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MWC 2026: Die Hingucker und Trends der Messe

MediaMagazin-Redaktion3. MÄRZ 2026
James Li, CEO von Honor, mit einem humanoiden Roboter und dem Robot Phone an seiner Seite. Im Hintergrund wird ein Alpha-Zeichen eingeblendet.

Foto: Honor

Am MWC 2026 wurden nicht nur Smartphones präsentiert. Wir haben uns auf der Messe nach Trends und interessanten Produktinnovationen umgesehen.

Mann tippt auf eine Smartwatch, die er am Arm trägt. Am Display ist das Wort "AI" zu lesen. Im Hintergrund liegt ein Smartphone.

Foto: K2L Family Stock/Shutterstock

1. KI als Basis

Was sich bereits zur CES 2026 angekündigt hat, setzt sich auf dem MWC 2026 konsequent fort. Künstliche Intelligenz entwickelt sich von einer Zusatzfunktion zur festen Basis moderner Geräte. KI läuft dabei nicht mehr nur als einzelne App im Hintergrund, sondern wird direkt in Prozessoren und Systemarchitekturen integriert. Spezielle KI-Einheiten übernehmen Berechnungen lokal auf dem Gerät und machen viele Funktionen schneller und unabhängiger von der Cloud.

KI in Wearables

Besonders sichtbar wird dieser Trend bei Wearables, wo KI-Funktionen zunehmend direkt am Handgelenk verfügbar werden. Generell hält KI Einzug in Smartwatches und andere kompakte Geräte und wird dort zum integralen Bestandteil der Bedienung und der Auswertung von Daten. Auch Honor setzt stark auf dieses Thema, unter anderem mit einem sogenannten „Robot Phone“, das mithilfe integrierter KI auf seine Umgebung reagieren kann.

KI-Notebook

Doch nicht nur Smartphones und Wearables profitieren. Mit Geräten wie dem „MagicBook Pro 14“ demonstriert Honor, wie KI auch im Notebook-Bereich zur Systembasis wird. Ausgestattet mit Prozessoren der „Intel Core Ultra Series 3“ sind diese Geräte für rechenintensive Anwendungen und kreative Workflows optimiert. KI beschleunigt hier nicht nur einzelne Programme, sondern unterstützt das gesamte Nutzungserlebnis.

Smart Glasses

Auch im Bereich Smart Glasses spielt KI eine zentrale Rolle. Die Deutsche Telekom präsentierte ihre neuen AI Glasses mit Dual-Display, entwickelt auf Basis der „RayNeo X3 Pro“ aus dem Umfeld des chinesischen Herstellers TCL. Die Brille reagiert auf Sprachbefehle oder Blicksteuerung, übersetzt Texte in Echtzeit und unterstützt im Alltag bei Produktsuche oder Navigation. Damit zeigt sich deutlich, dass KI 2026 kein Zusatzfeature mehr ist, sondern die technische Grundlage vieler neuer Gerätegenerationen prägt.

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Video: Lenovo Legion

2. Innovative Foldables

Ganz ohne Smartphones kommt auch ein Blick auf die Trends des MWC 2026 nicht aus. Zwar sind Falttelefone nicht mehr die große Revolution früherer Jahre, haben sie doch nun ihren Platz im Alltag gefunden. Mit dem „Honor Magic V6“ zeigte Honor, wie dünn und leistungsfähig moderne Book-Style-Foldables inzwischen geworden sind. Auch Motorola erweitert sein Portfolio um das „Motorola Razr Fold“, das den Einstieg des Herstellers in das größere Fold-Format markiert. Samsung wiederum demonstrierte mit seinem „Trifold“, wie sich das Konzept weiterdenken lässt. Drei Display-Segmente ermöglichen eine nochmals größere Arbeitsfläche und unterstreichen die technologische Machbarkeit.

Faltbare Konsole

Dass sich die Technik nicht nur auf Smartphones beschränkt, zeigt Lenovo mit dem „Legion Go Fold“. Selbst Gaming-Konsolen lassen sich inzwischen falten und verbinden Handheld- mit Laptop-Elementen. Damit wird deutlich, dass Foldables 2026 kein Nischenexperiment mehr sind, sondern eine etablierte Gerätekategorie.

Links der Snapdragon Wear Elite-Chip, rechts ist er stilisiert in drei unterschiedliche Wearables eingebaut.

Foto: Qualcomm

3. Neue Prozessoren

Qualcomm sorgte mit dem „Snapdragon Wear Elite“ für Aufmerksamkeit. Der neue Chip ist speziell für Wearables und Smartwatches konzipiert und legt den Schwerpunkt klar auf KI-Leistung direkt am Gerät. KI-Funktionen werden damit nicht mehr ausschließlich in der Cloud verarbeitet, sondern lokal auf der Uhr ausgeführt. Das steigert Geschwindigkeit und Datenschutz. Mit Samsung hat bereits ein großer Hersteller bestätigt, dass kommende Generationen der „Galaxy Watch“ auf diese Plattform setzen werden.

