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Tolle Fotos und Videos mit der Drohne aufnehmen

MediaMagazin-Redaktion19. MÄRZ 2026
Dunkelgraue Drohne mit acht Propellern und einer weißen Kamera fliegt vor einem blau-violetten Himmel mit orangefarbenem Horizont.

Foto: mailfor/iStock

Drohnen erfreuen sich großer Beliebtheit und sind dank praktischer Funktionen tatsächlich auch für Einsteiger interessant. Dennoch gibt es ein paar Dinge, auf die du beim Filmen und Fotografieren achten solltest.

🕑 Lesedauer: 5 Minuten

Der Weg zu coolen Fotos per Drohne

Drohnenfliegen hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung gemausert. Hobbyfotografen nutzen Geschwindigkeit und Wendigkeit des kleinen Gadgets, um einzigartige Aufnahmen in luftigen Höhen einzufangen. Und das gelingt deutlich einfacher und unkomplizierter, als man vielleicht vermuten mag. Wir haben mit einem Drohnen-Profi gesprochen und präsentieren dir hier seine besten Einsteiger-Tipps.

Drohnen-Profi

Mag. (Fh) Jürgen Brunner zeigt online sowie in den sozialen Medien wie eindrucksvoll Luftaufnahmen sein können, die von einer Drohne gemacht wurden. Uns hat er praktische Tipps zum Thema verraten. Mehr auf www.vidaero.eu

1. Erste Flugversuche mit der Drohne

Vor dem ersten Ausflug ist es wichtig, den Umgang mit der Drohne in Ruhe zu üben. Lies daher die Bedienungsanleitung und mach dich zudem mit dem Equipment vertraut. Wenn du Einstellungs- und Steuermöglichkeiten in der Theorie verstanden hast, fällt die praktische Umsetzung deutlich leichter. Dann kannst du erste Flugversuche starten. Drohnen-Pilot Jürgen Brunner rät hierzu: „Am besten übt man auf einer großen Fläche ohne Hindernisse zunächst die einfachsten Flugmanöver – also Starten, Landen oder im Viereck-Fliegen. So bekommt man ein erstes Gespür für die Bewegungen der Drohne.“

Zu Beginn solltest du mit der Drohne nur einfache Flugmanöver üben.

Foto: martin-dm/iStock

2. Den Wind beachten

Das Gute bei Drohnen ist, dass sie meist sicher und abrupt stehen (schweben) bleiben, wenn du die Finger von der Fernbedienung nimmst, verrät uns Brunner. Deshalb lässt du, wenn du in eine stressige Situation gerätst, einfach die Steuerung aus und orientierst dich neu. Wenn du vorausschauend fliegst, kannst du solche Situationen aber oft schon im Vorhinein vermeiden. Achte stets auf den Akkustand der Drohne, die Windverhältnisse und Hindernisse in der Umgebung. „Eine Windböe kann die Drohne ruckartig in eine Richtung verschieben. Deshalb sollte man immer einen Mindestabstand zu Bäumen und anderen Gefahren einhalten.“ Drohnen besitzen aber erfreulicherweise zahlreiche Sensoren und Sicherheitsfunktionen, die einen Absturz oder eine Kollision in der Regel verhindern können.

So ist die Kamera an einer Drohne befestigt.

Foto: aapsky/iStock

3. Flüssige Aufnahmen mit der Drohne

4K-Aufnahmen sind grundsätzlich besonders scharf und detailreich. Brunner rät jedoch dazu, die Einstellungen an die Drohne anzupassen und den Fokus verstärkt auf die Framerate zu legen. So macht es bei Geräten Sinn, die Auflösung auf 2,7K oder gar FullHD zu reduzieren und dafür mit mehr Bildern pro Sekunde zu filmen. „Bei Drohnen-Aufnahmen möchte man möglichst glatte, smoothe Videos sehen oder gelegentlich auch „Zeitlupen-Effekte“ einbauen – und das gelingt mit mehr Frames einfach besser“, lautet sein Fazit.

