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NanoCell vs. OLED - Welcher TV ist tatsächlich besser?

MediaMagazin-Redaktion17. OKTOBER 2024
Zwei Personen blicken auf einen Fernseher mit Streaming-Interface auf einem Holzschrank mit Kreismustern. Hinten: Fenster und Pflanzen.

Foto: Kitreel/Shutterstock

NanoCell vs. OLED

Wer sich ein neues TV-Gerät zulegen möchte, steht unweigerlich vor der Frage nach der optimalen TV-Technologie. Soll es vielleicht ein OLED-Fernseher werden, der für sein tiefes und „echtes“ Schwarz beliebt ist. Oder vielleicht doch ein NanoCell-TV, mit welchem man das Fernsehbild aus so ziemlich allen Blickwinkeln gut verfolgen kann. Und wie war das noch genau mit dem Einbrennen des Bilds? Um sich für die richtige Technologie zu entscheiden, ist es hilfreich, sie besser zu verstehen. Wir haben daher die beiden Display-Technologien etwas genauer unter die Lupe genommen. NanoCell vs. OLED: Wer hat wo die Nase vorne?

1. Die Vorteile von NanoCell

Diese TV-Technologie wurde vom südkoreanischen Hersteller LG entwickelt. Im Gegensatz zu OLED benötigt ein NanoCell-Fernseher eine Hintergrundbeleuchtung. Diese stammt im Regelfall von LEDs, manchmal kommen auch Mini-LEDs zum Einsatz. Darüber hinaus ist noch eine Schicht an speziellen Nanopartikeln eingezogen, welche für eine optimale Farbdarstellung, einen großen HDR-Farbraum und möglichst echte Schwarztöne sorgen. Ein OLED-Schwarz wird allerdings nicht erreicht. Damit sind diese Geräte nicht für jene Heimkino-Fans zu empfehlen, die gerne in sehr dunkler Umgebung fernsehen. Diese müssen sich zudem mit einem Graustich in den dunklen Bildbereichen abfinden. Ein NanoCell-TV liefert jedoch ein Fernsehbild mit exzellenter Helligkeit und scharfen Kontrasten. Der gefürchtete Einbrenn-Effekt spielt darauf übrigens so gut wie keine Rolle mehr.

2. Die Vorteile von OLED

Im Gegensatz zum NanoCell-Fernseher benötigt ein OLED-TV keine Hintergrundbeleuchtung. Die organischen LEDs besitzen nämlich selbstleuchtende Dioden. Durch das gezielte Abschalten einzelner LEDs wird ein tiefes „echtes Schwarz“ erreicht. Zudem sorgt die extrem schnelle Reaktionszeit dafür, dass keine Bewegungsunschärfe entsteht. Aber vor allem in puncto Kontrast kann OLED wirklich überzeugen. Mit dieser Technologie kann man also ein qualitativ hochwertiges Fernsehbild genießen, das allerdings ein wenig dunkler ausfällt als bei einem NanoCell-Modell. Mit anderen Worten, wenn es in puncto Bildqualität heißt NanoCell vs. OLED, dann hat letzterer die Nase eindeutig vorne. Einziges Manko: Bei starkem Umgebungslicht (zum Beispiel Sonnenlicht durch das Fenster) sinkt die Bildqualität.

3. Oder doch vielleicht QLED?

QLED-Fernseher und NanoCell-Geräten sind sich vom Aufbau nicht unähnlich. Sie sind beide auf eine Hintergrundbeleuchtung angewiesen, um das Fernsehbild darzustellen. Diese Technologie wird vor allem von Samsung eingesetzt, allerdings nicht ausschließlich. Im Gegensatz zum NanoCell-TV sind beim QLED keine Nanopartikel mit an Bord, sondern sogenannte Quantum-Dots. Diese sind ebenfalls mit einer speziellen Beschichtung versehen und sollen damit die Farbdarstellung verbessern.

Zusammenfassung

  • NanoCell-Fernseher sind in puncto Helligkeit und Farben fast unschlagbar.
  • Dafür sind sie in Sachen „Schwarz“ nicht ganz auf dem Niveau eines OLED-TV.
  • Auch bei der Reaktionszeit kommen sie nicht an OLED heran.
  • Man kann auch aus einem extremen Winkel den Bildschirm betrachten.
  • Allerdings benötigen sie für die Hintergrundbeleuchtung etwas mehr Energie und Platz. Deshalb sind NanoCell-TVs etwas tiefer als OLED-Modelle.
  • OLED-Fernseher sind hingegen schlanker und beherrschen „echtes“ Schwarz.
  • Sie sind zwar oft höherpreisiger, verbrauchen aber weniger Energie, da sie keine Hintergrundbeleuchtung speisen müssen.
  • Das Bild kann, wenn man es nicht verhindert, mitunter auch „einbrennen“.
  • QLED-TVs sind eventuell eine Alternative zu NanoCell. Sie funktionieren ebenfalls mit einer eigenen Hintergrundbeleuchtung und setzen sogenannte Quantum-Dots ein. Alles zu dieser Technologie lesen Sie im Artikel „QLED vs. OLED: Welcher Fernseher hat die Nase vorn“.

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