Was kann ein Multicooker und für wen lohnt er sich?
Inhalt
- Multicooker: Vielseitig garen
- Was kann ein Multicooker?
- Wie funktioniert eigentlich ein Multicooker?
- Welche Gerichte kannst du im Multicooker zubereiten?
- Für wen lohnt sich ein Multicooker?
- Worauf solltest du beim Kauf eines Multicookers achten?
- Multicooker oder anderes Küchengerät: Was passt zu dir?
- FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Multicooker
- Fazit

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Herbstgerichte schonend garen: Ein Multicooker kann Fleisch und Gemüse schonend zubereiten. Wir erklären dir, welche Funktionen er bietet, für wen er sich lohnt und worauf du beim Kauf achten solltest.
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Multicooker: Vielseitig garen
Hast du gerne warme, schmackhafte Gerichte, die lange garen und mit wenig Aufwand auf den Tisch kommen? Ein Multicooker gart in der Küche ein Schmorgericht, während du im Homeoffice arbeitest. Vor allem im Herbst, aber auch im restlichen Jahr, kannst du damit Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte mit Kürbis, Wurzelgemüse, Hülsenfrüchten oder Fleisch zubereiten. Praktisch ist, dass du mehrere Zubereitungsmethoden wie etwa Slow Cooking oder Druckgaren in einem Gerät nutzen kannst. Wählst du einen schonenden Garmodus, wie zum Beispiel Dampfgaren, kannst du zudem die Vitamine während des Garens besser erhalten als beim Kochen in Wasser. Zudem werden die Zutaten durch das lange Kochen oder Schmoren angenehm weich und entfalten intensive Aromen. Wir erklären dir hier, was ein Multifunktionskocher bringt und ob er sich für dich lohnt.
Was kann ein Multicooker?
Kochen, schmoren, dämpfen oder anbraten: Ein Multicooker deckt, daher auch sein Name, mehrere Zubereitungsarten ab. Du kannst damit unterschiedliche Arbeitsschritte nacheinander im selben Topf erledigen und musst während des Garens nicht ständig Temperatur und Zeit kontrollieren. Die Automatikprogramme übernehmen einen Teil dieser Einstellungen für dich. Welche Funktionen tatsächlich zur Verfügung stehen, unterscheidet sich allerdings von Gerät zu Gerät.
Die Multicooker-Funktionen im Detail
- Anbraten und Sautieren: Für ein Gulasch oder Ragout kannst du zuerst Fleisch, Zwiebeln und Gemüse kräftig anrösten. Anschließend kommen die übrigen Zutaten dazu und das Gericht gart im selben Topf weiter.
- Slow Cooking: Bei niedriger Temperatur bekommen Schmorgerichte mehrere Stunden Zeit zum Garen. Diese Methode eignet sich besonders für Fleischstücke, die durch langes Schmoren zart werden, aber auch für Eintöpfe und Gemüsegerichte.
- Druckgaren: Muss es schneller gehen, verkürzt hoher Druck die Zubereitungszeit. Suppen, Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Fleischgerichte lassen sich damit deutlich zeitsparender garen als mit vielen klassischen Methoden. Eine Druckgarfunktion gehört allerdings nicht bei jedem Gerät zur Ausstattung.
- Dampfgaren: Gemüse, Kartoffeln oder Fisch liegen in einem Gareinsatz oberhalb des Wassers und werden vom heißen Dampf gegart. Weil die Lebensmittel nicht im Kochwasser liegen, bleiben wasserlösliche Nährstoffe besser erhalten.
- Reis und Getreide: Statt Garzeit und Temperatur selbst im Blick zu behalten, kannst du bei entsprechenden Automatikprogrammen die Steuerung dem Gerät überlassen. Neben Reis lassen sich damit beispielsweise auch Quinoa, Hafer oder andere Getreidesorten zubereiten.
- Warmhalten: Ist das Essen fertig, schalten viele Modelle automatisch auf eine niedrigere Temperatur um. So kannst du das Gericht später servieren, ohne es erneut aufwärmen zu müssen.
