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Warum sich beim Gaming Bluetooth-Kopfhörer nicht eignen

MediaMagazin-Redaktion8. FEBRUAR 2026
Gaming Bluetooth-Kopfhörer eignen sich tatsächlich auch nur bedingt zum Zocken.

Foto: Florian Mistlbacher / Content Creation GmbH

Du solltest in jedem Fall beim Gaming Bluetooth-Kopfhörer durch kabelgebundene Lösungen oder Headsets mit Dongle tauschen. Wir erklären dir, warum.

🕑 Lesedauer: 5 Minuten

Gaming-Bluetooth-Kopfhörer

Es ist keineswegs eine Geschmackssache, sondern für viele Gamer eine Tatsache, dass beim Gaming Bluetooth-Kopfhörer eher ungeeignet sind. Das hat in der Tat vor allem mit der Übertragungsgeschwindigkeit des Audiosignals zu tun. Wir sehen uns das in der Folge anhand des JBL Quantum 810 Wireless näher an.

Ein wichtiger Punkt aber gleich vorab: Die tatsächliche Verzögerung hängt stark vom verwendeten Bluetooth-Standard und vom unterstützten Audio-Codec ab. Moderne Varianten wie aptX Adaptive oder LC3 (Bluetooth LE Audio) können die Latenz deutlich reduzieren, erreichen aber in der Regel trotzdem nicht die Stabilität und Reaktionsgeschwindigkeit einer kabelgebundenen oder 2,4-GHz-Dongle-Verbindung.

Kabelgebundene Headphones eignen sich in der Tat auch besser zum Zocken.

Foto: Florian Mistlbacher / Content Creation GmbH

Headset mit Kabel

Am schnellsten findet die Soundübertragung tatsächlich bei einem kabelgebundenen Headset statt. Die Latenz liegt hier praktisch im nicht spürbaren Bereich (meist < 5 ms), also nahezu verzögerungsfrei. Da keine zusätzliche Komprimierung oder Funkübertragung nötig ist, gilt die Kabelverbindung nach wie vor als Referenzlösung für kompetitives Gaming.

Gaming Bluetooth-Kopfhörer eignen sich tatsächlich auch nur bedingt fürs Gaming.

Foto: Florian Mistlbacher / Content Creation GmbH

Headset samt Dongle

Viele Headsets haben generell einen Dongle im Lieferumfang. Mit anderen Worten einem Empfangsteil, welches man in die USB-Buchse des Rechners steckt. Damit findet die Übertragung des Audiosignals zwar ebenfalls kabellos statt, die Latenzen liegen hier je nach Modell zwischen 10 und 30 ms, was ebenfalls absolut gamingtauglich ist. Diese 2,4-GHz-Funklösungen sind speziell für Gaming optimiert und umgehen typische Bluetooth-Probleme wie höhere Latenzen oder Profil-Wechsel bei aktiver Mikrofon-Nutzung.

Gaming Bluetooth-Kopfhörer

Bei Bluetooth ist die Verzögerung wiederum etwas größer. Moderne Bluetooth-Codecs wie aptX Adaptive oder LC3 (Bluetooth LE Audio) schaffen heute Latenzen von 30–50 ms. Damit reicht es fürs Musikhören, Filme oder auch für Casual-Gaming völlig aus. Im E-Sport oder bei schnellen Shootern bleibt Bluetooth aber weiterhin spürbar langsamer als Dongle oder Kabel. Die Verzögerung variiert allerdings je nach Gerät. Moderne Bluetooth-Kopfhörer mit Low-Latency-Codecs können deutlich bessere Werte erreichen.

Dennoch: Für kompetitives Gaming, wie beispielsweise in Shootern oder schnellen Multiplayer-Titeln, ist die Latenz meist weiterhin zu hoch, für Gelegenheitsspieler kann Bluetooth hingegen durchaus ausreichend sein.

Gaming Bluetooth-Kopfhörer eignen sich tatsächlich auch nur bedingt zum Gaming.

