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Kochtrends 2024: Es wird wieder mehr frisch gekocht

MediaMagazin-Redaktion21. JÄNNER 2024
Zwei Personen kochen gemeinsam in einer modernen Küche; eine Frau schüttet Nudeln in einen Topf, ein Mann rührt in einer Pfanne

Foto: Stefanie Winter

Das sind die Kochtrends 2024

Bei den diesjährigen Kochtrends ist die derzeitige Teuerung deutlich zu spüren. In den Haushalten bleibt weniger Geld, um beispielsweise Essen zu bestellen oder für einen Restaurantbesuch. Das hat marketagent im Auftrag von elektrabregenz in einer aktuellen Umfrage herausgefunden. So geben 21 % der Befragten an, dass sie aus Kostengründen seltener Besuche im Restaurant sowie Essensbestellungen genießen. Dafür schwingen sie immer öfter den Kochlöffel in der heimischen Küche. Generell wird in 96 % der Haushalte mindestens einmal pro Woche gekocht, in 38 % sogar täglich. Was man in den Töpfen und Pfannen findet, wollen wir hier in den Kochtrends 2024 näher beleuchten.

1. Pflanzlich und Plant-based

Die pflanzliche Küche ist gekommen, um zu bleiben. Im Gegenzug geht der Konsum von Fleisch immer mehr zurück. Bei den Kochtrends ist es ganz egal, ob man als Vegetarier (16 %) oder als Veganer (5 %) an das Kochen herangeht. Darüber hinaus gibt es auch noch sogenannte Flexitarier, die zwar vegetarisches Essen bevorzugen, aber dennoch hin und wieder Fleisch konsumieren. Immer mehr an Boden gewinnen dafür die sogenannten Plant-based-Produkte. Das sind Ersatzprodukte aus beispielsweise Soja, Weizen, Erbsen, die Fleisch imitieren. Man kann sie etwa als Steaks oder Bratwürste erwerben. Sogenannte „Vegourmets“ (vegane Gourmets) verzichten hingegen nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Ersatzprodukte. In naher Zukunft soll außerdem die Präzisionsfermentation an Bedeutung gewinnen. Damit kann man aus Zutaten, wie zum Beispiel Hefe, Proteine für die Herstellung von Plant-based-Speisen gewinnen.

2. Fleisch als Gegenbewegung

Auch wenn die pflanzliche Ernährung immer verbreiteter wird in Österreich, gibt es zahlreiche Menschen („Carneficiados“), die nicht auf Fleisch verzichten wollen. Allerdings achten viele darauf, dass das Fleisch in ihrer Ernährung hochwertig ist und aus nachhaltigen Quellen stammt. Industriell hergestelltes Fleisch wird von ihnen abgelehnt. Für alle Fleischesser kommt vermutlich auch bald „Cultured Meat“ oder „Cultured Fish“ auf den Markt. Das ist Fleisch, das im Labor aus tierischen Zellen kultiviert wurde.

3. Regionalität ist wichtig

Nicht nur die Qualität der zu verkochenden Lebensmittel ist den Umfrageteilnehmern wichtig, sondern auch, dass sie aus regionalen Quellen stammen. Immer öfter zu hören ist der Begriff „New Glocal“, welcher die Neuausrichtung des globalen Ernährungssystems umfasst. Künftig soll nicht der Preis, sondern die regionale Verfügbarkeit über den Import eines Nahrungsmittels entscheiden. So kommt es auch immer öfter vor, dass exotische Pflanzen und Tiere in Österreich ihre Heimat finden – die sogenannten „Local Exotics“. Als „New Glocals“ bezeichneten sich in der Umfrage insgesamt 11,5 % der Teilnehmer.

Foxys Forest Manufacture/Shutterstock

4. Resteküche im Vormarsch

Die Begriffe „Zero Waste“ (kein Abfall) oder „Re-use Food (Weiterverwertung von Resten) sind nicht neu. Entweder man verbraucht ein Gemüse von der Wurzel bis zur Blüte oder man zaubert aus Resten wie beispielsweise Schalen Köstlichkeiten, wie etwa knusprige Chips oder gehaltvolle Smoothies. Dieser Gedanke fand auch bei den Umfrageteilnehmern Anklang. So gaben 11 % an, keine Lebensmittel mehr zu verschwenden. Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt auch der sogenannte „Circular Food“-Trend, bei dem Lebensmittel wieder dem biologischen Kreislauf zugeführt werden.

5. Foods im Trend

  • Suppe: Das perfekte Auffangbecken für Gemüse, das nicht anderweitig verarbeitet werden kann oder bereits etwas welk ist. Auch auf TikTok sind Suppenrezepte sehr beliebt. Sie sind sogar so populär, dass diese Abteilung „SoupTok“ genannt wird.
  • Buchweizen: Früher war das Pseudo-Getreide als „Essen für Arme“ in Verruf geraten. Heute findet es auch in der Spitzengastronomie seinen Platz. Die renommierte New York Times hat gar das Jahr des Buchweizens aufgerufen. Bei den Konsumenten ist er für sein nussiges Aroma, seine Vielseitigkeit und seinem Reichtum an Nähr- und Ballaststoffen beliebt. Zudem ist er von Natur aus glutenfrei.
  • Pilze: Nicht nur als Alternative zu Fleisch haben sich die Waldbewohner einen Namen gemacht. Sie sind als protein- und nährstoffreiche Nahrungsmittel beliebt.
  • Pfirsich: Die leckere Steinfrucht erlebt heuer ihr großes Comeback. Die Früchte sind so beliebt, dass Pantone den „Pfirsichflaum“ zur Farbe des Jahres 2024 gewählt hat.

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