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Intrinsisch motivieren: So helfen Wearables dabei

MediaMagazin-Redaktion31. DEZEMBER 2025
 Person steht barfuß auf einer Waage, im Vordergrund zeigt eine Smartwatch am Handgelenk Puls, Schritte und Kalorien, daneben Sportschuhe und Hanteln.

Foto: Aleksey Boyko/Shutterstock

Wie kannst du dich selbst intrinsisch motivieren, um regelmäßig Bewegung zu machen und welche Rolle spielen Wearables dabei? Hol dir hier die Erklärung.

Intrinsisch motivieren: So funktioniert es

Wenn du regelmäßig Sport ausübst, weil du es gerne tust, nicht weil es auf dem Trainingsplan steht, dann kannst du dich für diese Aktivitäten intrinsisch motivieren. Das kannst du am besten, wenn du weißt, dass es deiner Gesundheit hilft. Dann verfolgst du eine spezielle Motivation die sich klar von anderen Methoden, wie beispielsweise von SMART-Zielen (vage Wünsche in klare Ziele verwandeln) oder der Eisenhower Matrix (Einteilung von Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit) unterscheidet. Auch motivierende positive Sprüche schlagen in eine andere Kerbe. Die optimale Unterstützung kannst du dir dabei unter anderem von Wearables holen. Sie zeigen dir, wo du in deinen Plänen noch Aufholbedarf hast. Hier ist eine kurze Analyse, wie dich Tracker und Co. sinnvoll beim Motivieren zur Bewegung unterstützen können.

Doppelbelichtung einer Frau vor Sonnenuntergang: im Vordergrund reckt sie siegessicher die Arme, im Hintergrund ihr Profil im warmen orangefarbenen Himmel.

Foto: KieferPix/Shutterstock

Wie kann ich mich intrinsisch motivieren?

Wenn du in einer Aufgabe einen Sinn für dich erkennen kannst und sie zu deinen eigenen Interessen und Werten passt, dann entsteht die Motivation dafür aus dir selbst heraus. Das nennt man intrinsische Motivation. Das Gegenstück ist die extrinsische Motivation, bei der du aufgrund von äußeren Reizen handelst. Du wartest auf die Reaktionen, Belohnungen oder den Zuspruch aus deinem Umfeld.

Leichter verständlich wird das Prinzip anhand eines Beispiels. Wenn du Gewicht verlieren möchtest, dann kann der Anstoß dazu von außen kommen, etwa durch den Rat von Ärzten. Er kann aber auch in dir selbst entstehen, weil du dich in deinem Körper nicht mehr wohlfühlst. Intrinsisch motivierte Ziele kannst du leichter und längerfristiger verfolgen, weil du die Aufgabe als sinnvolle Herausforderung erlebst und neugierig bist, ob du das gesetzte Ziel auch wirklich erreichst.

 Smartwatch am Handgelenk, daneben schwebt ein holografisches Display mit bunten Diagrammen zu Schritten, Kalorienverbrauch und Herzfrequenz in moderner Umgebung.

Foto: Namomooyim/Shutterstock

Was leisten Wearables für die Motivation?

Wenn du gute Neujahrsvorsätze fasst, dann sind deine Erwartungen, wie die vieler anderer Menschen, manchmal nicht ganz realistisch. Das wiederum dämpft dein Ziel, dich dafür intrinsisch motivieren zu können. Nehmen wir beispielsweise den oft gefassten Wunsch, das Leben ab jetzt mit mehr Bewegung zu verbringen. Dabei können dir etwa Fitnesstracker mit integriertem Schrittzähler eine wertvolle Hilfe sein. Sie leiten dich nicht zu Höchstleistungen hin, sondern zu regelmäßiger Aktivität, die auch im Alltag Platz hat.

Bewegung aufzeigen

Wearables, wie etwa Fitnesstracker oder Smartwatches, führen dir jede Form von Bewegung anschaulich vor. Das kann ein gemütlicher Spaziergang in der Mittagspause sein, der Weg ins Büro oder auch die Fahrt mit dem Rad zum nächsten Supermarkt. Am Ende des Tages siehst du, wie viel du dich bewegt hast. Meist ist das viel mehr, als du eigentlich vermutet hast. Das wiederum nimmt Druck von deinen Schultern und hilft dir dabei, Spaß an der Bewegung zu erlangen.

Ziele selbst festlegen

Ein großer Vorteil von Wearables ist, dass du selbst deine Ziele setzen kannst. Egal, ob du eine bestimmte Schrittanzahl, aktive Minuten pro Tag oder ein wöchentliches Aktivitätsziel hast, du kannst dein Bewegungsziel an deinen Alltag anpassen. Damit entsteht ein Rahmen, in dem du dich viel besser intrinsisch motivieren und Überforderung verhindern kannst.

Welches Wearable eignet sich für mich?

Wearables, also Smartwatches, Fitnesstracker und Co., setzen in erster Linie auf extrinsische Motivation. Viele Modelle verwenden Gamification, um eine auf den ersten Blick monotone Übung in eine echte Herausforderung zu verwandeln. Mit anderen Worten, wirst du für das Erreichen eines Ziels belohnt (Badge, Level etc.) und gleichzeitig dazu angeregt, die eigene Leistung noch weiter zu verbessern für weitere Belohnungen. Denn wenn du Schrittzähler oder Fitnesstracker über längere Zeit hinweg verwendest, dann siehst du schwarz auf weiß, was sich verändert. Für Einsteiger eignet sich ein Schrittzähler hervorragend. In Kombination mit einem Fitnesstracker kannst du deine Alltagsbewegungen nachvollziehen und so immer mehr Freude an der Bewegung gewinnen.

