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Hausmittel bei Erkältung: 5 Tipps, die wirklich helfen

MediaMagazin-Redaktion31. DEZEMBER 2025
Krank wirkender Mann sitzt im Bett, in eine Decke gehüllt, und putzt sich mit einem Taschentuch die Nase.

Foto: PeopleImages/Shutterstock

Die Selbstheilungskräfte unterstützen

🕑 Lesedauer: 4 Minuten

Hausmittel bei Erkältung

Eine Erkältung erwischt dich oft mitten im Alltag. Plötzlich ist die Nase zu, der Hals kratzt und du fühlst dich schlapp. Medikamente sind nicht immer sofort notwendig, denn viele Beschwerden lassen sich bereits mit einfachen und gut bewährten Hausmitteln lindern. So kannst du beispielsweise mit Wickeln, Inhalieren und anderen sanften Methoden die Selbstheilungskräfte des Körpers merklich unterstützen. Wichtig ist dabei zu wissen, welche Methoden tatsächlich helfen und wie du sie richtig anwendest. Wir zeigen dir daher fünf wirksame Hausmittel bei Erkältung und erklären Schritt für Schritt ihre Anwendung.

 Junge Frau mit Mütze und Decke sitzt auf dem Sofa, hält eine Tasse in der Hand und putzt sich mit einem Taschentuch die Nase.

Foto: sebra/Shutterstock

1. Ausreichend trinken

Während einer Erkältung verliert der Körper durch Schwitzen, eine laufende Nase und erhöhte Atemfrequenz viel Flüssigkeit. Daher solltest du in dieser Zeit viel trinken, denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist das Fundament jeder Erkältungsbehandlung. Warme Getränke befeuchten die gereizten Schleimhäute, lindern Halsschmerzen und helfen deinem Körper, Schleim zu lösen. Zudem führst du dem Körper jene Mineralstoffe wieder zu, die er zuvor beim Schwitzen verloren hat. Auch dein Kreislauf dankt dir ausreichendes Trinken.

Was soll ich trinken?

Salbei wird gerne bei Halsweh getrunken, Thymian ist gut für die Atemwege und Kamille wirkt als Allrounder ohnehin entzündungshemmend. Ein echter Power-Helfer ist auch der Ingwer-Zitronen-Drink, dessen Zubereitung wir dir im Artikel „Ingwer für die Gesundheit: So wirkt die kraftvolle Knolle“ erklären. Generell sind Kräutertees besonders beliebt, da sie natürliche ätherische Öle enthalten.

Mit einem Wasserkocher oder einem Teeautomaten bereitest du Tee schnell und in optimaler Temperatur zu. Das ist ideal, wenn du dich krank und erschöpft fühlst.


 Kranks wirkender Mann sitzt in eine Decke gehüllt auf dem Sofa und inhaliert mit einer Atemmaske.

Foto: Impact Photography/Shutterstock

2. Inhalieren löst festsitzenden Schleim

Ein Klassiker unter den Hausmitteln bei Erkältung ist die Dampfinhalation. Dabei befeuchtet warmer Wasserdampf die Atemwege, löst Schleim und erleichtert das Durchatmen. Alles, was du dazu brauchst, ist eine Schüssel mit heißem Wasser und ein Handtuch. Mit Salz oder getrockneten Kräutern und Blüten kannst du die Wirkung zusätzlich noch verstärken.

Anwendung

Bis zu drei Mal täglich 5 bis 10 Minuten inhalieren. Dabei solltest du ruhig und tief einatmen, damit du nicht hyperventilierst. Wenn dir schwindlig wird, solltest du sofort pausieren und dich hinlegen.

Komfortabler funktioniert die Anwendung mit einem elektrischen Inhalator. Dieser ist besonders praktisch, wenn du häufiger mit Atemwegsproblemen kämpfst. Weitere Vorteile sind, dass du dich nicht mit heißem Dampf verbrühen kannst, sondern diesen richtig temperiert und gezielt im Nasen-Rachen-Raum einsetzt. Hat dein Inhalator einen Vernebler, dann erreichst du Bronchien und sogar die Lunge mit den feinen Tröpfchen. Nicht zuletzt kannst du medizinische Inhalate viel einfacher dosieren.


 Person liegt auf dem Sofa und hält eine rote Wärmflasche auf dem Bauch, um Schmerzen zu lindern.

Foto: M21Perfect/Shutterstock

3. Wärme und Wickel zur Schmerzlinderung

Wärme ist ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles Hausmittel bei Erkältung. Es hilft gegen jene Verspannungen und Gliederschmerzen, die häufig mit einer Erkältung einhergehen. Ein warmes Bad oder eine Wärmflasche hilft deinem Körper, loszulassen und fördert die Durchblutung. Punktuelle Hilfe kannst du deinem Körper mit warmen oder kalten Wickeln anbieten.