Foto: Florian Mistlbacher / Content Creation GmbH

Warum ist ein Gaming Bluetooth-Kopfhörer ungeeignet?

Für hochwertige Wiedergabe wird meist das A2DP-Profil genutzt. Wird zusätzlich das Mikrofon aktiviert, wechseln viele Geräte ins HFP/HSP-Profil mit reduzierter Qualität. Das sogenannte „Handsfree Profile“ wird auch in Autos verwendet, um die Freisprecheinrichtung zu bedienen. Neben der höheren Latenz und der deutlich reduzierten Audioqualität spricht noch ein weiterer Punkt gegen die Verwendung von einem Gaming Bluetooth-Kopfhörer. Das HFP verwendet nämlich meist ein Mono-Signal, damit die duale Übertragung möglich wird. Und das klingt alles andere als berauschend.

Zwar unterstützen moderne Bluetooth-Versionen inzwischen effizientere Codecs und teilweise verbesserte Mikrofonübertragungen, dennoch schalten viele Geräte beim Aktivieren des Mikrofons automatisch in ein Profil mit reduzierter Audioqualität. Dadurch sinkt die Klangqualität weiterhin spürbar, besonders bei Spielen, in denen räumlicher Sound entscheidend ist. Diese Probleme lassen sich durch ein kabelgebundenes Headset oder eines mit einem Dongle abwenden.

Gaming Bluetooth-Kopfhörer eignen sich tatsächlich auch nur bedingt zum Gaming.

Foto: Florian Mistlbacher / Content Creation GmbH

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Warum klingt mein Bluetooth-Headset plötzlich schlechter, wenn ich ins Spiel-Voice-Chat gehe?
Sobald das Mikrofon aktiv wird, wechseln viele Geräte ins sogenannte Handsfree-Profil (HFP). Dadurch wird die Audioqualität reduziert, oft auf Mono, um gleichzeitiges Sprechen und Hören zu ermöglichen.

Sind Hybrid-Headsets (Dongle + Bluetooth) die beste Lösung?
Für viele Gamer ja. Sie bieten die niedrige Latenz über 2,4 GHz beim Spielen und zusätzlich Bluetooth für Smartphone oder Musik unterwegs.

Kann ich Bluetooth für Singleplayer-Spiele verwenden?
Ja. Bei Story-Games oder entspannten Titeln fällt eine leichte Verzögerung oft nicht störend auf. Kritisch wird es vor allem bei kompetitiven Multiplayer-Spielen, in denen jede Millisekunde zählt.

Ist Bluetooth 5.3 oder 5.4 nicht schnell genug fürs Gaming?
Neuere Bluetooth-Versionen verbessern Stabilität und Energieeffizienz. Die Latenz hängt jedoch stärker vom verwendeten Audio-Profil und Codec ab als von der Versionsnummer selbst.

Was ist der Unterschied zwischen Bluetooth und 2,4-GHz-Dongle?
Headsets mit USB-Dongle nutzen meist eine proprietäre 2,4-GHz-Funkverbindung. Diese ist speziell für geringe Latenz optimiert und deutlich schneller als klassisches Bluetooth. Daher sind solche Modelle fürs Gaming besser geeignet.

Fazit

Bluetooth-Kopfhörer sind im Alltag praktisch und liefern beim Musikhören oder Streaming solide Ergebnisse. Beim Gaming, und das vor allem im kompetitiven Bereich, stoßen sie jedoch technisch an Grenzen. Höhere Latenz und reduzierte Klangqualität bei aktiver Mikrofonübertragung können das Spielerlebnis deutlich beeinträchtigen. Wer Wert auf präzise Audio-Ortung, stabile Verbindung und schnelle Reaktionszeiten legt, fährt mit einem kabelgebundenen Headset oder einem Modell mit 2,4-GHz-Dongle klar besser. Für Gelegenheitsspieler kann Bluetooth hingegen absolut ausreichend sein.