Die 8 wichtigsten Tipps beim Kauf einer Waschmaschine

MediaMagazin-Redaktion20. AUGUST 2026
Frau mit langen Haaren öffnet die Tür einer weißen Waschmaschine in einem Elektrofachmarkt mit mehreren Geräten im Hintergrund.

Foto: Mike_shots/Shutterstock

So findest du rasch und einfach das richtige Gerät: Du suchst eine neue Waschmaschine, aber das vielfältige Angebot an Geräten mit zahlreichen Funktionen und Programmen macht die Auswahl nicht leicht. Hier sind acht wichtige Tipps, damit du beim Kauf einer Waschmaschine den Überblick behältst.

🕑 Lesedauer: 5 Minuten

Checkliste: Waschmaschine kaufen

Eine neue Waschmaschine muss her. Vielleicht hat das alte Gerät den Geist aufgegeben, du richtest gerade deinen ersten eigenen Haushalt ein oder deine bisherige Maschine ist für einen größer gewordenen Haushalt einfach zu klein. Neben den Abmessungen und dem Fassungsvermögen spielen beim Kauf unter anderem Bauweise, Sicherheitsmerkmale, Funktionsumfang und die verfügbaren Waschprogramme eine Rolle. In diesem Ratgeber erfährst du, worauf du beim Kauf einer Waschmaschine achten solltest und welche Funktionen für deinen Alltag wirklich sinnvoll sind. Wir haben dazu eine praktische Checkliste für dich angelegt.

1. Worauf ist beim Aufstellen zu achten?

Bevor du eine neue Waschmaschine kaufst, solltest du den dafür vorgesehenen Stellplatz genau ausmessen. Achte dabei nicht nur auf Breite, Höhe und Tiefe des Geräts, sondern plane auch genügend Platz für Anschlüsse und Schläuche auf der Rückseite ein. Bei einem Frontlader muss außerdem vor der Maschine ausreichend Platz vorhanden sein, damit du die Tür vollständig öffnen und die Wäsche bequem ein- und ausladen kannst. Steht nur wenig Platz zur Verfügung, kann ein Toplader eine Alternative sein. Diese Geräte werden von oben befüllt und sind häufig schmaler als klassische Frontlader. Dafür benötigst du über der Waschmaschine genügend Platz, um den Deckel öffnen zu können. Soll die Waschmaschine unter einer Arbeitsplatte stehen oder später ein Trockner daraufgestellt werden, kommt in der Regel ein Frontlader infrage.

Miss vor dem Kauf außerdem den gesamten Transportweg aus. Türen, Treppen, enge Kurven oder schmale Durchgänge können zum Problem werden, selbst wenn die Waschmaschine am vorgesehenen Stellplatz problemlos Platz findet.

Die Wahl der Anschlüsse

Für den Betrieb benötigt eine Waschmaschine in der Regel eine Steckdose sowie Anschlüsse für Wasserzulauf und Wasserablauf. Prüfe deshalb vor dem Kauf, ob diese am vorgesehenen Stellplatz vorhanden und gut erreichbar sind. Verlängerungskabel oder Mehrfachsteckdosen sind für Waschmaschinen grundsätzlich keine gute Lösung. Das Gerät sollte entsprechend den Herstellerangaben an eine geeignete Steckdose angeschlossen werden.

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2. Welche Motoren gibt es?

Auch die Bauweise des Motors kann eine Rolle spielen, wenn du eine möglichst wartungsarme Waschmaschine suchst. Bei klassischen Elektromotoren kommen häufig sogenannte Kohlebürsten zum Einsatz. Sie übertragen den Strom auf bewegliche Teile des Motors und nutzen sich durch den ständigen Kontakt mit der Zeit ab. Irgendwann kann es deshalb notwendig werden, dass du sie austauschen lässt. Viele moderne Waschmaschinen besitzen stattdessen einen bürstenlosen, elektronisch gesteuerten Motor, der häufig als Inverter-Motor bezeichnet wird. Da dieser ohne Kohlebürsten auskommt, entfällt zumindest dieses klassische Verschleißteil. Davon zu unterscheiden ist der sogenannte Direktantrieb: Hier sitzt der Motor direkt an der Trommel, sodass zusätzlich auf Antriebsriemen und Riemenscheibe verzichtet werden kann.

