Den perfekten Gaming-Monitor finden

Foto: nimis69/iStock
Wenn du dir einen Gaming-Monitor kaufen willst, solltest du bei einer Neuanschaffung eine Reihe an Faktoren berücksichtigen. Wir haben die ausschlaggebenden Features zusammengefasst und verschaffen dir einen anschaulichen Überblick.
Neuen Gaming-Monitor finden
Wenn du gerne länger und intensiver zockst, dann weißt du, dass das richtige Set-up ein wichtiger Faktor für den Gamingspaß ist. Neben dem optimalen Gaming-PC und Zubehör wie Maus oder Tastatur spielt auch der perfekte Monitor eine große Rolle. Hier ist ein kleiner Leitfaden, wenn du dir jetzt einen Gaming-Monitor kaufen willst.
1. Das ideale Format
Die Wahl der Bildschirmgröße eines neuen Gaming-Monitors wirkt sich direkt auf die Qualität des Gaming-Erlebnisses aus. Je größer, desto besser, gilt aber nicht unbedingt. Bei zu großen Bildschirmen kann bei geringem Sitzabstand die Bildqualität leiden, da einzelne Pixel sichtbar werden. 24 bis 27 Zoll gelten hier als optimaler Standard. Bei größeren Monitoren solltest du mehr Abstand einplanen.
Für noch mehr Immersion setzen viele Gamer mittlerweile auf Ultrawide- oder Curved-Monitore, die ein breiteres Sichtfeld bieten und besonders bei Racing- oder Simulationsspielen Vorteile bringen. Zur Verbindung mit dem PC stehen DisplayPort, HDMI und USB-C zur Verfügung. Ältere Anschlüsse wie DVI spielen heute kaum noch eine Rolle.
2. Die optimale Auflösung
Full HD, WQHD oder doch 4K? Bei der Wahl der Auflösung spielt die Bildschirmgröße eine wichtige Rolle. Bis zu 24 Zoll kann man problemlos zu Full HD greifen. Bei größeren Monitoren empfiehlt sich mindestens WQHD (2560 × 1440), um eine scharfe Darstellung zu gewährleisten. Sonst können einzelne Bildpunkte sichtbar werden und das Bild „verwaschen” wirken.
Wichtig: Die Auflösung sollte immer zur Leistung des Gaming-PCs oder der Konsole passen, damit Spiele flüssig dargestellt werden können. 4K lohnt sich daher vor allem bei großen Displays und leistungsstarker Hardware.

