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Kaffeevollautomaten in Tests 2026: Die besten Modelle im Vergleich

MediaMagazin-Redaktion23. FEBRUAR 2026
Kaffeetasse steht unter dem Kaffeeauslass eines Kaffeevollautomaten und wird befüllt.

Shutterstock

Entdecke die besten Kaffeevollautomaten 2026 in unserem umfassenden Test und Vergleich: Von perfekten Mahlstufen bis zum cremigsten Milchschaum.

Vom kräftigen Espresso am Morgen bis zum cremigen Cappuccino am Nachmittag: Kaffeevollautomaten sollen heute deutlich mehr liefern als „nur“ Kaffee. In unabhängigen Tests stehen hauptsächlich drei Punkte immer wieder im Mittelpunkt: konstanter Kaffeebezug (also wie reproduzierbar Aroma, Temperatur und Crema gelingen), ein Milchschaumsystem, das im Alltag funktioniert, und ein Wartungs- bzw. Reinigungsaufwand, der realistisch zum Nutzungsverhalten passt.

Kurzübersicht:

  • DeLonghi Rivelia Milk EXAM 440.55 – Für alle, die Abwechslung in der Tasse lieben (z. B. morgens kräftige Bohnen, nachmittags entkoffeiniert) und sich dabei moderne Unterstützung beim Einstellen wünschen: Bean Switch System, die Bean Adapt Technology und LatteCrema Hot. (2 Bohnenbehälter, 13 Mahlgrade, 16 Getränke).
  • Siemens EQ900 plus TQ903DZ3 – Premium-Option, wenn Komfort/High-End-Getränke & Ausstattung im Fokus stehen wie etwa das leise Keramikmahlwerk, der integrierte Milchbehälter und umfangreiche Fernsteuerungsfunktionen über die Home Connect App.
  • Philips 5400 Serie EP5447/90 (LatteGo) – Der Mittelklasse-Liebling für unkomplizierte Milchgetränke. Das LatteGo-System kommt ohne Schläuche aus, und alle relevanten Teile sind spülmaschinenfest.
  • DeLonghi Magnifica Evo Next ECAM 310.80.SB – Ein starker Preis-Leistungssieger mit 13 Mahlstufen, LatteCrema-System und 13 Getränken. Das attraktive Paket punktet durch Personalisierung (Größe/Intensität/Temperatur) und eine klare Bedienlogik.
  • Krups Intuition Experience+ EA877D – Fokus auf Komfort und Getränkevielfalt inklusive Kaltgetränke. Tests loben die intuitive Touch-Bedienung und das edle Design.
  • Jura E6 – „Kaffeequalität auf höchstem Niveau“ – optimal für Espresso-Puristen. Der Puls-Extraktionsprozess (P.E.P.®) sorgt für ein herausragendes Kaffeearoma, während das CLARIS Smart + I.W.S.-System die Wasserqualität optimiert.

Mehr Auswahl findest du in der Kategorie Kaffeevollautomaten im Onlineshop.

Kaffeevollautomaten: Test-Highlights & Features

EigenschaftsnamePreisklasseMahlstufenMilchschaumsystemTest-HighlightsGut für...
DeLonghi Rivelia Milk EXAM 440.55

Mittel-/Oberklasse

13

LatteCrema Hot, externer Milchbehälter

Sehr starke Gesamtleistung (Kaffeequalität, Bedienung, Pflege)

Vieltrinker, Haushalte mit unterschiedlichen Bohnen/Profilen

Siemens EQ900 plus TQ903DZ3

Premium

6

integrierter Milchbehälter

Premium-Ausstattung; im ETM-Test als sehr hochwertig beschrieben

Technik-Fans, „alles drin“-Anspruch

Philips 5400 EP5447/90 (LatteGo)

Mittelklasse

12 (Keramik)

LatteGo (schlauchlos)