Aber Vorsicht: Weniger mechanische Bauteile bedeuten nicht, dass die Waschmaschine insgesamt wartungsfrei ist.

Geflochtener Wäschekorb mit Kleidung steht vor Waschmaschine und Trockner

Foto: Pixel-Shot/Shutterstock

3. Wie bleibt die Waschmaschine sauber?

Mit der Zeit können in einer Waschmaschine unangenehme Gerüche entstehen. Feuchtigkeit sowie Rückstände von Waschmittel, Weichspüler, Schmutz und Flusen können Ablagerungen begünstigen, in denen sich Bakterien oder Schimmel ansiedeln. Achte deshalb bereits beim Kauf darauf, dass sich sensible Bereiche der Waschmaschine leicht erreichen und reinigen lassen. Dazu gehören vor allem die Türmanschette, die Waschmittelschublade und der Filter der Ablaufpumpe. Praktisch ist beispielsweise eine Waschmittelschublade, die sich vollständig herausnehmen und separat reinigen lässt. Auch der Pumpenfilter sollte gut zugänglich sein. Nach dem Waschen hilft es, die Tür und das Waschmittelfach eine Zeit lang geöffnet zu lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Viele Waschmaschinen bieten außerdem ein spezielles Programm zur Trommel- oder Maschinenreinigung. Je nach Gerät läuft dieses mit höheren Temperaturen und ohne Wäsche. Ob und wie häufig ein solches Reinigungsprogramm verwendet werden sollte, steht in der Bedienungsanleitung des Herstellers.

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4. Was bringt eine Schontrommel bei Waschmaschinen?

Wenn du häufig empfindliche Textilien wäschst, kann sich ein Blick auf die Bauweise der Waschtrommel lohnen. Viele Waschmaschinen verfügen über sogenannte Schontrommeln, deren Oberfläche so gestaltet ist, dass die Wäsche während des Waschgangs möglichst wenig mechanisch beansprucht wird. Je nach Hersteller kommen dafür unterschiedliche Trommelstrukturen zum Einsatz. Speziell geformte Oberflächen und abgerundete Öffnungen sollen beispielsweise verhindern, dass Textilien stark an der Trommelwand reiben oder in die Öffnungen gedrückt werden. Besonders bei empfindlichen Stoffen kann eine solche Trommel deshalb ein interessantes Ausstattungsmerkmal sein.

5. Auf welche Sicherheitsmerkmale muss ich bei Waschmaschinen achten?

Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal ist der Schutz vor austretendem Wasser. Viele Waschmaschinen verfügen deshalb über ein Wasserschutzsystem, das je nach Hersteller unterschiedlich aufgebaut sein kann. Dazu können beispielsweise ein spezieller Zulaufschlauch, ein Sicherheitsventil, eine Bodenwanne mit Sensor oder eine Kombination mehrerer Schutzmechanismen gehören. Erkennt das System austretendes Wasser oder eine Störung im Wasserzulauf, kann die Wasserzufuhr automatisch unterbrochen werden. Achte beim Kauf daher darauf, welchen Wasserschutz das jeweilige Gerät bietet.

Praktisch ist außerdem eine gut zugängliche Möglichkeit zur Notentleerung. Kann das Wasser beispielsweise aufgrund einer Störung oder eines verstopften Pumpenfilters nicht mehr abgepumpt werden, lässt es sich bei vielen Waschmaschinen über einen kleinen Notentleerungsschlauch oder direkt über den Pumpenfilter ablassen. Wie die Notentleerung bei einem bestimmten Modell genau funktioniert, erfährst du in der Bedienungsanleitung.

