Schnellkochtopf: Diese Vorteile hat das Garen unter Druck

MediaMagazin-Redaktion27. OKTOBER 2026
Zwei Hände schöpfen Hühner-Gemüse-Suppe aus einem Schnellkochtopf in eine kleine Schüssel, dahinter liegen der Deckel und rohe Zutaten.

Foto: CatherineScarlett/Shutterstock

Fleisch und Gemüse schonend garen und dabei viele Vitamine erhalten: Wir verraten, wie ein Schnellkochtopf funktioniert und was genau seine Vorteile sind.

🕑 Lesedauer: 7 Minuten

Schnellkochtopf: Garen unter Druck 

Du möchtest kochen wie zu Omas Zeiten und von kürzeren Garzeiten und mehr Vitaminen profitieren? Dann solltest du einen Schnellkochtopf in dein Topf-Sortiment aufnehmen. Das Garen unter Druck bringt dir einige entscheidende Vorteile: Kurze Kochzeiten bewahren vor allem die Vitamine in den Nahrungsmitteln und helfen dabei Strom zu sparen. Du hast sicher schon gehört, dass die praktischen Töpfe gefährlich sind, weil sie unter Druck stehen. Diese Angst ist verständlich, dennoch unbegründet: Bei sachgemäßer Handhabung sind moderne Modelle sicher und können während des Betriebs weder explodieren noch aufspringen. Das Prinzip des Schnellkochtopfs ist auch nicht neu, sondern seit den 1950er-Jahren in Österreich bekannt und beliebt. Vor allem Gulasch und Eintopf sind Gerichte, die bis heute gerne „unter Druck“ zubereitet werden. Wir erklären dir in diesem Ratgeber, wie ein Schnellkochtopf funktioniert, was seine größten Vorteile sind, wie du ihn sicher bedienst und was du damit am besten zubereitest. 

Was ist ein Schnellkochtopf 

Ein Schnellkochtopf oder auch Druckkochtopf fällt sofort durch seine dicken Seitenwände auf. Diese braucht er, um jenem Druck standzuhalten, der während des Kochvorgangs im Inneren entsteht. Dieser Druck kann sich aufbauen, weil der Topf mit einer Dichtung und einem speziellen Verschließmechanismus (Bajonettverschluss) ausgestattet ist. Er hebt die Siedetemperatur auf fast 120 °C an (von 100 °C auf Meereshöhe). Mit anderen Worten erreichst du während des Kochens sehr hohe Temperaturen im Inneren des Topfes. Das wiederum verkürzt die Kochzeit enorm – es ist bis zu 70 % Zeitersparnis möglich.  

Um so einen Druck aufbauen zu können, werden Deckel und Topf mit Bajonettverschluss und Dichtungsgummi luftdicht versiegelt. Für den nötigen Druckausgleich sorgt ein Ventil. Nach dem Kochen kühlt der Topf aus und der Überdruck entweicht. Dann kannst du den Deckel wieder abnehmen.

3 entscheidende Vorteile eines Schnellkochtopfs 

1. Die wohl größte Erleichterung, die ein Schnellkochtopf bringt, ist die Zeitersparnis. Der hohe Druck und die dadurch höheren Temperaturen im Inneren verkürzen die Garzeit um bis zu 70 %. Das ist praktisch, wenn du am Abend nach der Arbeit schnell ein selbstgemachtes Gericht essen möchtest. Aber auch, wenn du im Homeoffice sitzt und eine kurze Mittagspause hast.  

2. In weiterer Folge wird durch die kürzere Kochdauer auch Strom gespart, da die Herdplatte nicht so lange in Betrieb ist wie bei der „normalen“ Zubereitung von Speisen. Das ist ein kleiner Spar-Baustein, wenn du versuchst, die Stromrechnung möglichst niedrig zu halten. 

3. Außerdem liefern die praktischen Töpfe auch ein Gesundheits-Plus: Durch die kürzere Garzeit bleiben Vitamine und Nährstoffe zu einem Großteil erhalten. Daher eignen sich vor allem diverse feste Gemüsesorten, die sich nicht so leicht zerkochen. 

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Was kann ich alles mit dem Schnellkochtopf zubereiten? 

  • Kartoffeln, Süßkartoffeln, Reis und weitere Getreidesorten 
  • Wurzelgemüse wie Karotten, Sellerie, Rote Bete und mehr 
  • Kohl und Kraut 
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen und andere 
  • Suppen und Eintöpfe, Fonds, Brühen  
  • Gulasch, Schmorgerichte und Currys 
  • Fleisch (Rind, Geflügel, Schwein, Lamm etc.) und Fisch 
  • Gemüse 

Schnellkochtopf: Welche Typen gibt es? 