Geschmack sehr gut; Bedienung teils etwas „sensibel“; Wartung ok

Latte-Fans, die leichte Reinigung wollen

DeLonghi Magnifica Evo Next ECAM 310.80.SB

Mittelklasse / Preis-Leistung

13

LatteCrema Hot (Karaffe)

Gute Aromaqualität & Bedienung; Kritikpunkt in Praxisberichten: Lautstärke/Mahlwerk

Viele Einstellungen, gutes Paket fürs Geld

Krups Intuition Experience+ EA877D

Mittel-/Oberklasse

5

integrierter Milchbehälter

Getränkevielfalt inkl. kalt; Espresso gut, aber weniger Feintuning laut CHIP

Vieltrinker, Familien, „Getränkebar“ zuhause

Jura E6

Oberklasse

modellabhängig

Milch über Schlauch/Feinschaumdüse (kein LatteGo/Karaffe)

Sehr gute Kaffeequalität fürs Preissegment; ETM testet Features/Qualität ausführlich

Fokus auf Kaffee/Espresso, Jura-typische Qualität

DeLonghi Rivelia Milk EXAM 440.55

Besondere Merkmale: Bei vielen Vollautomaten ist der Bohnenwechsel mühsam: Entweder mischst du ungewollt zwei Sorten oder es müssen erst alle Bohnen verbraucht werden. Genau hier setzt die Rivelia an. DeLonghi nutzt das Bean Switch System als Kernidee: Du kannst austauschbare Bohnenbehälter nutzen und so schneller zwischen Sorten wechseln.

Spannend ist aber nicht nur das Wechseln, sondern was danach passiert: Die Bean Adapt Technology passt die Extraktion besser an eine konkrete Bohne an. Je nach Ausprägung lassen sich Parameter wie Intensität und Temperatur automatisch setzen. Bestimmte Einstellungen (z. B. Mahlgrad) werden dabei von der Maschine empfohlen.

Kaffeebezug in der Praxis: Was du von der Rivelia erwarten kannst

Wenn Vollautomaten „rund“ schmecken, liegt das oft daran, dass sie mehrere Schritte sauber koordinieren: Mahlgrad/Partikelgröße, Dosierung, Vorbrühung/Benetzung, Temperaturführung und Bezugsmenge. Bei der Rivelia ist der Ansatz klar auf „viele Bohnen, viele Getränke, trotzdem reproduzierbar“ ausgelegt: Du wechselst die Bohnen und bekommst über Bean Adapt eine Art Leitplanke, damit Espresso nicht plötzlich dünn (zu grob) oder bitter (zu fein) wird.

Milchschaumsystem und Reinigung

Für Milchgetränke setzt DeLonghi hier auf LatteCrema Hot. Besonders interessant: die automatische Reinigung auf Knopfdruck. Ein wichtiger Punkt, weil gerade Milchsysteme der häufigste Hygiene-Stressfaktor sind.

Kurz gesagt: Die Rivelia ist dann besonders stark, wenn im Haushalt mehrere Personen unterschiedliche Vorlieben haben – oder wenn du selbst gerne mit Bohnen und Rezepten spielst, ohne dich jedes Mal neu „einjustieren“ zu müssen.

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Siemens EQ900 plus TQ903DZ3

Die EQ900-plus-Geräte richten sich an Nutzer:innen, die großen Wert auf Kontrolle legen. Da helfen Funktionen wie comfortMode, baristaMode, dualBean und auch die Fernsteuerung (je nach Modell-/App-Setup).

Das ETM TESTMAGAZIN etwa hebt hervor, dass die EQ900 plus sehr viele Spezialitäten servieren kann und dabei einen großen Spielraum bietet, Mahl-, Brüh- und Schäumvorgang anzupassen. Der baristaMode bietet dabei einen „enormen Spielraum“ bei Parametern wie z. B. Temperatur oder Volumen.

