an Bord haben, steht vor allem die Übersetzung von Sprache im Vordergrund. Das geschieht entweder durch das Einblenden von Untertiteln, wie bei der „Leion Hey2“ von LLVision, der mehr als 100 Sprachen beherrscht und ohne merkliche Verzögerungen in Echtzeit übersetzt. Oder über Sprache, wie bei den „Infinix AI Glasses“, die den übersetzten Text über Open-Ear-Lautsprecher ausgeben. Intelligente Brillen kommen aber auch von Herstellern, die man eher anderen Produktfeldern zuordnet, wie zum Beispiel XGIMI mit der „MemoMind“. Aber auch Kopfhörer werden intelligent und übernehmen Live-Übersetzungen für den Benutzer, wie beispielsweise die Buds von EarFun oder Timekettle, bei Letzteren sind sogar verschiedene LLMs fix integriert.

Spannend

In puncto Design sind so gut wie alle KI-Brillen kaum mehr von traditionellen Modellen zu unterscheiden. Die Technik ist gut versteckt und mit dem freien Auge so gut wie nicht mehr sichtbar.

Menschenmenge auf der CES-Messe, Fachbesucher tauschen sich an Ständen über neue Techniktrends aus.

Foto: Consumer Technology Association (CTA)