Darüber hinaus gibt es Multicooker mit speziellen Programmen etwa zum Fermentieren, Sous-vide-Garen oder Backen. Einige Modelle kombinieren die klassischen Funktionen zusätzlich mit Heißluft.
Wie funktioniert eigentlich ein Multicooker?
Im Inneren des Multicookers befindet sich ein herausnehmbarer Topf, der mithilfe eines Heizelements erwärmt wird. Während der Zubereitung überwachen Sensoren die Temperatur und passen die Heizleistung an das gewählte Programm an. Dadurch kann das Gerät beispielsweise über mehrere Stunden eine niedrige Temperatur zum langsamen Garen halten oder zum Anbraten deutlich stärker aufheizen. Eine wichtige Rolle spielt auch der Deckel. Beim langsamen Garen bleibt der Topf geschlossen, sodass nur wenig Flüssigkeit entweicht und die Speisen nicht so schnell austrocknen. Verfügt das Gerät über eine Druckgarfunktion, lässt sich der Deckel zusätzlich verriegeln. Der entstehende hohe Druck ermöglicht höhere Gartemperaturen und verkürzt dadurch die Zubereitungszeit.Wie viel du selbst einstellen musst, hängt vom Modell und dem gewählten Programm ab. Die wenigsten Einstellungen musst du bei den Automatikprogrammen treffen. Dort gibst du beispielsweise nur die Garzeit vor oder wählst eine bestimmte Zubereitungsart. Bei vielen Geräten kannst du aber zusätzlich Zeit und Temperatur selbst anpassen.
Welche Gerichte kannst du im Multicooker zubereiten?
Besonders praktisch ist ein Multicooker für Gerichte, bei denen mehrere Zutaten gemeinsam garen oder die normalerweise längere Zeit auf dem Herd stehen. Aber auch Beilagen und einfache Alltagsgerichte lassen sich darin zubereiten. Im Prinzip gibt der Funktionsumfang deines Geräts vor, welche Rezepte du damit zubereiten kannst.
Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte
Gulasch, Chili, Linseneintopf oder eine kräftige Gemüsesuppe kannst du weitgehend in einem Topf zubereiten. Die Zutaten werden zuerst angebraten, anschließend kommen Flüssigkeit und Gewürze dazu. Danach übernimmt das entsprechende Garprogramm die weiteren Schritte.
Gemüse, Reis und Getreide
Reis und Getreide benötigen beim Garen das richtige Verhältnis aus Flüssigkeit, Temperatur und Zeit. Mit den entsprechenden Automatikprogrammen übernimmt der Multicooker einen Teil dieser Steuerung. So kannst du neben Reis mitunter auch Quinoa, Hafer oder andere Getreidesorten zubereiten. Gemüse lässt sich kochen oder mit einem passenden Einsatz dampfgaren. Möchtest du verschiedene Zutaten gemeinsam zubereiten, solltest du ihre unterschiedlichen Garzeiten berücksichtigen.
Gerichte mit wenig Aufwand
Ein Multicooker ist auch dann praktisch, wenn du nicht lange in der Küche stehen möchtest. Beim Slow Cooking bereitest du die Zutaten vor und lässt das Gericht anschließend mehrere Stunden garen. Soll das Essen dagegen möglichst schnell fertig werden, kannst du bei einem Modell mit Druckfunktion die Garzeit vieler Speisen verkürzen. Einige Geräte eignen sich sogar für die Zubereitung von Joghurt, Porridge, Risotto und zum Backen.

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Für wen lohnt sich ein Multicooker?
Ob sich ein Multicooker für dich auszahlt, hängt weniger von der Größe deines Haushalts als von deinen Kochgewohnheiten ab. Besonders praktisch ist das Gerät, wenn du regelmäßig Gerichte wie Suppen oder Eintöpfe zubereitest oder Gemüse sowie Fleisch schmorst und dabei nicht ständig am Herd stehen möchtest, da du nach der Vorbereitung nur noch das gewünschte Programm auswählen musst. Danach übernimmt der Multikocher die Steuerung von Temperatur und Garzeit. Das kann beispielsweise hilfreich sein, wenn du im Homeoffice arbeitest oder nebenbei andere Dinge erledigen möchtest.
