Handy lädt langsam: 5 Tipps und Lösungen

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Du steckst das Handy ans Ladekabel oder legst es auf die Ladematte, doch es lädt nur langsam? Wir verraten dir, was du tun kannst, um das Laden zu beschleunigen.
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Handy lädt langsam: Tipps
Moderne Smartphones sind echte Kapazunder in puncto Aufladen. Mit Schnellladefunktionen sowie Ladeleistungen jenseits der 100 Watt sind die mobilen Begleiter oft in weniger als einer Stunde wieder einsatzbereit. Bei einigen aktuellen Geräten sind sogar Ladeleistungen von 120, 150 oder bis zu 240 Watt möglich, etwa mit dem USB-Power-Delivery-Standard (USB-PD 3.1). Im Alltag sieht die Situation allerdings oft ganz anders aus. Du steckst dein Telefon ans Ladekabel, doch das Handy lädt langsam und die Batterieanzeige klettert nur sehr zögerlich nach oben. Woran liegt es, wenn der Akku nur im Schneckentempo geladen wird? Wir haben hier eine Checkliste mit fünf Punkten, mit der du dein Handy hoffentlich wieder schneller auftanken kannst.
1. Die Lade-Hardware prüfen
Wenn das Smartphone schon länger am Ladekabel hängt, aber sich der Ladebalken kaum nach oben bewegt, dann solltest du im ersten Schritt einen Blick auf die Hardware werfen. Passen Ladekabel und Netzteil in puncto Ladeleistung nicht zum Mobiltelefon, dann kann der Ladevorgang durchaus länger dauern. Noch wichtiger ist allerdings, dass Netzteil und Kabel den passenden Schnellladestandard unterstützen. Dazu zählen etwa USB Power Delivery (PD), Qualcomm Quick Charge, Samsung Super Fast Charging oder andere herstellerspezifische Schnellladetechnologien. Besitzt du bei Netzteil, Ladekabel und Handy ein Patchwork-System von verschiedenen Herstellern, funktioniert das Laden zwar meist problemlos, allerdings möglicherweise nicht mit der maximalen Geschwindigkeit. Am besten verwendet man ein Ladegerät, das die vom Smartphone unterstützten Schnellladestandards erfüllt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Netzteil oder Ladekabel defekt sind. Zuerst kannst du das Zubehör auf offensichtliche Fehler kontrollieren und dann Schritt für Schritt austauschen.
Hinweis: Nicht nur das Netzteil entscheidet über die Ladegeschwindigkeit, auch das verwendete Kabel spielt eine wichtige Rolle. Gerade bei modernen USB-C-Anschlüssen gibt es große Unterschiede bei der unterstützten Ladeleistung. Manche Kabel sind nur für einfache Ladeleistungen ausgelegt und können Schnellladen gar nicht vollständig übertragen.

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2. Hintergrundaktualisierungen
Wenn der Ladebalken nur im Schneckentempo wächst, dann kann mitunter eine Ressourcen-hungrige App dafür verantwortlich sein. Welche Anwendung das genau ist, kannst du in den Einstellungen des Telefons überprüfen. Bei Android-Telefonen findet sich der betreffende Menüpunkt unter „Akku“ (oder „Batterie“) und dann „Akkuverbrauch“. Bei Apple unter dem Punkt „Batterie“. Hier siehst du eine Hitliste jener Apps, die seit der letzten Vollladung die meiste Energie verbraucht haben. Im ersten Schritt hilft oft ein Neustart, beziehungsweise kannst du einer App die Nutzung im Hintergrund einschränken. Das heißt normalerweise, dass sich die App weniger oft frische Daten aus dem Internet holt. Ist es ein Programm, das man nicht mehr benötigt, dann solltest du es gleich deinstallieren.
Hinweis: Einige Smartphones besitzen außerdem Funktionen wie „Optimiertes Laden“, „Adaptive Charging“ oder „Akkuschutz“. Dabei wird der Akku bewusst langsamer geladen, um seine Lebensdauer zu verlängern. In diesem Fall wirkt das Laden zwar langsamer, dient aber der Schonung des Handys.
3. Hände weg vom Smartphone
Wenn du dein Mobiltelefon so rasch wie möglich aufladen möchtest, nutzt du es am besten während des Ladevorgangs nicht. Der eingeschaltete Bildschirm, aktive Anwendungen und auch jene im Hintergrund nagen allesamt an der Akkuladung. Du kannst sogar so weit gehen, das Handy während der Stromzufuhr in den Flugmodus zu versetzen. Oder noch besser, das Telefon gänzlich auszuschalten. Das Laden erzeugt nämlich Wärme im Smartphone. Rufst du dazu noch aufwändige Apps auf oder zockst eventuell sogar Games parallel zum Ladevorgang, dann entsteht noch mehr Wärme im Gerät. Um ein Überhitzen zu verhindern, kann das Handy dann die Ladeleistung zurückfahren. Durch diese Maßnahme werden Schäden am Akku oder am Telefon selbst verhindert.
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4. Ausgangsleistung prüfen
Bist du viel unterwegs, dann hast du nicht immer eine Steckdose in Reichweite. Das heißt, du lädst das Smartphone mitunter an anderen Stromquellen auf, wie zum Beispiel an einer Powerbank, dem USB-Port am Notebook oder an der „Bordspannungssteckdose“ im Auto. Dabei solltest du allerdings beachten, dass diese Anschlüsse eine viel geringere Ausgangsleistung haben wie eine „normale“ Steckdose. Mit anderen Worten, das Aufladen dauert dort viel länger. Du solltest daher viel mehr Zeit für den Ladevorgang einplanen.
5. Port reinigen
Wenn das Handy nicht oder nur langsam lädt, kann Schmutz im USB-C-Port (oder bei älteren Geräten im Lightning-Port) dafür verantwortlich sein. Willst du den Staub oder andere Rückstände entfernen, solltest du jedoch sehr vorsichtig vorgehen, um die Buchse nicht zu beschädigen. Statt eines Wattestäbchens empfehlen viele Hersteller heute einen Holzzahnstocher oder vorsichtige Druckluft, um Fussel oder Staub zu lösen. Mit spitzen und scharfen Gegenständen solltest du auf keinen Fall im Port herumstochern. Wasser oder andere Flüssigkeiten sind ebenfalls tabu. Manchmal hilft auch schon ein vorsichtiges Hineinblasen, um Staub und Flusen zu lösen.

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Zusammenfassung
- Am besten Ladekabel und Netzteile verwenden, die passende Schnellladestandards unterstützen.
- Die „hungrigsten“ Apps herausfinden und verhindern, dass diese sich im Hintergrund aktualisieren. Werden sie nicht mehr gebraucht, dann deinstallierst du sie am besten.
- Während des Aufladens das Handy nicht benutzen. Wenn möglich, solltest du es dabei in den Flugmodus versetzen oder ganz ausschalten.
- Benutzt du eine Powerbank, die Steckdose im Auto oder den USB-C-Port am Notebook, kann das Laden durch die geringe Ausgangsleistung generell länger dauern.
- Ein verschmutzter USB-Port kann das Laden verlangsamen. Beim Reinigen ist allerdings Vorsicht geboten, um die Buchse nicht zu beschädigen.