  • Kalte Wickel kommen auf akute Entzündungen (zum Beispiel bei irritierten Seitensträngen).
  • Warme Wickel dienen eher zur Schleimlösung und der Linderung des Hustenreizes.
  • Topfenwickel (kalt) haben sich gegen Fieber und akute Entzündungen im Hals bewährt.

Wenn du es beständig warm im Bett haben möchtest, kannst du dir ein elektrisches Heizkissen oder eine Heizdecke zulegen. Perfekt, wenn du dich länger ausruhen willst. Was du beim Kauf einer Heizdecke beachten solltest, erklären wir dir im Artikel „Heizdecke kaufen: Diese Punkte solltest du beachten".

Person liegt entspannt im Zimmer und betrachtet den aufsteigenden Wasserdampf eines Luftbefeuchters.

Foto: Olga Ilina/Shutterstock

4. Feuchte Luft für freie Atemwege

Trockene Heizungsluft verschlimmert oftmals Halsschmerzen und reizt die empfindlichen Schleimhäute in der Nase zusätzlich. Eine höhere Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen kann wirkungsvoll dazu beitragen, dass deine Atemwege nicht austrocknen. Auch das Atmen in der Nacht wird dadurch wesentlich erleichtert. Wenn du regelmäßig lüftest, dann holst du dabei automatisch feuchtere Luft ins Zimmer. Allerdings kann das, bei besonders trockener Raumluft, nicht ausreichen.Nicht unbedingt ein Hausmittel bei Erkältung, aber dennoch sehr effektiv sind elektrische Luftbefeuchter, die automatisch für ein angenehmes Raumklima sorgen. Diese stellst du am besten im Schlafzimmer, Kinderzimmer oder Arbeitszimmer auf. Sie eignen sich auch perfekt, wenn du einer Erkältung vorbeugen willst.

5. Gesunde Ernährung und Ruhe

Der Körper benötigt Energie und Nährstoffe, um Viren wirkungsvoll bekämpfen zu können. Hühnersuppe bei Erkältung kann manchmal Wunder wirken. Zudem unterstützen leichte Mahlzeiten wie Kartoffelpüree und vitaminreiche Obst- und Gemüsesorten das Immunsystem im Kampf gegen die lästigen Viren. Ebenso wichtig wie die Ernährung ist die Erholung, denn diese ist eines der wirksamsten Hausmittel gegen Erkältung. Ausreichend Schlaf und Ruhe geben dem Körper die Gelegenheit, sich selbst zu regenerieren und die Krankheit rasch zu überwinden. Beim Zubereiten von Suppen, Pürees oder Ingwer-Shots helfen dir praktische Küchenhelfer wie Smoothiemaker oder Standmixer, mit denen du die frischen Zutaten im Handumdrehen verarbeiten kannst.

In eine Decke gehüllte Frau sitzt auf dem Sofa und isst eine warme Suppe aus einer Schüssel.

Foto: Pixel-Shot/Shutterstock

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich inhalieren?
1–2-mal täglich sind ideal, um Schleimhäute zu befeuchten und Schleim zu lösen.

Welche Tees wirken besonders gut?
Thymian, Salbei, Ingwer und Kamille sind beliebt, da sie beruhigend und schleimlösend wirken. Lindenblüten hingegen fördern das Schwitzen.

Wann sollte ich trotz Hausmitteln zum Arzt?
Wenn hohes Fieber länger anhält, starke Schmerzen auftreten oder die Beschwerden nach einigen Tagen nicht besser werden, ist ein Arztbesuch ratsam.

Hilft Vitamin C wirklich?
Vitamin C kann das Immunsystem und damit die Selbstheilungskräfte unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Behandlung.

Welche Wickel helfen am besten?
Warme Brustwickel bei Husten, kühle Halswickel bei Schmerzen und Entzündungen.

Sind Hausmittel bei Erkältung gleich effektiv wie Medikamente?
Sie lindern Beschwerden, ersetzen aber keine Diagnose oder Behandlung bei schweren Symptomen.

In eine Decke gehüllter junger Mann sitzt auf dem Sofa und trinkt aus einer Tasse, vor ihm stehen Medikamente.

Foto: Pixel-Shot/Shutterstock

Fazit

Hausmittel bei Erkältung bieten eine einfache und natürliche Möglichkeit, Beschwerden zu lindern und den Heilungsprozess zu unterstützen. Hilfreich sind hier warme Getränke, Inhalieren und die ideale Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Auch wenn das zum Teil nur kleine Maßnahmen sind, können sie die Heilung teils erstaunlich vorantreiben. Einen Arztbesuch oder Medikamente bei ernsten Symptomen können Hausmittel allerdings nicht ersetzen. Sie können dir nur helfen, deine Selbstheilung zu unterstützen.