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Richtig bügeln: So gelingen auch heikle Stellen

MediaMagazin-Redaktion18. FEBRUAR 2026
Hände bügeln ein weißes Hemd mit einem weißen und blauen Dampfbügeleisen auf einem Bügelbrett mit grün-blauem Muster.

Foto: mariakray/Shutterstock

Bügeln zählt zu den weniger beliebten Haushaltsaufgaben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es viele heikle Kleidungsstücke gibt. Wir verraten, wie Sie diese richtig bügeln.

🕑 Lesedauer: 5 Minuten

Anleitung: Richtig bügeln

Eine glatt gebügelte Bluse oder ein Plisseerock mit exakten Kanten ist immer ein Hingucker. Allerdings kann es ein ganzes Stück Arbeit sein, bis du die Textilien perfekt gebügelt hast. Mit etwas Geduld und der richtigen Anleitung kannst du aber auch diese Herausforderung erfolgreich meistern. Hier sind Tipps, wie du auch heikle Textilien optimal bügeln kannst.

1. Hemden bügeln

Es ist keine Zauberei, ein Hemd schön und glatt zu bügeln. Du solltest dir dafür allerdings ausreichend Zeit nehmen und genau arbeiten. Außerdem darf der Stoff nicht zu trocken sein, damit er leichter zu glätten ist. Es hilft, wenn du mit einer Sprühflasche etwas Wasser auf den Stoff sprühst. Wenn du Hemden bügeln möchtest, haben wir hier drei praktische Tipps für dich. Mehr zum Thema kannst du in unserem Artikel „Hemden bügeln: Das große 1 x 1“ nachlesen.

3 Bügeltipps

- Kragen: Zuerst den Kragen flach auf das Bügelbrett legen, die Innenseite zeigt nach oben. Nun bügelst du vorsichtig von außen nach innen zur Mitte des Kragens hin. Dabei kannst du diesen mit den Fingern vorsichtig niederdrücken und in Form bringen. - Ärmel: Hier gilt es besonders vorsichtig und genau zu sein, denn du musst zwei Schichten Stoff auf einmal bügeln. Das erfordert viel Konzentration, daher vermeiden es viele. Den Ärmel zuerst mit der Rückseite auflegen und die Mitte bügeln. Dann drehst du den Ärmel um und bügelst ihn ganz – inklusive Knopf und Manschette.- Knöpfe: Dazu legst du die Knopfleiste ganz flach auf. Jetzt fährst du mit der Spitze des Bügeleisens vorsichtig in die Zwischenräume, ohne die Knöpfe selbst zu berühren. Diese könnten durch die Hitze beschädigt werden.


Detailaufnahme eines Outfits: Person im beigen Langarmshirt und mintgrünem Faltenrock hält einen beigen Hut mit Lederriemen in der Hand.

Oleksii Dubrovskyi/Shutterstock

2. Plissee

Plissee-Falten halten an und für sich von selbst ihre Form. Dennoch können sie mit der Zeit etwas „stumpf“ werden. Um verknitterte Stellen zu beseitigen, kannst du beispielsweise eine Dampfbürste verwenden. Wenn du sie richtig bügeln möchtest, brauchst du allerdings etwas Geduld. Dafür wirst du anschließend mit einem wundervoll glatten Plissee belohnt.

  • Zuerst das Kleidungsstück über das Bügelbrett ziehen, die Taille ist dabei auf der schmalen Seite des Bretts.
  • Nun mit der Hand glattstreichen.
  • Dann mit Stecknadeln das Plissee millimetergenau fixieren. Der fixierte Bereich sollte breiter sein als das Bügeleisen, um unerwünschte Falten zu vermeiden.
  • Nun von der Taille nach unten den fixierten Bereich bügeln.
  • Anschließend den Stoff rotieren und wieder festpinnen sowie bügeln.
  • Das wiederholst du so lange, bis das ganze Kleidungsstück gebügelt ist.

3. Pailletten

Damit das Paillettenkleid lange schön bleibt, solltest du es nach Möglichkeit nicht bügeln. Wenn es doch nötig wird, dann drehst du das Kleidungsstück vorher auf links. Niedrige Temperaturen sind zwingend erforderlich, damit die empfindlichen Pailletten auch wirklich keinen Schaden nehmen. Dasselbe gilt auch für alle heiklen Materialien, wie zum Beispiel Kunststoffe. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel „5 Tipps: Empfindliche Stoffe wie Polyester bügeln“.