4. Freude am Ausprobieren

Beim Filmen und Fotografieren mit einer Drohne sind der Kreativität wenige Grenzen gesetzt. Wer dennoch auf der Suche nach Inspiration ist, könnte beim nächsten Ausflug jedenfalls Jürgen Brunners Lieblingsshots ausprobieren. „Ich persönlich liebe langgezogene Landschaftsaufnahmen. Es gibt so viele tolle Landschaften bei uns in Österreich, die von oben nochmal deutlich spannender aussehen. Auch Nahaufnahmen sind sehr reizvoll. Einen Windsurfer in Ebensee im Salzkammergut kann man halt einfach nur mit einer Drohne aus kurzer Distanz und in Action ablichten.“ Ebenfalls einen Versuch wert sind laut Brunner langsam gedrehte Kamerafahrten um ein zentrales Objekt. Einige Drohnen bieten dies sogar als automatisch ablaufendes Feature an. Manuell ist hingegen etwas Fingerspitzengefühl gefragt, jedoch der Aufwand lohnt sich!

Zum Beispiel: ein Foto aus der Vogelperspektive aufnehmen.

Foto: shaunl/iStock

5. Nachbearbeitung

Je nach Drohne und Verwendungszweck des Materials ist eine Nachbearbeitung oft gar nicht nötig. Wichtig ist hingegen, den Weißabgleich schon im Vorhinein richtig einzustellen. Für die Nachbearbeitung der Aufnahmen stehen Programme wie „iMovie“ von Apple oder das kostenlose, wenn auch nicht vorinstallierte, „Clipchamp“ zur Verfügung. Es gibt aber auch viele Spezial-Apps wie „DaVinci Resolve“ sowie kostenpflichtige Profi-Programme à la „Final Cut Pro“ oder „Adobe Premiere Pro“.

Tipp

Infos zu den gesetzlichen Bestimmungen findest du bei Austro Control sowie auf der ÖAMTC-Webseite.

Drohnenvideo nachbearbeiten

Foto: svetikd/iStock

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Welche Tageszeit eignet sich am besten für Drohnenaufnahmen?
Besonders stimmungsvoll sind Aufnahmen am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Dann ist das Licht weicher und die Schatten wirken interessanter.

Wann sollte ich besser nicht mit der Drohne filmen?
Bei starkem Wind, Regen, schlechter Sicht oder frostigen Temperaturen ist Vorsicht angesagt. Solche Bedingungen können die Steuerung erschweren und die Akkuleistung beeinträchtigen.

Welche Motive eignen sich besonders gut für Einsteiger?
Landschaften, Felder, Seen, Wege oder einzelne Gebäude sind meist dankbare Motive. Sie bewegen sich nicht plötzlich und geben genug Zeit, Perspektive und Bildaufbau auszuprobieren.

Wie wirken Drohnenvideos ruhiger und hochwertiger?
Langsame Flugbewegungen, klare Bildkompositionen und nicht zu hektische Richtungswechsel machen viel aus. Oft ist weniger mehr, denn eine ruhige Kamerafahrt wirkt meist besser als ein überladener Action-Clip.

Sollte ich Fotos und Videos immer in der höchsten Auflösung aufnehmen?
Nicht unbedingt. Höhere Auflösung klingt zwar gut, braucht aber mehr Speicherplatz und Rechenleistung.

Fazit

Mit einer Drohne beeindruckende Fotos und Videos aufzunehmen, ist oft einfacher, als du vielleicht vermutest. Entscheidend ist dabei weniger spektakuläre Technik als ein sicherer Umgang mit dem Gerät, ein gutes Gefühl für Wetter, Umgebung und Perspektive sowie die Bereitschaft, ein wenig zu üben. Wenn du dich an einfache Flugmanöver herantastest und verschiedene Blickwinkel ausprobierst, erzielst du oft sehenswerte Ergebnisse. Auch kleine Anpassungen bei Auflösung oder Nachbearbeitung können viel bewirken. Am Ende gilt, dass gute Drohnenaufnahmen nicht nur durch Höhe entstehen, sondern vor allem durch Kreativität und einen bewussten Blick fürs Motiv.