Bildbeschreibung ist nicht vorhanden

Tageslichtlampe und Lichtwecker gegen Winterdepression

MediaMagazin-Redaktion6. JÄNNER 2026

Foto: Image Point Fr/Shutterstock

Du fühlst dich nach dem Aufwachen schlapp und niedergeschlagen? Wir erklären dir, wie Tageslichtlampe und Lichtwecker dabei helfen können.

🕑 Lesedauer: 5 Minuten

Was bringen Tageslichtlampe und Lichtwecker?

Wenn die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger werden, dann fällt vielleicht auch dir das Aufstehen besonders schwer. Ein unerbittlicher Alarmton unterbricht den wohltuenden Schlaf und leitet dich in einen Morgen, der sich noch dunkel und kalt anfühlt. Das kann dazu führen, dass du dich schon früh am Tag unausgeschlafen und gestresst fühlst. Hier simuliert ein Lichtwecker einen langsamen Sonnenaufgang und hilft dir dabei, sanfter aufzuwachen. Zu einem guten Start in den Tag kann dir auch ein Lichtwecker verhelfen. Wir erklären dir, wie Tageslichtlampen und Lichtwecker funktionieren, wobei sie dir helfen können, für wen sie sich besonders gut eignen und worauf du beim Kauf achten solltest.

Foto: PhotoSGH/Shutterstock

1. Wie funktionieren Tageslichtlampen?

Diese Lampen versuchen das Licht der Sonne so realistisch wie möglich nachzubilden. Dazu nutzen sie eine Farbtemperatur von etwa 5.000 bis 6.500 Kelvin, ähnlich wie das natürliche Tageslicht. Eine sogenannte Vollspektrum-Tageslichtlampe kommt dem echten Sonnenlicht schon sehr nahe. Moderne Geräte funktionieren überwiegend mit LED-Technologie samt phosphorbasierten Weiß-LEDs und UV-Filter.

Wie verhilft eine Tageslichtlampe zu mehr Energie?

Der Kontakt mit Tageslicht regt im Körper die Bildung des Glückshormons Serotonin an. Dieses hilft uns morgens aufzustehen und wirkt gegen saisonale Depressionen, den Winterblues. Sein Gegenspieler ist das Melatonin, das abends müde macht und beim Einschlafen hilft. Um auch im Winter mit wenig Tageslicht nicht in trübe Stimmung zu verfallen, hilft der Einsatz einer Tageslichtlampe. Mit ihrer Hilfe kann man, vereinfacht formuliert, den Körper dazu bringen, Serotonin zu bilden und die Stimmung hebt sich.

Für wen eignet sich eine Tageslichtlampe?

Wenn du dich in der kalten Jahreszeit generell müde, schlapp und schlecht gelaunt fühlst, dann könnte dir eine Lampe mit Tageslichtfunktion helfen. Auch bei Schlafträgheit oder einem erhöhten Schlafbedürfnis kann sie dir helfen, das fehlende Tageslicht teilweise zu kompensieren. Darüber hinaus ist sie für Menschen, die in einem Raum ohne Fenster arbeiten (beispielsweise in einer Profiküche oder unter Tag), geeignet.

Wie nutze ich Tageslichtlampen im Alltag?

Die genaue Nutzungsdauer hängt von der Lichtstärke ab. Am besten du benutzt die Lampe gleich morgens, bis zu einer Stunde nach dem Aufstehen. Dann ist erstens der Effekt am größten und zweitens tankst du gleich Energie für einen guten Start in den Tag. Wenn du sie am späten Nachmittag oder Abend einschaltest, dann kann das hingegen das Einschlafen erschweren. Positioniere die Lampe vor oder neben dir, je nach Modell wird ein Abstand von 20 bis 60 Zentimetern empfohlen. Du kannst dabei frühstücken, lesen oder arbeiten. Du solltest nur nicht direkt in die Lampe hineinschauen. Die Anwendung darf täglich erfolgen und die ersten positiven Effekte können sich bereits nach wenigen Tagen einstellen.

Tageslichtlampe kaufen: Tipps

1. Licht

Eine sogenannte Vollspektrum-Tageslichtlampe strahlt Licht aus, das dem Sonnenlicht sehr ähnlich ist. Es enthält die sieben Farben des natürlichen Lichtspektrums, aber im Idealfall keine UV- oder Infrarotstrahlung. Wenn du tägliche Lichtduschen durchführen willst, sind Geräte mit 10.000 Lux empfehlenswert. Gute Modelle sollten auf weißes Licht setzen und eine Helligkeitsregelung haben, damit du die Lichtstärke den Bedürfnissen anpassen kannst.

2. Größe

Eine große Leuchtfläche sorgt für eine gleichmäßige Lichtverteilung und reduziert Blendungen, wie sie bei kleineren Modellen häufiger auftreten. Wichtig ist, dass du die Lampe in die gewünschte Position neigen kannst.

3. Einstellungen

Für den Gebrauch ist eine Timer-Funktion sehr praktisch. Dann musst du nicht ständig auf die Uhr schauen, denn die Lampe schaltet sich nach gewünschter Behandlungsdauer einfach aus. Manche Geräte lassen sich auch per App steuern. Das ist praktisch, wenn du ohnehin oft zum Smartphone greifst, um etwa zu spielen oder ein Video anzuschauen. Du solltest außerdem Geräte mit Qualitätszeichen (zum Beispiel TÜV) bevorzugen.Welche Tageslichtlampe am besten zu dir passt, zeigen wir dir im Artikel „Tageslichtlampen im Vergleich“.

Ein Lichtwecker bereits das Aufwecken langsam vor.