Verschiedene EU-Energieeffizienzlabels liegen auf einem weißen runden Tisch

Foto: MediaMarkt

6. Wie hilft mir das Energielabel bei der Auswahl?

Waschmaschinen werden auf dem EU-Energielabel in die Energieeffizienzklassen A bis G eingeteilt. A bezeichnet dabei die höchste, G die niedrigste Klasse. Für den Vergleich verschiedener Geräte liefert das Label aber noch weitere konkrete Angaben. Dazu gehören der Energieverbrauch in Kilowattstunden pro 100 Waschzyklen, der Wasserverbrauch pro Waschzyklus, die Nennkapazität in Kilogramm, die Dauer des Programms Eco 40–60 sowie die Schleudereffizienz- und Geräuschemissionsklasse. Auch die Schleuderleistung kann beim Kauf eine Rolle spielen. Eine höhere Schleuderdrehzahl kann dazu beitragen, dass nach dem Waschgang weniger Restfeuchtigkeit in der Wäsche verbleibt. Die maximale Drehzahl allein sagt allerdings nicht aus, wie gut ein Gerät tatsächlich schleudert. Für einen direkten Vergleich kannst du deshalb die Schleudereffizienzklasse auf dem Energielabel heranziehen.

Erklärung

Das Programm Eco 40–60 dient auf dem EU-Energielabel als Referenzprogramm. Es ist für normal verschmutzte Baumwollwäsche vorgesehen, die laut Pflegekennzeichnung bei 40 oder 60 °C gewaschen werden kann. Die tatsächliche Programmdauer sowie die Verbrauchswerte des Geräts kannst du ebenfalls dem Energielabel beziehungsweise dem Produktdatenblatt entnehmen.

7. Welches Fassungsvermögen ist für mich geeignet?

Das passende Fassungsvermögen hängt vor allem davon ab, wie viele Personen im Haushalt leben und wie viel Wäsche regelmäßig anfällt. Für kleinere Haushalte mit ein bis zwei Personen sind häufig Waschmaschinen mit etwa 7 bis 8 kg Fassungsvermögen ausreichend. Für drei bis vier Personen können 8 bis 9 kg eine gute Orientierung sein. In größeren Haushalten oder bei besonders viel Wäsche bieten sich Modelle mit 10 kg oder mehr an. Das angegebene Fassungsvermögen bezieht sich übrigens auf das Gewicht der trockenen Wäsche. Je nach Waschprogramm kann die maximal zulässige Beladungsmenge allerdings geringer ausfallen.

Wie groß die Trommel sein sollte, hängt allerdings nicht nur von der Haushaltsgröße ab. Wäschst du regelmäßig große Wäschestücke wie Bettdecken oder große Mengen an Handtüchern, kann eine größere Trommel auch in einem kleinen Haushalt praktisch sein. Umgekehrt bringt dir ein besonders großes Fassungsvermögen wenig, wenn du die Trommel im Alltag kaum füllst.

Viele aktuelle Waschmaschinen verfügen außerdem über eine Mengenautomatik. Sensoren erfassen dabei die Beladung und passen je nach Gerät beispielsweise Wassermenge, Programmdauer oder andere Parameter des Waschprogramms an. Welche Anpassungen genau vorgenommen werden, unterscheidet sich je nach Modell.


Blick in die geöffnete Trommel eines Wäschetrockners mit bunter Kleidung

Foto: Pix One/Shutterstock

8. Welche Programme und Funktionen brauche ich wirklich?

Welche Programme und Funktionen sinnvoll sind, hängt vor allem davon ab, welche Wäsche bei dir regelmäßig anfällt. Praktisch ist die Möglichkeit, Temperatur und Schleuderdrehzahl an die Textilien anzupassen. Hilfreich ist außerdem eine Mengenautomatik: Dabei erkennen Sensoren die Beladung und passen je nach Gerät bestimmte Parameter des Waschprogramms automatisch an. Ebenfalls sinnvoll ist eine Unwuchtkontrolle. Sie erkennt, wenn sich die Wäsche beim Schleudern ungünstig in der Trommel verteilt. Die Waschmaschine kann darauf reagieren, indem sie beispielsweise die Schleuderdrehzahl reduziert oder versucht, die Wäsche durch Trommelbewegungen neu zu verteilen.