Vorteile im Alltag
Auch beim Vorkochen für mehrere Tage ist ein Multicooker hilfreich. Je nach Fassungsvermögen bereitest du größere Portionen in einem Durchgang zu und kannst einen Teil davon für die nächsten Tage aufbewahren oder einfrieren. Eine automatische Warmhaltefunktion ist wiederum praktisch, wenn nicht alle zur gleichen Zeit essen.In einer kleinen Küche schafft das Gerät außerdem eine zusätzliche Kochmöglichkeit, ohne eine Herdplatte oder den Backofen zu belegen. Ein weiterer Vorteil zeigt sich an warmen Tagen. Da nur der vergleichsweise kleine Garraum beheizt wird und das Gehäuse die Wärme weitgehend im Gerät hält, entsteht in der Küche weniger Abwärme als bei der Zubereitung im Backofen.Weniger sinnvoll ist die Anschaffung allerdings, wenn du häufig nur kleine Portionen kochen, vor allem schnelle Pfannengerichte zubereiten oder die zusätzlichen Garfunktionen kaum verwenden würdest. Auch den Platzbedarf solltest du nicht unterschätzen. Ein Multicooker benötigt einen festen Stellplatz oder ausreichend Stauraum und ist je nach Fassungsvermögen entsprechend groß.
Worauf solltest du beim Kauf eines Multicookers achten?
Viele Programme allein machen noch keinen guten Multicooker aus. Überlege dir vor dem Kauf vor allem, welche Gerichte du zubereiten möchtest, für wie viele Personen du normalerweise kochst, welche Funktionen du tatsächlich verwenden wirst und wie groß das Gerät sein darf. Folgende Punkte helfen dir bei der Auswahl:
- Fassungsvermögen: Multicooker gibt es in unterschiedlichen Größen. Für einen kleinen Haushalt kann ein kompakteres Modell ausreichen, während für Familien oder zum Vorkochen ein größerer Topf praktisch ist. Möchtest du darin größere Fleischstücke schmoren, solltest du ebenfalls ausreichend Platz einplanen. Beachte neben dem Volumen auch die Außenmaße des Geräts.
- Leistung: Eine höhere Wattzahl macht sich vor allem beim Aufheizen und Anbraten bemerkbar. Beim langsamen Garen ist eine hohe Leistung weniger entscheidend, da das Gerät die erreichte Temperatur hauptsächlich halten muss.
- Innentopf: Modelle mit Antihaftbeschichtung lassen sich meist unkompliziert reinigen und verhindern, dass Speisen leicht anhaften. Edelstahl ist robuster und eignet sich gut für höhere Temperaturen beim Anbraten. Ein herausnehmbarer Innentopf erleichtert außerdem das Servieren und Reinigen.
- Programme und Einstellungen: Achte darauf, dass deine bevorzugten Zubereitungsarten vorhanden sind und du Garzeit und Temperatur bei Bedarf selbst einstellen kannst.
- Bedienung: Ein übersichtliches Display und gut beschriftete Bedienelemente erleichtern den Alltag. Praktisch sind außerdem ein Timer und eine automatische Warmhaltefunktion.
- Reinigung: Je mehr Teile sich herausnehmen lassen, desto leichter kannst du das Gerät sauber halten. Prüfe auch, ob Innentopf, Dichtungen und Zubehör spülmaschinengeeignet sind und sich der Deckel unkompliziert reinigen lässt.
- Sicherheit: Bei Modellen mit Druckgarfunktion sind Sicherheitsmechanismen besonders wichtig. Dazu gehören unter anderem eine zuverlässige Deckelverriegelung sowie Vorrichtungen zur Druckregulierung und zum Schutz vor Überhitzung.

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Multicooker oder anderes Küchengerät: Was passt zu dir?
Ob ein Multicooker die richtige Wahl ist, hängt auch davon ab, welche Küchengeräte du bereits besitzt. Slow Cooker, Reiskocher oder Heißluftfritteuse überschneiden sich bei einzelnen Funktionen mit dem Multikocher, setzen aber jeweils andere Schwerpunkte.
Multicooker oder Slow Cooker?