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3. Bildwiederholfrequenz
Der Wert der Bildwiederholfrequenz wird bei Monitoren und auch Fernsehern meist in Hz (= Hertz) angegeben. Sie bezeichnet die Anzahl der Einzelbilder pro Sekunde, die vom Gerät dargestellt werden. Falsch ist in diesem Zusammenhang, Spiele mit Filmen zu vergleichen. Während letztere mit 24 (Kino) beziehungsweise 25 (TV) Bildern pro Sekunde laufen, müssen Games einen wesentlich höheren Wert erzielen, um flüssig wahrgenommen zu werden.
Generell: 60 Bilder pro Sekunde gelten heute als Mindeststandard. Dann kannst du davon ausgehen, dass Bildschirminhalte flüssig dargestellt werden. Beim Gaming setzt du jedoch besser auf mindestens 144 Hz. Dann kannst du vor allem bei hektischen Actiongames schnell reagieren und hast keinen Nachteil. Dabei solltest du jedoch darauf achten, dass der PC das Game auch mit 144 FPS (Bildern pro Sekunde) darstellen kann, da es sonst zu Tearing-Effekten (= Bildrissen) kommt.
4. Reaktionszeit
Dieser Wert gibt an, wie schnell ein Pixel seine Farbe wechseln kann. Gerade bei schnellen Spielen wie Shootern ist dieser Wert entscheidend. Ein Wert von 1 ms (Millisekunde) gilt als ideal fürs Gaming, da Bewegungen dadurch schärfer dargestellt werden und weniger Schlieren entstehen.
5. Panel-Typ: IPS, VA oder OLED
Das Panel ist das eigentliche „Display“ im Monitor, also die Technik, die das Bild erzeugt. Verschiedene Panel-Arten sorgen dafür, dass Farben, Kontrast und Blickwinkel unterschiedlich dargestellt werden. Der Panel-Typ beeinflusst daher direkt, wie gut ein Spiel aussieht und wie angenehm das Bild wahrgenommen wird. Diese Panels sind relevant:
- IPS: gute Farben und stabile Blickwinkel, ideal für Allround-Gaming
- VA: hoher Kontrast, besonders geeignet für dunkle Szenen
- OLED: beste Bildqualität mit satten Farben und perfektem Schwarz, allerdings meist teurer
Für die meisten Gamer sind IPS-Displays der beste Kompromiss aus Preis und Bildqualität.
6. Adaptive Sync (FreeSync & G-Sync)
Moderne Gaming-Monitore unterstützen Technologien wie „AMD FreeSync” oder „NVIDIA G-Sync”. Diese synchronisieren die Bildrate zwischen Grafikkarte und Monitor. Das verhindert Bildrisse (Tearing) und sorgt für ein deutlich flüssigeres Spielerlebnis, vor allem bei schwankenden FPS. Lies mehr zu diesem Thema unter „Gaming-Monitor: So wichtig sind G-Sync und FreeSync”.
7. Anschlüsse und Konsolen-Gaming
Neben DisplayPort und HDMI spielt auch die Nutzung mit Konsolen eine Rolle. Wenn du mit einer PlayStation 5 oder Xbox Series X spielst, solltest du auf HDMI 2.1 achten. Nur damit sind 4K bei 120 Hz möglich. Außerdem wird USB-C immer wichtiger, etwa für Laptops oder flexible Set-ups.
8. HDR und Zusatzfeatures
HDR (High Dynamic Range) sorgt für bessere Kontraste und lebendigere Farben. Allerdings bieten erst höherwertige Monitore ein wirklich sichtbares HDR-Erlebnis. Weitere Features, die sinnvoll sein können:
- höhenverstellbarer Standfuß
- Blaulichtfilter für längere Sessions
- integrierte Lautsprecher (wenn du das möchtest)

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FAQ: Häufig gestellte Fragen
Welche Bildschirmgröße ist für Gaming ideal?
Für die meisten Set-ups sind 24 bis 27 Zoll eine gute Wahl. Wenn du mehr Immersion möchtest, kannst du zu größeren oder Ultrawide-Monitoren greifen. Du solltest dann aber auch ausreichend Sitzabstand einplanen.
Brauche ich unbedingt 144 Hz oder mehr?
Für Gelegenheitsspieler reichen oft 60 Hz. Wer jedoch schnelle Spiele wie Shooter oder Rennspiele spielt, profitiert deutlich von 120 oder 144 Hz, da Bewegungen flüssiger dargestellt werden. Mehr erfährst du im Artikel: „Gaming-Monitor kaufen: Die Vorteile von 144 Hz".
Ist ein Curved-Monitor sinnvoll?
Curved-Monitore können das Spielerlebnis intensiver machen, vor allem bei großen oder breiten Displays. Für klassische Set-ups mit kleineren Monitoren ist der Unterschied jedoch meist gering.
Welche Auflösung passt zu meiner Grafikkarte?
Die Auflösung sollte immer zur Leistung des Systems passen. Ein schwächerer PC kann bei zu hoher Auflösung schnell an seine Grenzen kommen, was zu ruckelndem Gameplay führt.
Sind Gaming-Monitore auch für den Alltag geeignet?
Ja. Viele Gaming-Monitore eignen sich auch gut für Office, Streaming oder Bildbearbeitung (vor allem Modelle mit IPS-Panel und guter Farbdarstellung).
Fazit
Welcher Gaming-Monitor der perfekte für dich ist, hängt stark davon ab, wie und was du spielst. Während Größe und Auflösung für die Bildschärfe entscheidend sind, sorgen eine hohe Bildwiederholrate und eine niedrige Reaktionszeit für ein flüssiges Spielerlebnis. Auch der Panel-Typ spielt eine wichtige Rolle, da er beeinflusst, wie Farben und Kontraste dargestellt werden. Moderne Features wie Adaptive Sync oder HDMI 2.1 können zusätzlich den Unterschied machen, vor allem bei leistungsstarker Hardware oder Konsolen. Mache dir daher im ersten Schritt eine Liste mit den Anforderungen, die du an den neuen Bildschirm stellst. Dann kannst du Monitor sowie System gut aufeinander abstimmen und findest schneller das passende Modell.