Kaffeebezug: Warum „baristaMode“ mehr ist als ein Wort

Wenn du Espresso ernsthaft optimieren willst, benötigst du vor allem zwei Dinge: konsistente, verlässliche Hardware (Mahlwerk/Brühgruppe/Temperatur) und Einstellmöglichkeiten. Der baristaMode-Ansatz ermöglicht genau das: Du kannst dir Schritt für Schritt ein Rezept erarbeiten, das zu deinen Bohnen passt. Das ist besonders hilfreich bei helleren Röstungen, die gerne sauer wirken, wenn Temperatur und Dosis nicht passen, oder sehr dunklen Röstungen, die schnell bitter werden, wenn der Mahlgrad zu fein ist oder der Bezug zu lange dauert.

Wartung im Alltag

Premium-Vollautomaten sind nur dann Premium, wenn sie sich auch im Alltag „premium“ anfühlen. Siemens gibt daher konkrete inklusive Informationen zum Wasserfilter-Wechsel (spätestens alle zwei Monate) und Anleitungen dazu. Diese Klarheit hilft, weil Filterwechsel und Entkalkungslogik oft darüber entscheiden, ob der Kaffeegeschmack nach ein paar Monaten „abkippt“.

Kurz gesagt: Die EQ900 plus ist die richtige Wahl, wenn du nicht nur zwischen Espresso und Cappuccino wechseln, sondern wirklich Feinsteuerung und Komfort vereinen möchtest.

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Philips 5400 Serie LatteGo EP5447/90

Philips hat bei vielen Nutzer:innen einen starken Ruf für „Milch ohne Stress“, und das liegt vor allem am LatteGo-System. LatteGo besteht aus zwei Teilen und hat keine Schläuche. LatteGo, Abtropfschale und Kaffeesatzbehälter sind zudem spülmaschinenfest – das ist im Alltag Gold wert, weil du so Hygiene sicherstellst, ohne jedes Mal mit Bürstchen und Schläuchen zu kämpfen.

Zusätzlich bietet Philips für das Gerät den AquaClean-Filter: Bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken sind möglich, natürlich unter den passenden Bedingungen. Für den Geschmack ist das indirekt relevant, weil Kalk nicht nur Technik belastet, sondern auch den Wärmeübergang stören kann – und Temperatur ist ein Schlüssel für gutes Aroma.

Kaffeebezug: Was Philips-Modelle besonders gut machen

Philips-Vollautomaten sind oft darauf ausgelegt, Standardgetränke sehr zuverlässig zu liefern: Espresso, Kaffee, Cappuccino/Latte in gleichbleibender Qualität. Wenn du in einem Haushalt lebst, in dem morgens schnell mehrere Getränke laufen sollen, zählt vor allem die Routine: Bohnen rein, Taste drücken, sauberer Ablauf. Das LatteGo-Prinzip passt dazu, weil es Milchgetränke fast auf „Kaffee-Level“ vereinfacht – du hast weniger Teile, weniger versteckte Milchreste, weniger Ärger.

Kurz gesagt: Wenn du häufig Cappuccino oder Latte trinkst und Reinigung der entscheidende Faktor ist, ist die EP5447/90 eine sehr runde Mittelklasse-Option.

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DeLonghi Magnifica Evo Next ECAM310.80

Die Magnifica-Reihe ist bei DeLonghi oft der Einstieg in „mehr Kontrolle“, ohne direkt ins Premiumsegment zu gehen. Die Magnifica Evo Next lässt sich dazu leicht personalisieren: Sie liefert über Größe, Intensitätsstufen und Temperaturoptionen angepasste Getränke. Dazu kommt LatteCrema Hot für „feinen, reichhaltigen“ Schaum bei Milchgetränken.

Kaffeebezug: Warum diese Klasse oft der Sweet Spot ist

In der Mittelklasse bekommst du häufig genau das, was im Alltag zählt: genügend Einstellmöglichkeiten, um Bohnen sinnvoll zu mahlen, ohne dich in Menüs zu verlieren, und genug Automatik, damit Getränke schnell gelingen. Wenn du zum Beispiel morgens Café Crema trinkst und am Wochenende Espresso optimieren möchtest, hilft dir die Kombination aus Mahlgrad, Intensität und Temperatur, ohne dass du gleich einen Barista-Kurs buchen musst.