Frau schläft entspannt im Bett, den Kopf auf dem Arm ruhend, während ein Fitness-Tracker am Handgelenk ihre Herzfrequenz und Schlafdaten auf dem Display anzeigt.

Foto: Andrey_Popov/Shutterstock

Welche Rolle spielen Schlaftracker?

Dein aktiver Blick auf die Gesundheit endet nicht, wenn du abends ins Bett gehst. Wie fit und konzentriert du dich am nächsten Tag fühlst, wird nämlich maßgeblich durch deinen Schlaf bestimmt. Ein Schlaftracker bereitet dir diese Phase anschaulich auf. Er zeigt dir nicht nur, wie lange, sondern auch, wie gut du schläfst. Er liefert dir Informationen zu Schlafphasen, Unterbrechungen und wie gut du dich erholt hast. Der eigentliche Mehrwert liegt aber darin, dass du Zusammenhänge erkennen kannst. Die negativen Einflüsse von Alkohol, Stress, zu viel Bildschirmarbeit oder zu spätem Training werden in der Analyse sichtbar – und auch nachvollziehbar. Du bekommst in der Folge ganz konkrete Hinweise darauf, wie du künftig deinen Schlaf verbessern kannst. Neue Wearables tracken sogar die Herzfrequenz, damit du sofort siehst, ob du ausreichend erholt bist oder ob mehr Ruhe nötig ist.

Schlafanalyse unterstützt dich dabei,

  • konstantere Schlafzeiten und einen stabilen Schlafrhythmus zu etablieren.
  • abendliche Gewohnheiten, wie etwa das Spielen am Handy oder das Aktivitätsniveau, gezielt anzupassen.
  • tagsüber belastbarer, fokussierter und ausgeglichener zu sein.

Wie helfen Wearables bei intrinsischer Motivation?

Fitnesstracker, Smartwatches oder smarte Ringe setzen in erster Linie auf extrinsische Motivation. Sie bieten Challenges oder Badges, um dir konstant neue Herausforderungen zu liefern. Sie können aber auch in die intrinsische Motivation einzahlen, wenn du es schaffst, dich von der Gamification zu lösen. Damit Bewegung Freude macht und du sie in deinen Alltag einbaust, weil du es willst (und nicht, weil du es musst), dann muss sie freiwillig, selbstbestimmt und interessant für dich sein. Nur dann besteht die Chance, dass du an deinem neuen Lebensstil auch wirklich dran bleibst und nicht in alte Muster zurückfällst. Aber wie können Wearables die intrinsische Motivation stärken? Mit einem Wearable erhältst du kontinuierlich Daten zu Bewegung, Schlaf oder Puls. Das macht nicht nur die Fortschritte sichtbarer, sondern schärft auch das Bewusstsein für die eigene Gesundheit. Wenn du die Bewegung als ein wichtiges Ziel „für dich“ erlebst und nicht „für andere“, dann hast du es geschafft.

So setzt du Wearables richtig ein

1. Du nutzt die Daten, die dir Wearables liefern, um dein Körpergefühl zu schärfen, nicht um es zu ersetzen. Du fragst dich beispielsweise „Fühle ich mich erholt?“ und gleichst diese Wahrnehmung mit den Schlafdaten ab. ​2. Du definierst deine persönlichen Ziele von innen heraus, wie etwa „schmerzfrei laufen“, „besser schlafen“ oder „mehr Energie im Alltag“. Anschließend nutzt du das Wearable als Feedback-Tool zu diesen Zielen, nicht als alleinigen Motivator.​3. Du wählst Features, die deine Autonomie und Kompetenz stärken. Das können eigene Zielsetzungen, flexible Trainingspläne, trendbasierte Auswertungen oder mehr sein. Gleichzeitig reduzierst du den sogenannten „Score-Junk“, der durch die dauernden Rankings und die Belohnungslogik entsteht. ​


Wegweiser mit der Aufschrift „Motivation“ vor blauem Himmel und strahlender Sonne, symbolisiert inneren Antrieb und positive Ausrichtung in die Zukunft.

Foto: ESB Professional/Shutterstock

Fazit

Wearables sind kein Garant für intrinsische Motivation. Sie können aber, wenn du sie richtig einsetzt, ein ausgezeichnetes Werkzeug sein, um dein eigenes „Warum“ sichtbarer und im Alltag präsenter zu machen. Aber sei vorsichtig, es bleibt das Risiko, in die alte, extrinsische Schiene (Motivation von außen) abzurutschen.

Welche Wearables zu dir passen, hängt nicht nur von technischen Daten ab, sondern auch von deinem Alltag und deinen persönlichen Zielen. Wenn du einen unkomplizierten Einstieg suchst und mehr Bewegung in deinen Tag bringen möchtest, ist ein Fitnesstracker mit Schrittzähler oft die beste Wahl. Er begleitet dich dezent durch den Alltag, und hilft dir, aktiv zu bleiben, ohne dich mit zu vielen Funktionen zu überfordern. Wenn Sport einen festen Platz in deinem Leben hat oder du deine Gesundheit ganzheitlich im Blick behalten möchtest, bieten Smartwatches und Sportuhren einen größeren Funktionsumfang, wie beispielsweise integriertes Schlaftracking. Für alle, die es besonders minimalistisch mögen, sind smarte Ringe eine spannende Alternative. Diese Wearables konzentrieren sich stark auf Regeneration, Schlaf und allgemeines Wohlbefinden.