Auch AMD treibt die Integration von KI in die Hardware konsequent voran. Nachdem das Unternehmen zur CES 2026 mit der mobilen „Ryzen AI 400“-Serie vorgelegt hatte, folgte nun auf dem MWC 2026 die Desktop-Variante. Zwölf neue Prozessoren der Ryzen AI PRO 400-Reihe erweitern das Portfolio. Sie basieren technisch auf den mobilen Chips, sind jedoch für professionelle Anwendungen im Desktop-Bereich ausgelegt und sollen im zweiten Quartal erscheinen.

Zeigefinger an einer Hand zeigt auf den Schriftzug "Ultra Fast WiFi", der in einen Raster an Symbolen eingebettet ist.

Foto: Funtap/Shutterstock

4. Schnellere Netzwerke

Während Wi-Fi 7 gerade erst in Haushalten ankommt, blickt die Branche bereits nach vorne. Qualcomm zeigte mit dem „FastConnect 8800“ erste Lösungen für Wi-Fi 8 und kombiniert darin moderne Funkstandards wie Bluetooth, Ultrawideband und Thread für stabilere Verbindungen zwischen Smartphone, Wearables und Smart-Home-Geräten. Noch spannender für Benutzer ist jedoch das neue „X105 5G“ Modem-RF, das den Weg für 5G Advanced ebnet. Eine integrierte KI-Engine analysiert dabei das Nutzungsverhalten in Echtzeit und optimiert Verbindungen etwa beim Streaming oder Gaming. Technisch verspricht Qualcomm mehr Energieeffizienz, genauere Standortbestimmung, 5G über Satellit sowie Datenraten von bis zu 14,8 GBit/s im Download. Geräte mit dem neuen Modem werden in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Die Hingucker des MWC 2026

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1. E-Rennwagen von Xiaomi

Ist Xiaomi hierzulande vor allem für Smartphones und smarte Haushaltsgeräte bekannt, präsentierte der chinesische Hersteller auf dem MWC 2026 ein ultramodernes Konzept-Elektroauto. Das „Xiaomi Vision Gran Turismo“ ist eine virtuelle Designstudie und Xiaomis Vision eines elektrischen Performance-Fahrzeugs. Das aerodynamisch optimierte Hypercar wurde laut Unternehmen „vom Wind geformt“ und erinnert mit seiner fließenden Linienführung an einen Wassertropfen. Im Fokus steht die theoretische Balance zwischen hohem Abtrieb in schnellen Kurven und maximaler Effizienz auf der Geraden, eine klare Anlehnung an den Motorsport.

Ein Honor MagicPad 4 aufgestellt mit Tastatur, über den Tasten liegt ein weiteres Honor-Tablet. Rechts davon sind die technischen Spezifikationen aufgelistet.

Foto: Honor

2. Ultradünnes Honor-Tablet

Schlank, schlanker, Tablet: Mit dem 12,3 Zoll großen „MagicPad 4“ hat Honor ein nur 4,8 Millimeter dünnes Tablet vorgestellt, das rund 450 Gramm wiegt. Damit zählt es zu den besonders kompakten Geräten seiner Klasse. Zur Ausstattung gehören ein 165-Hz-OLED-Display, ein „Snapdragon 8 Gen 5“-Prozessor sowie ein 10.100-mAh-Akku. Honor setzt dabei stark auf Vernetzung. Das Tablet soll sich möglichst unkompliziert mit anderen Geräten verbinden lassen, auch über Plattformgrenzen hinweg.

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3. Roboter mit Moonwalk

Neben klassischen Produktneuheiten sorgte Honor auch mit einer Robotik-Demonstration für Aufmerksamkeit. Ein humanoider Roboter, der unter anderem den Moonwalk beherrscht, leitete die Präsentation des sogenannten „Robot Phone“ ein, das sich ebenfalls zur Performance bewegte. Ob und wann der tanzende Roboter als eigenständiges Produkt auf den Markt kommt, ist bislang offen. Zum neuen Honor-Smartphone findest du weitere Details in unserem Artikel „5 spannende neue Handys am MWC 2026“.

Zusammenfassung

Der MWC 2026 macht wieder einmal deutlich, wohin sich die Branche bewegt. Künstliche Intelligenz wird zur grundlegenden Technologie in Smartphones, Wearables, Notebooks und Netzwerklösungen. Foldables haben die Experimentierphase hinter sich gelassen und entwickeln sich zu einer etablierten Geräteklasse, die mittlerweile auch andere Genres wie Gaming erfasst. Neue Prozessoren und Modems sorgen für mehr Leistung, bessere Energieeffizienz und intelligentere Konnektivität. Gleichzeitig zeigen Hingucker wie das Xiaomi-Konzeptauto oder robotische Demonstrationen, dass Innovation auf dem MWC nicht nur funktional gedacht werden darf, sondern auch über Emotionen gesteuert wird.