Milch und Reinigung

LatteCrema-Systeme sind komfortabel, weil sie One-Touch-Milchgetränke sehr konsistent liefern. Entscheidend ist eine konsequente Reinigung: Spüle die Milchwege direkt nach der Nutzung und zerlege die Karaffe regelmäßig für eine gründliche Säuberung.

Kurz gesagt: Die Magnifica Evo Next passt zu dir, wenn du „viel Maschine fürs Geld“ willst und gern das Aroma optimierst – ohne Premiumbudget, mit fairem Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Krups Intuition Experience+ EA877D

Wenn du zuhause eher „Getränkebar-Feeling“ willst – also viele Rezepte, Touch-Bedienung und auch kalte Kaffeevarianten – ist dieses Gerät interessant für dich. Das Modell kann neben vielen heißen Spezialitäten auch kalte Kaffeekreationen zubereiten.

Beim Thema Espresso-Perfektion sind Tests etwas differenzierter: Das Magazin CHIP etwa schreibt zum EA877D10 sinngemäß, dass es etwas an Einstellungsmöglichkeiten fehle, um „einen exzellenten Espresso“ zu produzieren – gleichzeitig wird das Espresso-Ergebnis als gut balanciert beschrieben (Säure/Bitterstoffe) und sehr heiß sowie zügig serviert. Das ist ein typisches Muster für komfortorientierte Maschinen: Sie liefern schnell gute Ergebnisse – aber sie sind nicht darauf optimiert, jeden Parameter extrem fein zu regeln.

Kaffeebezug: Wofür Krups besonders geeignet ist

Wenn du Espresso-Purist bist, willst du häufig maximale Kontrolle über Mahlgrad, Dosis, Temperatur und Bezugszeit. Wenn du aber eher „viele Getränke, guter Geschmack, wenig Aufwand“ willst, ist der Krups-Weg logisch: Du bekommst eine breite Getränkewelt, solide Kaffeequalität und Komfortfeatures – und nimmst dafür in Kauf, dass der Espresso etwa nicht die letzte Stufe „dicht und sirupartig“ erreicht, die man mit sehr feiner Extraktionssteuerung erzielen kann.

Kurz gesagt: Die Krups ist stark für Familien/WGs, die oft unterschiedliche Getränke wollen – inklusive kalter Varianten.

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Jura E6

Die E6 glänzt besonders bei Kaffeespezialitäten wie Espresso. Kernargument ist der Puls-Extraktionsprozess (P.E.P.®): Beim Espresso presst die Maschine das heiße Wasser getaktet in schnellen Intervallen durch das Kaffeepulver, um die Extraktionszeit zu optimieren und Aromen „vollendet“ zur Geltung zu bringen.

Zusätzlich spielt das Thema Wasserqualität eine große Rolle: Das CLARIS Smart verbessert die Wasserqualität deutlich, das Intelligent Water System (I.W.S.) erkennt den Filter automatisch. Gerade, wenn du täglich Kaffee trinkst, sind Filterlogik und Entkalkungsmanagement nicht nur Technikthema, sondern Geschmacksthema: Kalk und Wassergeruch, z. B. Chlor, können das Aroma deutlich beeinträchtigen.

Kurz gesagt: Wenn du „einfach jeden Tag richtig guten Kaffee“ willst und konstante Qualität wichtiger ist als maximal viele Spielereien, ist Jura E6 eine sehr überzeugende Option.

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Kaufratgeber: So findest du deinen Favoriten

Achte beim Kauf besonders auf diese drei Faktoren:

  1. Reinigung der Brühgruppe: Bevorzugst du eine entnehmbare Brühgruppe (DeLonghi, Philips, Siemens), die du unter Wasser abspülen kannst, oder ein fest verbautes System mit automatischen Reinigungsprogrammen (Jura)?
  2. Mahlwerk: Keramikmahlwerke (Philips, Siemens) gelten als besonders langlebig und etwas leiser, während Stahlkegelmahlwerke (DeLonghi) für ihre Robustheit bekannt sind.
  3. Platzbedarf: Miss vorab den Stellplatz. Eine Siemens EQ.700 oder DeLonghi Eletta Explore ist deutlich tiefer und breiter als eine kompakte Magnifica Start.