1. Schnellkochtopf 

Die gängigste Art ist der Schnellkochtopf, der mit einer Herdplatte erwärmt wird. Moderne Druckkochtöpfe sind normalerweise mit einer Wasserstandsanzeige ausgestattet, die anzeigt, wenn zu wenig Wasser im Inneren verblieben ist. Der Druck wird bei vielen Geräten automatisch reguliert. Die meisten Modelle können auch auf Induktionsherden betrieben werden.  

2. Instant Pots 

Es gibt auch elektrisch betriebene Dampfdruck-Töpfe, die oft „Instant Pots“ genannt werden. Du musst sie nur an eine Stromquelle anstecken und einschalten. Geräte wie der „Instant Pot 112-2001-01-EU“ können laut Hersteller Chili und Mac&Cheese in nur wenigen Minuten zubereiten. Dazu haben sie verschieden hohe Druckstufen mit an Bord. Der Kochvorgang erfolgt vollautomatisch, nachdem du das gewünschte Programm und einen Timer eingestellt hast. 

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Vergleich Schnellkochtopf und Instant Pot

SchnellkochtopfInstant Pot
Geschwindigkeit

Gart sehr schnell, weil er hohen Druck aufbauen kann und ist schneller als ein Instant Pot.

Kocht schneller als normale Töpfe, braucht aber länger zum Aufheizen und Druckaufbau.

Bedienung

Wird manuell bedient und erfordert Aufmerksamkeit zur Regulierung der Herdplatte und Beobachten des Druckventils.

Alles erfolgt automatisch: Einfach das Programm einstellen und auf Start drücken. Schaltet sich nach Ende der Garzeit automatisch ab.

Vielseitigkeit

Begrenzt: Eignet sich vorrangig für das Druckkochen, Schmoren und Dämpfen.

Sehr vielseitig: Auch Warmhalten, Reiskochen, Slow-Cooking und Joghurt-Zubereitung möglich.

Anbraten

Auf dem Herd können die Zutaten hervorragend angebraten werden, da große Hitze möglich ist.

Die Hitze einer Herdplatte wird nicht erreicht. Manche Modelle besitzen eine spezielle Sauté-Funktion.

Sicherheit

Hoch, denn moderne Geräte besitzen mehrere Ventile für mehr Sicherheit. Das Garen erfordert aber Aufmerksamkeit.

Sehr hoch, da eingebaute Sensoren die Temperatur und den Druck ganz automatisch regeln.

Ein offener Instant Pot von oben fotografiert. Im Inneren sind Kohlrouladen eingeschlichtet.

Foto: IriGri/Shutterstock

Wie bediene ich den Schnellkochtopf richtig? 

Zuerst gibst du deine Lebensmittel mit ausreichend Wasser (mindestens 200 bis 300 ml) in den Topf, setzt den Deckel auf und verschließt ihn fest mit dem Bajonettverschluss. Anschließend stellst du den Schnellkochtopf auf den Herd und erhitzt ihn. Wenn der Inhalt zu kochen beginnt, kannst du die Hitze reduzieren und die Lebensmittel beginnen zu garen. Nach der entsprechenden Kochzeit kannst du den Topf nicht sofort öffnen, sondern du musst zuerst den Druck wieder reduzieren. Dazu lässt du entweder kontrolliert den Dampf ab oder lässt alles auskühlen. Erst dann kannst du den Deckel abnehmen. 

So kochst du sicher mit dem Schnellkochtopf 

Damit du beim Hantieren mit dem Schnellkochtopf keine Angst haben musst, besitzt er einige Sicherheitsfeatures. Sicherheitsventile leiten den Dampf ab und sorgen dafür, dass sich nicht zu viel Druck im Inneren aufbauen kann. Du kannst das Drucklevel über die Druckanzeige mitverfolgen. Darüber hinaus verhindern spezielle Mechanismen, dass du den Deckel abnehmen kannst, während der Topf noch unter Druck steht. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kontrollierst du Ventile und Dichtungen vor jedem Einsatz. Außerdem darfst du den Topf nicht zu voll füllen, es sollte einer alten Faustregel zufolge immer noch ein Drittel des Volumens frei bleiben. 

Schnellkochtopf kaufen: Was solltest du beachten? 

Wenn du dir einen Schnellkochtopf zulegen willst, kommt es natürlich vorrangig auf das Fassungsvermögen an, denn die praktischen Töpfe gibt es in vielen verschiedenen Größen. Diese richtet sich vor allem danach, für wie viele Leute du regelmäßig kochst. 

Außerdem solltest du sicherstellen, dass du den Schnellkochtopf auf deinem Herd zuhause auch wirklich einsetzen kannst – vor allem, wenn du einen Induktionsherd besitzt. Moderne Schnellkochtöpfe sind zwar normalerweise für Elektro-, Gas-, Induktions- und Glaskeramik-Herde ausgelegt, aber prüfe das vor dem Kauf vorsichtshalber nach.  