Foto: David Prado Perucha/Shutterstock

2. Wie funktioniert ein Lichtwecker?

Damit du besonders sanft und natürlich aufwachst, simuliert der Lichtwecker einen Sonnenaufgang für dich. Je nach Modell beginnt er nicht erst zur eingestellten Weckzeit, sondern schon bis zu 60 Minuten vorher. Das Licht wird dabei schrittweise heller und steigert sich von einem schwachen, warmen Ton bis hin zu einer deutlich helleren Tageslichtstufe. Das kannst du auch durch die geschlossenen Augen wahrnehmen und dein Körper reagiert darauf. Viele Tageslichtwecker kombinieren diesen Effekt noch mit sanften Klängen oder Musik.

Sorgt ein Lichtwecker für einen besseren Schlafrhythmus?

Unser Schlaf-Wach-Rhythmus hat sich lange an den natürlichen Lichtverhältnissen orientiert. Heute jedoch sind künstliche Beleuchtung und Bildschirmlichter allgegenwärtig und bringen diesen Rhythmus aus dem Gleichgewicht. Das merkst du besonders im Winter, wenn am Morgen das Tageslicht fehlt. Es signalisiert dem Körper eigentlich, dass es Zeit ist aufzustehen. Diesen Mangel kann ein Wecker mit Sonnenaufgangsfunktion positiv beeinflussen. Er erhellt stufenweise das Zimmer und bereitet den Körper sanft auf das Aufwachen vor. Ein Lichtwecker kann daher dem Schlafrhythmus durchaus zuträglich sein.

Eignet sich ein Lichtwecker für mich?

Ein Lichtwecker kann nahezu allen Menschen helfen, morgens sanft aufzustehen. Du musst keine Schlafprobleme oder eine Winterdepression haben, um ihn zu benutzen. Allerdings wirst du am meisten profitieren, wenn du morgens oft müde und schlapp aufwachst oder bei Dunkelheit nur schwer aufstehst. Besonders hilfreich ist ein Lichtwecker für Schichtarbeiter oder jene die sehr früh aufstehen müssen, wie beispielsweise Bäcker. Ideal sind sie auch für alle, die durch laute Wecktöne aus dem Schlaf geschreckt werden und so einen schlechten Start in den Tag haben.

Wie nutze ich den Lichtwecker richtig?

Damit der Wecker optimal wirken kann, ist es wichtig, dass du ihn am richtigen Platz aufstellst. Idealerweise positionierst du ihn auf dem Nachttisch, damit das Licht dein Gesicht gut erreicht. Es sollte dich dabei aber nicht blenden. Am besten probierst du die vorhandenen Einstellungen aus, bis du die passende Lichtstärke und Weckdauer findest. Dein Körper stellt sich vermutlich nicht sofort auf die neue Aufwach-Methode ein. Gib ihm ein paar Tage Zeit, damit er lernt, auf das Licht und die Klänge zu reagieren. Eine Studie aus der Chronobiologie in Basel deutet darauf hin, dass Lichtwecker das subjektive Wohlbefinden und die Stimmung verbessern können. Du solltest also bereits nach kurzer Zeit entspannter in den Tag starten.

Lichtwecker kaufen: Tipps

Damit der Lichtwecker sich möglichst gut an deine individuellen Bedürfnisse anpassen kann, solltest du beim Kauf auf diese Punkte achten.

1. Bedienung

Wichtig ist, dass sich der Wecker mit Sonnenaufgangsfunktion einfach und intuitiv bedienen lässt. Die Handhabung sollte gerade morgens, wenn du noch etwas verschlafen bist, keine Herausforderung darstellen. Das bedeutet, er sollte eine einfache Menüführung und einen großen, gut lesbaren Bildschirm besitzen.

2. Lichteinstellungen

Da nicht alle Menschen gleich intensiv auf das ansteigende Tageslicht reagieren, muss der Lichtreiz immer ausreichend stark sein. Daher sollte sich die Helligkeit in mehreren Stufen anpassen lassen. Der Tageslichtwecker darf dich aber auch nicht blenden. Schließlich ist noch wichtig, dass sich die Dauer des künstlichen Sonnenaufgangs anpassen lässt, damit du möglichst natürlich geweckt wirst.

3. Signaltöne und Radio

Viele Modelle unterstützen das sanfte Aufwachen mit Tönen, Musik oder Radio. Das können Naturklänge, wie beispielsweise Vogelzwitschern, Waldambiente oder Wasserrauschen sein. Aber auch sanfte Signaltöne wie etwa ein Glockenspiel (engl. „Chime“) finden Anwendung.Welcher Lichtwecker am besten zu dir passt, erklären wir dir im Artikel „Wecken mit Licht: So helfen Lichtwecker beim Aufstehen“.

Frau liest ein Buch mit eingeschalteter Tageslichtlampe.

Foto: Image Point Fr/Shutterstock

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Fazit

Sowohl Tageslichtlampen als auch Lichtwecker nutzen die Wirkung von Licht auf unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, verfolgen dabei aber unterschiedliche Ansätze. Eine Tageslichtlampe wird gezielt eingesetzt, um dem Körper morgens oder tagsüber einen starken Lichtreiz zu geben und so Wachheit, Konzentration und Stimmung zu unterstützen. Ein Lichtwecker hingegen sorgt bereits vor dem Aufstehen für einen sanften Übergang vom Schlaf in den Tag. Durch die Simulation eines Sonnenaufgangs kann er das Aufwachen angenehmer gestalten und Schlafträgheit reduzieren. Welche Lösung besser für dich geeignet ist, hängt von deinen persönlichen Bedürfnissen ab. In vielen Fällen können sich beide Geräte sogar sinnvoll ergänzen.