Fazit: Für den kleinen Geldbeutel führt kein Weg an DeLonghi vorbei. Wer maximalen Komfort bei der Milchreinigung sucht, greift zu Philips. Wer Luxus und Technik liebt, ist bei Siemens oder Jura am besten aufgehoben.

Kaffeevollautomaten Test: Was besonders wichtig ist

In allen Tests sind diese Kriterien durchgängig entscheidend. Achte also besonders auf sie:

Milchschaumsystem: Komfort schlägt „Barista-Feeling“ – wenn du oft Milch trinkst

Schlauchlose Systeme wie LatteGo werden häufig für einfache Reinigung gelobt. Karaffen-Systeme (z. B. LatteCrema) punkten bei One-Touch-Milchgetränken – aber hier lohnt der Blick auf automatische Reinigungsprogramme.

EigenschaftsnameVorteileTypische "Haken"Passt gut zu...
Schlauchlos (LatteGo)

sehr leicht zu reinigen, schnell im Alltag

Schaumtextur weniger „barista-spielbar“

täglicher Cappuccino/Latte ohne Aufwand

Karaffe/Behälter (z. B. LatteCrema)

One-Touch-Milchgetränke, konsistent

Karaffe reinigen/lagern, Milchreste vermeiden

Familien, viele Milchgetränke

Schlauch/Düse (z. B. Jura-Systeme)

flexible Milchlösung, oft sehr gute Kaffeequalität

Schlauch/Reinigung disziplinierter nötig

Espresso-Fokus + gelegentlich Milch

Kaffeearoma entsteht durch Zusammenspiel – nicht nur durch viele Mahlstufen

Mehr Mahlstufen helfen, aber entscheidend ist, ob Maschine und Logik (Temperatur, Wassermenge, Brühzeit) reproduzierbar arbeiten. Bei der Rivelia wird etwa die Gesamtqualität aus Kaffee, Bedienung und Pflege mehrfach sehr positiv bewertet.

Wie viele Mahlstufen sind sinnvoll?

Alltagstipp: Viele Haushalte landen nach kurzer Zeit bei 2 – 3 Lieblings-Mahlgraden.

Wer gerne experimentiert (Bohnenwechsel, Röstungen) profitiert von mehr Bandbreite: Rivelia (13 Mahlgrade) oder Magnifica Evo Next (13 Mahlgrade) sind hier stark.

Wenn du „einfach nur guten Kaffee“ willst, reichen auch weniger Stufen – Krups bietet hier zum Beispiel 5 Mahlgrade, dafür mit Fokus auf Komfort und Getränkevielfalt.

Kaffeebezug: Worauf du in Tests achten solltest

„Kaffeebezug“ klingt banal – ist aber der Kern, warum manche Vollautomaten im Alltag begeistern und andere nach wenigen Wochen enttäuschen. In Tests liest du dazu oft Begriffe wie „kräftig“, „dünn“, „wässrig“, „bitter“, „sauer“, „gute Crema“, „konstant heiß“ – und dahinter stecken fast immer dieselben Stellschrauben:

1. Mahlgrad/Mahlstufen: Die Stellschraube für Körper und Crema

Je feiner du mahlst, desto mehr Widerstand entsteht im Kaffeebett, desto langsamer fließt Wasser – und desto „dichter“ kann Espresso wirken. Zu fein führt aber oft zu Bitterkeit oder zu langsamem Bezug. Zu grob führt zu dünnem Körper. Darum ist nicht die Zahl der Mahlstufen entscheidend, sondern wie gut du deine Bohnen triffst.

Rivelia und Magnifica Evo Next sind hier stark, weil sie auf Feintuning (Mahlgrad + unterstützende Logik/Personalisierung) ausgelegt sind.