Achte darauf, dass die einzelnen Kochstufen gut sichtbar sind. Damit kannst du Druck und Garstufe leichter an deine Lebensmittel anpassen.  

Der Deckel sollte lückenlos auf dem Topf aufsitzen und sich gut verriegeln lassen. Prüfe die Sicherheitsventile und ob ausreichende Mechanismen vorhanden sind, um den Druck zu regeln. Der Schnellkochtopf darf sich nicht öffnen lassen, solange er noch unter Druck steht. 

Achte außerdem darauf, dass sich der Topf in der Geschirrspülmaschine reinigen lässt. Dazu müssen eventuell die Griffe abgenommen werden können.  

Wenn du deinen Schnellkochtopf regelmäßig einsetzt, solltest du nach einiger Zeit den Dichtungsring austauschen, da er mit der Zeit verschleißen kann. 

Zwei Hände öffnen einen Schnellkochtopf am Herd nach dem Garende.

Foto: Animaflora PicsStock/Shutterstock

10 praktische Schnellkochtopf-Tipps 

  • Den Schnellkochtopf solltest du nie mehr als zwei Drittel befüllen, denn im restlichen Drittel bildet sich während des Kochens der Wasserdampf. 
     
  • Das Gemüse kannst du am besten im Locheinsatz zubereiten. 
  • Reis, Bohnen und Getreide geben beim Kochen Stärke ins Wasser ab. Daher solltest du davon nur geringere Mengen einfüllen (weniger als zwei Drittel).  
     
  • Wenn du stark schäumende Lebensmittel verwendest, solltest du sehr vorsichtig sein. Gerade Suppen oder Eintöpfe mit vielen Hülsenfrüchten neigen zur Bildung von Schaum. Lass daher den Druck nach Garende langsam von selbst entweichen, damit das Ventil nicht verstopft. 
     
  • Gib Salz immer nur in bereits heiße Gerichte oder löse es vorher in etwas Flüssigkeit auf. Bleibt das Salz auf dem kalten Topfboden liegen, können sich mit der Zeit unschöne Flecken bilden.  
     
  • Ein Schnellkochtopf eignet sich perfekt für das Zubereiten von hartgekochten Eiern. Koche sie für rund 5 Minuten im Dampfeinsatz unter Druck. Die Eihaut zieht sich dabei von der Schale zurück und das Ei lässt sich besonders gut schälen. 
     
  • Zwiebeln karamellisieren: Gib Butter und etwas Natron in den Schnellkochtopf und röste darin unter Druck die Zwiebeln an. Das Natron beschleunigt die Maillard-Reaktion und du bekommst nach nur fünf Minuten herrlich braun-süße Zwiebeln. Lass sie nachher auf dem Herd noch etwas einkochen. 
  • Babyflaschen kannst du im Schnellkochtopf sterilisieren. Einfach mit der Öffnung nach unten auf dem Locheinsatz platzieren und für rund 10 Minuten im Topf auskochen. Dasselbe kannst du natürlich auch mit Marmeladegläsern machen. 
     
  • Kaum zu glauben, aber es funktioniert: Du kannst eingetrocknetes Brot auffrischen, indem du es auf den Locheinsatz legst und bei niedrigen Temperaturen ohne Druck auf dem Locheinsatz vom Wasserdampf befeuchten lässt.   
     
  • Wenn dein Cheesecake im Backofen immer einen Riss bekommt, gib etwas Wasser in den Schnellkochtopf und stelle den Kuchen auf den Locheinsatz. Bedecke ihn mit Alufolie, damit er vor Kondenswasser geschützt bleibt. Dann unter Druck für rund 30 Minuten „backen“.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Schnellkochtopf 

  • Bei vielen Modellen kannst du den Schnellkochtopf wie einen normalen Topf verwenden, wenn es der Hersteller erlaubt und du einen passenden Deckel dazu hast. 

Fazit: Schnellkochtopf kaufen 

Mit einem Schnellkochtopf kannst du deine Lebensmittel mit hohem Druck garen und gleichzeitig die Kochzeiten verkürzen. Du kannst damit Gemüse, Fleisch und mehr kochen, mit einem Locheinsatz deine Speisen sogar dämpfen. Wenn du dir einen Schnellkochtopf zulegen möchtest, achte beim Kauf nicht nur auf ein ausreichendes Fassungsvermögen, sondern auch auf funktionierende Sicherheitsmechanismen, gut erkennbare Kochstufen und vor allem, ob er zu deinem Herd passt. Wenn du Wert auf Bequemlichkeit legst, kannst du auch den Kauf eines Instant Pots überlegen, der die Zubereitung ganz automatisch abwickelt.