Ein Slow Cooker ist auf das langsame Garen bei niedrigen Temperaturen spezialisiert. Wenn du hauptsächlich Eintöpfe und Schmorgerichte über mehrere Stunden hinweg zubereiten möchtest, kann dieser Haushaltshelfer bereits ausreichen. Ein Multicooker bietet dir je nach Modell noch zusätzliche Möglichkeiten wie Anbraten, Dampfgaren oder Druckgaren.
Multicooker oder Reiskocher?
Kochst du vor allem Reis, dann ist ein Reiskocher die einfachere Lösung. Viele Reiskocher-Modelle eignen sich auch für andere Getreidesorten oder Porridge. Im Vergleich dazu ist ein Multifunktionskocher aber vielseitiger.
Multicooker oder Heißluftfritteuse?
Bei einer Heißluftfritteuse steht das Garen mit heißer, zirkulierender Luft im Mittelpunkt. Sie eignet sich besonders für Speisen, die außen knusprig werden sollen. Ein Multicooker spielt seine Stärken hingegen beim Kochen, Schmoren, Dämpfen und (je nach Ausstattung) auch beim Druckgaren aus. Einige Modelle kombinieren mittlerweile beide Zubereitungsarten und verfügen zusätzlich über eine Heißluftfunktion.
Möchtest du unterschiedliche Zubereitungsmethoden in einem Gerät kombinieren, ist ein Multicooker besonders vielseitig. Nutzt du dagegen überwiegend eine bestimmte Garmethode, kann ein darauf spezialisiertes Küchengerät die passendere Wahl sein.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Multicooker
Warum wird Fleisch beim Slow Cooking besonders zart?
Fleischstücke aus Schulter, Nacken oder Wade enthalten viel Bindegewebe. Beim langen Garen beginnt sich das darin enthaltene Kollagen in Gelatine umzuwandeln. Dafür braucht es vor allem Zeit, denn dann können auch festere Fleischstücke beim langsamen Schmoren zart werden.
Warum solltest du Fleisch vor dem Slow Cooking anbraten?
Beim Slow Cooking sind die Temperaturen zu niedrig, um ausgeprägte Röstaromen zu erzeugen. Durch kräftiges Anbraten entstehen diese bereits vor dem langsamen Garen. Verantwortlich dafür ist die sogenannte Maillard-Reaktion, die bei höheren Temperaturen abläuft.
Kannst du Rezepte für den Herd einfach im Multicooker zubereiten?
Nicht immer unverändert. Da beim Garen mit geschlossenem Deckel weniger Flüssigkeit verdampft, kann beispielsweise bei Suppen und Schmorgerichten weniger Flüssigkeit erforderlich sein. Garzeit und Temperatur solltest du ebenfalls an das jeweilige Programm und die Herstellerangaben anpassen.
Kannst du tiefgekühlte Lebensmittel im Multicooker zubereiten?
Besonders beim Slow Cooking solltest du gefrorenes Fleisch nur dann direkt verwenden, wenn der Hersteller dies ausdrücklich vorsieht. Schlag dazu in der Bedienungsanleitung deines Geräts nach.
Wann kommt Gemüse beim Slow Cooking in den Topf?
Festes Gemüse wie Karotten, Sellerie oder Kartoffeln verträgt längere Garzeiten gut und kann früh in den Topf. Weicheres Gemüse wie Kürbis fügst du später hinzu, damit es seine Form besser behält.
Fazit
Ein Multicooker nimmt dir vor allem dann Arbeit ab, wenn du gerne Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte zubereitest oder unterschiedliche Garmethoden nutzen möchtest. Je nach Funktionsumfang des von dir ausgewählten Modells kannst du damit langsam garen, unter Druck kochen, dämpfen, anbraten oder Speisen warmhalten. Automatikprogramme übernehmen dabei einen Teil der Temperatur- und Zeitsteuerung. Entscheidend ist beim Kauf nicht eine möglichst große Anzahl an Funktionen. Wichtiger ist, dass das Gerät genau jene Programme beherrscht, die du im Alltag auch wirklich benutzt. Weitere wichtige Auswahlkriterien sind das Fassungsvermögen und eine einfache Bedienung.