Bei Krups wird im o. g. CHIP-Test genau dieser Punkt angesprochen: gute Balance, aber weniger Einstellmöglichkeiten für „exzellenten Espresso“.

2. Dosierung und Brühlogik: Warum zwei Espressi nicht gleich schmecken müssen

Selbst wenn du denselben Mahlgrad nutzt, kann Espresso geschmacklich schwanken, wenn Dosierung oder Brühlogik variieren. Moderne Vollautomaten versuchen das zu stabilisieren: Bean Adapt bei De’Longhi sorgt dafür, dass Mahlgrad, Dosierung und Brühprozess an die Bohne angepasst werden können. Auch bei der Siemens EQ900 plus lassen sich sehr viele Parameter anpassen: voll justierbarer Mahl-, Brüh- und Schäumvorgang, baristaMode. Jura hingegen geht den direkten Weg über eine spezifische Espresso-Brühtechnologie (P.E.P.®).

3. Temperatur & Konstanz: Der unterschätzte Faktor für Kaffeearoma

Temperatur ist entscheidend – und zwar nicht „maximal heiß“, sondern passend zur Bohne. Viele Vollautomaten erlauben Temperaturstufen. De’Longhi nutzt bei der Magnifica Evo Next explizit Temperaturoptionen. Bei Krups wiederum lobt CHIP, dass der Espresso auf Wunsch sehr heiß serviert wird, was für manche Nutzer:innen wichtig ist.

4. Bezugsgeschwindigkeit & Routine: Was im Alltag wirklich zählt

Die beste Espresso-Theorie bringt nichts, wenn das Gerät im Alltag zu langsam oder zu umständlich ist. Deshalb ist „guter Kaffeebezug“ auch eine Frage von Workflow: Wie schnell ist das Gerät bereit? Wie sauber laufen mehrere Getränke hintereinander? Wie gut klappt Espresso + Milchgetränk ohne Chaos?

Hier sind Komfortmaschinen wie Philips (LatteGo) und Krups (viele Getränke, auch kalt) oft stark – weil sie darauf ausgelegt sind, Getränke „durchzutakten“, ohne dass du nach jeder Tasse die einzelnen Komponenten zerlegen musst.

Wasserqualität: Der heimliche Gamechanger für Kaffeearoma

Viele investieren in Bohnen, Mahlgrad und Milch – und übersehen das Wichtigste: Wasser ist der größte Bestandteil von Kaffee. Wenn Leitungswasser sehr hart ist, entstehen schneller Kalkablagerungen. Wenn Wasser nach Chlor riecht oder „flach“ schmeckt, kann das Kaffeearoma leiden. Deshalb setzen viele Hersteller auf Filter:

  • Philips AquaClean: AquaClean kann unter bestimmten Bedingungen bis zu 5.000 Tassen ohne Entkalken liefern – zugleich dient die Filterung dem Geschmack und reduziert Kalkthemen.
  • Jura CLARIS Smart + I.W.S.: Jura betont „perfekte Wasserqualität“ und automatische Filtererkennung über I.W.S.
  • Siemens EQ900 Wasserfilter: Siemens empfiehlt den Filterwechsel spätestens alle zwei Monate und gibt konkrete Anleitungen dazu.
  • DeLonghi Wasserfilter: Der Filter absorbiert Verunreinigungen, macht Wasser weicher, reduziert Kalk und unterstützt so Aroma sowie Lebensdauer (Wechsel etwa alle zwei Monate).

Praxis-Tipp: Wenn du Wasser filterst, solltest du trotzdem die Maschinenhinweise beachten: Filter sind ein Baustein; Hygieneprogramme, Milchreinigung und gelegentliches Entkalken (je nach System) bleiben wichtig.

