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Wäschewaschen im Winter: So geht's ganz leicht

MediaMagazin-Redaktion4. JÄNNER 2025
Metallische Waschmaschinentrommel, halb gefüllt mit sprudelndem, türkisfarbenem Wasser. Oben spiegelt sich ein Raum mit Tür und Leuchte, unten ein Waschbecken.

Foto: urfinguss/iStock

Egal, wie kalt, nass oder nebelig es ist. Wäsche muss gewaschen und getrocknet werden. Wir verraten, was man beim Wäschewaschen im Winter beachten sollte.

🕑 Lesedauer: 4 Minuten

Wäschewaschen im Winter

Zuerst die gute Nachricht: In der Heizperiode sorgt das Aufhängen der Wäsche in den Wohnräumen für ein besseres Raumklima. Allerdings entsteht beim Trocknen auch Verdunstungskälte. Kann man die Wohnung nicht ausreichend beheizen, dann kommt es rasch zu Schimmelbildung. Abhilfe schafft regelmäßiges Lüften. Grundsätzlich sollte man Wäsche in großen Räumen aufhängen. Zudem platziert man den Wäscheständer am besten so, dass die Luft zwischen den Kleidungsstücken hindurchströmen kann. Ungeeignet sind hingegen fensterlose Badezimmer, unbeheizte Keller, Schlaf- und Kinderzimmer. Sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt, dann ist die Frosttrocknung die effizienteste und sparsamste Methode, um Wäsche zu trocknen. Denn: Bei Temperaturen unter null gefriert die Wäsche. Danach trocknet sie, ohne dass sich das Wasser noch einmal verflüssigt.

1. Wäschetrockner: Am besten mit Abluft

Wer seine Wäsche nicht draußen aufhängen kann oder möchte, verwendet am besten einen Trockner. Vor allem in kleineren Wohnungen hilft er Platz zu sparen, da man keine Wäschespinnen aufstellen muss. Ablufttrockner sind die preisgünstigsten Trocknermodelle und als Front- oder Toplader erhältlich. Der Wäsche wird mittels heißer Luft die Feuchtigkeit entzogen. Diese wird anschließend durch einen Schlauch ins Freie geleitet oder an die Raumluft abgegeben. Um Schimmelbildung vorzubeugen, können Ablufttrockner nur in Räumen mit Fenstern oder einem Schacht nach draußen verwendet werden.

2. Kondensationstrockner

Kondensationstrockner sind weiterentwickelte Ablufttrockner und in der Anschaffung zwar teurer, im Verbrauch jedoch sparsamer. Wärmepumpentrockner sind Kondensationstrockner mit einer Wärmepumpe. Die Energie, die zum Erwärmen der Luft genutzt wird, wird in der Wärmepumpe gespeichert. Somit kommt es nur zu sehr geringen Energieverlusten. Eine Kombination aus Waschmaschine und Wäschetrockner sind Waschtrockner. Je nach Modell funktionieren sie wie Abluft- oder Kondensationstrockner. Da Trockner ein größeres Trommelvolumen als Waschmaschinen benötigen, kann nur etwa die halbe Trommelladung getrocknet werden. Insofern sind Waschtrockner nur sinnvoll, wenn wenig gewaschen wird und es keinen Platz zum Aufhängen der Wäsche gibt.

3. Waschmaschine

Aber nicht nur Wäschetrockner sind wichtig beim Wäschewaschen im Winter, sondern auch Waschmaschinen. Das wichtigste Kriterium beim Kauf ist die Energieeffizienz. Doch auch andere Entscheidungen sind zu treffen. Frontlader-Waschmaschinen bieten eine Stellfläche – etwa für einen Trockner. Sie benötigen aber Raum auch nach vorne. Platzsparender sind Toplader, die auch mit verringerter Tiefe (44 cm statt 60 cm) erhältlich sind. Entscheidend ist zudem das benötigte Fassungsvermögen. 3 kg reichen für Einzelpersonen, Waschmaschinen mit 6 kg für 2–3-Personen-Haushalte und 4 bis 5 Personen kommen mit 6–8 kg Fassungsvermögen aus. Funktionen, über die eine Waschmaschine verfügen sollte, sind eine Programmwahl für Temperatur und Textilart, eine Pause-Taste und eine Eco-Funktion. Eco-Programme arbeiten energiesparend, da die Wäsche bei einer niedrigen Wassertemperatur länger eingeweicht wird. Damit kann das Waschmittel besser einwirken.

Richtig waschen

Achtet auch beim Wäschewaschen im Winter darauf, die Waschmaschine vollständig zu beladen. Faustregel: eine Handbreit Platz über der Wäsche lassen. So spart ihr Wasser, Waschmittel und Strom. Apropos Stromsparen: Besonders energieintensiv sind Kurzprogramme. Hier muss mehr Wasser aufgeheizt werden, um dasselbe Ergebnis zu erzielen. Hohe Waschtemperaturen sind Stromfresser. Eine Wäsche mit 90 °C benötigt rund fünfmal so viel Energie wie eine mit 30 °C. Dank moderner Waschmittel wird fast jede Wäsche bereits bei 20–30 °C sauber.

Schäden vorbeugen

Um Wasserschäden zu vermeiden, haben viele Waschmaschinen einen Aqua-Stopp. Dieser erkennt Leckagen und kappt notfalls die Wasserverbindung. Um die Langlebigkeit der Waschmaschine zu gewährleisten, sollte sie regelmäßig entkalkt werden. Da verkalkte Heizstäbe das Wasser nicht mehr effizient erhitzen, steigt der Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent. Zudem lässt die Waschleistung nach. Allergiker-Waschmaschinen reinigen Kleidung und Bettwäsche von Milben, Tierhaaren und Blütenpollen. Durch die nötigen hohen Temperaturen steigt allerdings der Stromverbrauch. Zusätzlich wird die Wäsche bedampft, was für eine porentiefe Reinigung sorgt. Eine Alternative ist die Silber-Technologie. Silber-Ionen ziehen Schadstoffe aus den Textilien und töten Gerüche sowie Bakterien ab. Zudem wirken sie selbst bei geringen Temperaturen desinfizierend.

Pro-Tipp: Waschmittel selbst gemacht

Durchschnittlich 8 kg Waschmittel verbrauchen wir pro Person und Jahr. Waschpulver hat nicht nur eine bessere Waschleistung als flüssiges Waschmittel, es fällt auch deutlich weniger Plastikmüll an. Wer auf Eigeninitiative setzt, kann Mittel für das Wäschewaschen im Winter selbst herstellen.

  • Kastanien: Pro Wäsche werden etwa 5-8 Kastanien und 300 ml Wasser benötigt. Kastanien kleinschneiden und acht Stunden lang in Wasser einlegen. Schnellvariante: 15 Minuten im Wasser köcheln. Den Sud zum Waschen verwenden. Für den Duft sorgen ätherische Öle.
  • DIY-Waschpulver: Das Waschpulver wird gefertigt aus 100 g Kernseife, 150 g Waschsoda und 150 g Natron. Zuerst Seife raspeln, dann mit Waschsoda und Natron vermischen – fertig! Für Weißwäsche 100 g Zitronensäure zufügen. Pro Waschladung 1 EL ins Pulverfach geben. Bei hartem Wasser zusätzlich etwas Essig ins Weichspüler-Fach füllen. Achtung: Nicht für Wolle und Seide geeignet!

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