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Starke Naturfotos mit dem Smartphone

MediaMagazin-Redaktion6. JUNI 2021
Person mit Rucksack fotografiert Landschaft an einem See mit Smartphone.

Foto: Jochen Lorenz/Content Creation GmbH

Mit etwas Vorbereitung und den richtigen Tipps holst du das Beste aus deiner Smartphone-Kamera heraus. So werden deine Naturaufnahmen zum Hingucker.

🕑 Lesedauer: 3 Minuten

Handy-Bilder mit Wow-Effekt

Warme Sonnenstrahlen auf der Haut, saftiges Gras unter den Füßen und den Duft blühender Wiesen in der Nase – die Natur präsentiert sich in nächster Zeit wieder von ihrer besten Seite und lädt zu ent­spannenden Ausflügen ins Grüne ein. Wenn du ­dabei schöne Schnappschüsse machen möchtest, bist du hier genau richtig. Wir geben auf den nächsten Seiten praktische Tipps, wie du das meiste aus deiner Smartphone-Kamera herausholen kannst.

Vorbereitung

Bevor du anfängst, loszuknipsen, lohnt sich ein Blick in die Einstellungen der Kamera-App. Wer hier den einen oder anderen Schieberegler bedient, legt den Grundstein zu schöneren Bildern und einer ­effektiveren Nachbearbeitung. Halte beispielsweise Ausschau nach der „HDR“-Funktion. Diese ­Abkürzung steht für „High Dynamic Range“ und ­bedeutet Bilder mit mehr Details, ­starken Kontrasten und einer besseren Ausleuchtung der besonders hellen und dunklen Bereiche. Bei der horizontalen Ausrichtung des Motives und dem Aufteilen des Bildinhalts in mehrere Bereiche hilft ein digitales Raster, das sich ebenfalls in den Einstellungen aktivieren lässt. Außerdem solltest du, falls dein Smartphone es unterstützt, die Bilder im RAW-Format abspeichern. Das erleichtert die anschließende Nachbearbeitung er­heblich.

Bokeh-Effekt

Beim Fotografieren gilt: je kreativer, desto besser. Teste verschiedene Perspektiven, spiele mit (Gegen-)Licht und Schatten und experimen­tiere mit allen Linsen, die das Smartphone zu bieten hat – Auf­nahmen vom selben Motiv können so plötzlich eine ganz andere Wirkung ­bekommen. Weitwinkellinsen eignen sich beispielsweise gut, um Land­schaften zu fotografieren und ein ­Gefühl von Weite zu vermitteln. Soll das Motiv hervorgehoben werden und der Hintergrund verschwimmen, ­verwenden Sie am besten die Hauptlinse des Smartphones mit der kleinsten Blendenzahl. Die weit geöffnete Blende sorgt für die entsprechende Tiefenschärfe.

Person fotografiert gelbe Blumen mit Smartphone im Sonnenlicht.

Foto: Jochen Lorenz/Content Creation GmbH

Makro-Fotos

Auf die Telelinse greifst du dann zurück, wenn du Blüten oder Insekten aus nächster Nähe ablichten möchtest. Durch Heranzoomen erzielst du einen täuschend echten Makroeffekt. Einige Smartphone Modelle unterstützen einen eigenen Makro-Modus: Durch eine besonders geringe Naheinstellgrenze kann man sehr nahe ans Objekt ­heran. Die Weitwinkellinse sorgt für scharfe Bilder mit vielen Details.

Perspektivenwechsel

Ein besonders intensiver Eindruck der ­Natur entsteht, wenn du mit der Kamera in unmittelbarer Bodennähe fotografierst. Damit das Gerät dabei nicht im Weg ist, stellst du das Smartphone am besten auf den Kopf. Findest du in der Umgebung ein fließendes Gewässer, kannst du zu­sätzlich die Kamera-App nach einem ­integrierten Modus für Wasserlangzeit­belichtungen durchsuchen, um den ­Schleier-Effekt zu erzeugen, bei dem ­Wasser besonders weich erscheint und ganz neue Dynamiken im Bild entstehen. Besitzt das Smartphone so einen Modus nicht, hilft eine manuelle Langzeitbelichtung in Kombination mit einem Stativ.

Hand hält Smartphone über eine Wasseroberfläche mit Spiegelung des Geräts.

Foto: Jochen Lorenz/Content Creation GmbH

Passendes Zubehör

Ein Smartphone-Stativ ist kompakt in der Bauweise und daher leicht zu transportieren. Außerdem hilft es, ­Bilder mit längeren Belichtungszeiten ruhig und scharf zu halten. Zusätzlich packen Sie am besten eine leistungsstarke Powerbank in den Rucksack oder die Tasche, um das Smartphone den ganzen Tag mit Energie zu versorgen. Für den Einsatz unter freiem Himmel kann sich auch eine spezielle Outdoor­hülle als nützlich erweisen. Sollte Ihnen das Handy aus der Hand fallen, ist es dennoch sicher vor etwaigen Schäden. Foto­freunde reinigen vor dem Knipsen die Linsen ­außerdem mit einem Mikrofasertuch, ­damit die Aufnahmen vor Unreinheiten sicher sind.