Wartung und Säuberung: So machst du es richtig

Hier trennt sich im Alltag die Spreu vom Weizen. Viele Beschwerden („Kaffee schmeckt plötzlich bitter“, „Milch schäumt schlecht“, „Maschine riecht“) entstehen nicht durch Defekte, sondern durch Wartungsroutinen, die im Alltag untergehen. Deshalb bekommst du hier eine klare, praxistaugliche Struktur.

1. Täglich: Das 2-Minuten-Programm nach dem Kaffee

Warum: Kaffeeöle oxidieren, Milchreste kippen schnell – beides beeinflusst Aroma und Hygiene.

  • Milchsystem spülen: Nach jedem Milchgetränk kurz spülen oder das automatische Spülprogramm ausführen. De’Longhi etwa bietet eine Reinigung auf Knopfdruck.
  • Abtropfschale & Tresterbehälter: leeren, wenn angezeigt. Philips liefert spülmaschinenfeste Abtropfschale und Kaffeesatzbehälter – das senkt die Hürde, es wirklich zu tun.
  • Kurz abwischen: Auslauf, Milchanschluss, Tropfbereich. Das verhindert Biofilm und Geruch.

2. Wöchentlich: Tiefenreinigung ohne Stress

Warum: Hier entfernt man das, was sich schleichend ansammelt: Fette, feine Kaffeepartikel, angetrocknete Milch.

  • LatteGo / Milchkaraffe zerlegen und gründlich reinigen: Bei Philips ist die Konstruktion bewusst einfach (2 Teile, keine Schläuche), um genau diesen Schritt zu erleichtern.
  • Brühgruppe reinigen (wenn entnehmbar): Viele Nutzer bevorzugen entnehmbare Brühgruppen, weil man sie unter Wasser spülen kann. Jura setzt eher auf automatisierte Programme und Systempflege, weshalb dort die regelmäßigen Programme und passende Pflegeprodukte wichtiger werden.
  • Ausläufe reinigen: Die Kaffeedüsen sind ein häufiges „blinder Fleck“ – wenn sie innen verkleben, verändert sich Fluss, Spritzbild und damit Konsistenz.

3. Monatlich: Die Dinge, die Geschmack langfristig stabilisieren

  • Reinigungstabletten / Brühgruppenprogramm: Viele Maschinen führen dich per Display durch eine automatische Reinigung. Wichtig ist, wirklich die empfohlenen Schritte zu machen, statt abzubrechen, wenn es „lange dauert“.
  • Dichtungen prüfen: Wenn Wasser „daneben läuft“ oder der Trester ungewöhnlich nass ist, sind Dichtungen und Passungen oft beteiligt. Das ist auch ein typischer Zeitpunkt für einen Service, wenn man unsicher ist.

4. Entkalken & Filterwechsel: Planbar statt „erst wenn’s nervt“

  • Filterwechsel: Siemens und DeLonghi empfehlen den Wechsel nach spätestens zwei Monaten.
  • Entkalken: AquaClean bei Philips ermöglicht, das Entkalken sehr lange hinauszuzögern. Trotzdem: Wenn die Maschine Entkalkung verlangt, sollte man sie nicht ignorieren – Kalk kann Temperaturstabilität und Durchfluss beeinträchtigen und damit den Kaffeebezug verschlechtern.

Kaffeevollautomat Reparatur: Selbsthilfe, Wartung und Service

Häufige Probleme – und was du zuerst prüfen kannst

  • Kaffee schmeckt flach / bitter: Bohnen frisch? Mahlgrad zu fein/zu grob? Brüheinheit reinigen (wenn entnehmbar).
  • Milchschaum grob oder wässrig: Milchteile sofort spülen, Milchsystem regelmäßig reinigen.
  • Wasser läuft daneben: Dichtungen/Abtropfschale prüfen, Entkalkungsprogramm korrekt durchlaufen.

Wann ist eine Reparatur sinnvoll?

Gerade bei höherwertigen Geräten lohnt sich oft das Reparieren. Das schont die Finanzen und ist nachhaltig. MediaMarkt bietet dafür einen Reparaturservice an.

Häufig gestellte Fragen zu Kaffeevollautomaten