Für die alltägliche Wäsche stehen bei modernen Waschmaschinen Programme für Baumwolle und pflegeleichte Textilien zur Verfügung. Wäschst du regelmäßig empfindliche Kleidung, Wolle oder andere sensible Textilien, solltest du auf entsprechende Schon- und Spezialprogramme achten. Ein Kurz- oder Schnellprogramm kann praktisch sein, wenn kleinere Mengen leicht verschmutzter Wäsche in kurzer Zeit gewaschen werden sollen. Beachte dabei, dass sich maximale Beladung und Einsatzzweck solcher Programme je nach Gerät unterscheiden können.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Komfortfunktionen, die nicht jeder Haushalt benötigt. Dazu zählen beispielsweise eine automatische Waschmitteldosierung, eine Nachlegefunktion, Dampf- oder Auffrischprogramme sowie die Steuerung und Überwachung per App. Auch eine Startzeitvorwahl beziehungsweise eine Funktion zur Festlegung des Programmendes kann hilfreich sein, wenn die Wäsche zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein soll. Überlege vor dem Kauf deshalb, welche Funktionen du im Alltag tatsächlich verwenden wirst. Eine lange Programmliste allein macht eine Waschmaschine nicht automatisch zur besseren Wahl.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Waschmaschine

Kann ich einen Trockner auf die Waschmaschine stellen?

Grundsätzlich können geeignete Frontlader mit einem Wäschetrockner zu einer sogenannten Wasch-Trocken-Säule kombiniert werden. Dabei steht der Trockner oben und die Waschmaschine aufgrund ihres höheren Gewichts und der Bewegungen beim Schleudern unten. Für eine sichere Verbindung solltest du einen geeigneten Zwischenbaurahmen verwenden und die Herstellerangaben beider Geräte beachten.

Was ist besser: Frontlader oder Toplader?

Das hängt vor allem vom verfügbaren Platz und deinen Anforderungen ab. Frontlader lassen sich von vorne befüllen und können je nach Modell unter einer Arbeitsplatte oder in einer Wasch-Trocken-Säule eingesetzt werden. Toplader werden von oben beladen und sind häufig schmaler. Dafür muss über dem Gerät ausreichend Platz zum Öffnen des Deckels vorhanden sein.

Was ist der Unterschied zwischen Waschmaschine und Waschtrockner?

Eine Waschmaschine ist ausschließlich zum Waschen und Schleudern vorgesehen. Ein Waschtrockner kombiniert dagegen Waschmaschine und Wäschetrockner in einem Gerät. Das kann vor allem bei begrenztem Platz praktisch sein. Beachte jedoch, dass die maximale Beladungsmenge beim Trocknen häufig geringer ist als beim Waschen.

Wie laut ist eine Waschmaschine?

Wie laut eine bestimmte Waschmaschine beim Schleudern ist, kannst du auf dem EU-Energielabel ablesen. Dort findest du den Geräuschpegel in Dezibel sowie eine Geräuschemissionsklasse von A bis D. Besonders relevant kann die Lautstärke sein, wenn die Waschmaschine in der Nähe von Wohn- oder Schlafräumen steht.

Was bedeutet „unterbaufähig“ bei einer Waschmaschine?

Eine unterbaufähige Waschmaschine kann unter einer geeigneten Arbeitsplatte aufgestellt werden. Je nach Modell wird dafür beispielsweise die obere Geräteabdeckung abgenommen und durch eine passende Abdeckung ersetzt. Nicht jeder Frontlader ist automatisch unterbaufähig. Prüfe deshalb vor dem Kauf die Herstellerangaben und die erforderlichen Einbaumaße.

Fazit: Die richtige Waschmaschine finden

Egal, ob deine alte Waschmaschine den Geist aufgegeben hat oder sich deine Anforderungen mit der Zeit verändert haben: Die passende Waschmaschine muss nicht möglichst viele Programme und Funktionen bieten, sondern vor allem zu deinem Haushalt und deinem Waschverhalten passen. Überlege deshalb zunächst, wie viel Platz zur Verfügung steht, welches Fassungsvermögen du benötigst und welche Programme du regelmäßig nutzen wirst. Auch praktische Details wie Wasserschutz und einfache Reinigungsmöglichkeiten solltest du bei der Auswahl berücksichtigen. Das Energielabel hilft dir zusätzlich dabei, wichtige Angaben verschiedener Geräte miteinander zu vergleichen. Komfortfunktionen wie App-Steuerung sowie automatische Dosierung können praktisch sein, sind aber längst nicht für jeden Haushalt notwendig. Mit unserer Checkliste kannst du deine persönlichen Anforderungen Schritt für Schritt eingrenzen und so leichter die Waschmaschine finden, die zu deinen Bedürfnissen passt.