4. Perlenstoffe

Sie sind schön anzusehen, aber nicht ganz einfach zu pflegen. Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, ist der direkte Kontakt mit den Perlen. Sie könnten durch die hohe Bügeleisen-Temperatur beschädigt werden oder sogar schmelzen. Zudem sind sie oft nur am Stoff festgeklebt und könnten sich durch die Hitze beim Bügeln wieder lösen. Daher solltest du immer ein Baumwolltuch zwischen den Perlenstoff und das Bügeleisen legen sowie mit niedrigen Temperaturen arbeiten.

5. Krawatten

Eine schöne, glatte Krawatte komplettiert einen gutsitzenden Anzug. Allerdings besteht sie meistens aus empfindlichen Textilien, wie zum Beispiel Seide oder Satin. Ein heißes Bügeleisen könnte darauf Spuren hinterlassen. Am besten ist, du dämpfst die Krawatten. So werden sie nicht nur glatt, sondern der Stoff wird außerdem aufgefrischt. Dazu verwendest du am besten ein Bügeleisen mit Dampf. Ohne die Krawatte zu berühren, gleitest du im Abstand von mehreren Zentimetern langsam über den Stoff.

3 praktische Tipps

  • Bügeln ohne Bügelbrett:Wer kein Bügelbrett zur Hand hat, kann auch flache und glatte Möbelstücke, wie zum Beispiel einen Tisch oder einen gepolsterten Fußhocker verwenden. Um die Oberflächen zu schonen, sollte man auf jeden Fall eines oder mehrere Handtücher darauflegen. Wie das genau geht, kannst du im Artikel „Bügeln ohne Bügelbrett: So klappt das ganz einfach" nachlesen.
  • Bügeln ohne Bügeleisen:Unterwegs hast du vermutlich kein Bügeleisen zur Hand. In diesem Fall tut es auch ein Föhn oder ein Haarglätter. Dazu feuchtest du das Kleidungsstück an und hängst es anschließend auf. Nun kannst du es mit dem Föhn trocknen, während du es stetig in Form ziehst. Ein nicht zu heiß eingestelltes Glätteisen ist vor allem für Krägen, Manschetten oder andere verwinkelte Stellen perfekt. Tipp: Das Glätteisen vorher reinigen und von Rückständen befreien.
  • Schneller bügeln:Wenn du beim Bügeln Zeit sparen möchtest, legst du Alufolie unter den Bezug des Bügelbretts. Dieses reflektiert die Hitze des Bügeleisens. Daher wird das aufgelegte Kleidungsstück gleich von beiden Seiten gebügelt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Warum entstehen beim Bügeln glänzende Stellen am Stoff?
Glanz entsteht meist durch zu hohe Temperaturen oder zu starken Druck auf empfindliche Fasern. Besonders dunkle Stoffe sind anfällig dafür. Ein dünnes Baumwolltuch zwischen Bügeleisen und Kleidung kann das verhindern.

Kann ich Kleidung bügeln, wenn sie komplett trocken ist?
Ja, allerdings ist es deutlich schwieriger. Leicht feuchte Stoffe lassen sich schneller und glatter bügeln. Alternativ hilft die Dampffunktion oder eine Sprühflasche mit Wasser.

Wie oft sollte ich Kleidung überhaupt bügeln?
Nicht jedes Kleidungsstück muss nach jedem Waschen gebügelt werden. Viele Materialien glätten sich bereits beim Trocknen auf dem Kleiderbügel. Bügeln lohnt sich vor allem bei Businesskleidung oder Stoffen, die schnell knittern.

Was tun, wenn das Bügeleisen Flecken auf der Kleidung hinterlässt?
In diesem Fall solltest du zuerst die Bügelsohle überprüfen. Ablagerungen oder Kalk können Rückstände verursachen. Die Sohle reinigen und das Kleidungsstück erneut waschen, bevor sich die Flecken festsetzen.

Fazit

Richtig bügeln ist keine Zauberei, erfordert aber etwas Geduld und die passende Technik. Das gilt besonders für heikle Materialien wie Plissee, Pailletten oder empfindliche Stoffe. Wenn du die Temperatur anpasst, sorgfältig arbeitest und Hilfsmittel wie Dampf oder ein schützendes Tuch nutzt, kannst du auch schwierige Kleidungsstücke problemlos glätten. Mit den richtigen Handgriffen sparst du nicht nur Zeit, sondern vermeidest außerdem Schäden. Darüber hinaus sorgst du dafür, dass deine Kleidung lange gepflegt und ordentlich aussieht.